Der Winter legt einen dramatischen Zwischenspurt hin – Meteorologen schlagen Alarm und sprechen von einer „gefährlichen Mischung aus Regen, Schnee und Eis“, die Deutschland kurz vor dem Karnevals-Finale hart treffen könnte.
Warnstufe Winter: Die überraschende Rückkehr des Schnees

Seit Donnerstagabend kippt die Wetterlage rasant. Was tagsüber noch nach verfrühtem Frühling aussah, verwandelt sich in eine frostige Bühne: Tiefausläufer ziehen von Nordwest nach Südost, drücken kalte Polarluft ins Land und liefern die ideale Basis für Schnee.
Meteorologe Jan Schenk warnt: „Wir bekommen ein Drei-Phasen-Event: erst Schnee, dann Regen, schließlich gefährliches Eis.“ Kurzum: Die kommenden Tage werden rutschig. Doch das ist erst der Auftakt – schauen wir auf den ersten Akt des Wetterdramas.
Als Nächstes verraten wir, warum schon der Freitag zur rutschigen Falle werden kann…
Erster Streich: Leiser Schneefall schon am Freitag

Bereits am Freitagmorgen legt sich eine dünne, aber heimtückische Schneeschicht über Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen bis nach Berlin. Nur 1–2 Zentimeter fallen – scheinbar harmlos, doch genug, um erste Unfälle zu provozieren.
Während Autofahrer noch auf Sommerreifen unterwegs sind, sinken die Temperaturen in Flensburg in der Nacht auf minus 10 Grad. Die bitterkalte Basis sorgt dafür, dass selbst magerer Niederschlag sofort gefriert.
Weiter geht’s mit der Region, die am Samstag den heftigsten Wechsel von Regen zu Schnee erlebt…
Samstag: Süddeutschland versinkt im nassen Weiß

Ab Samstagmittag kippt der Regen südlich der Donau abrupt in Schnee. In Staulagen der Alpen türmen sich bis Sonntagmorgen bis zu 20 Zentimeter Neuschnee – ein nasser, schwerer Mix, der Bäume ächzen lässt und Dächer belastet.
Großstädte wie Augsburg und München wachen unter mindestens fünf Zentimetern auf, während Pendlerstrecken über Nacht zu Rutschbahnen werden. Gleichzeitig rauscht die Kaltluft nach, Frostgrenze: Tiefland.
Doch jedes Wetterdrama braucht eine trügerische Pause – die kommt am Sonntag, hat aber einen gefährlichen Haken…
Sonntag: Die trügerische Ruhe vor der nächsten Front

Sonntagvormittag lässt der Flockenwirbel im Süden nach, Karnevalisten atmen auf. Ein kurzer Sonnenstrahl hier, ein Grad Plus dort – es wirkt fast harmlos.
Aber gegen 15 Uhr rollt von Westen schon die nächste Schneewelle an. Bis zum Abend erreicht sie die Landesmitte; wer jetzt heimfährt, erlebt die Straßen im Zeitraffer zufrieren.
Warum der darauffolgende Montagmorgen zum gefährlichsten Zeitpunkt des gesamten Szenarios wird, klären wir gleich…
Montagmorgen: Blitzeisgefahr von Küste bis Mittelgebirge

In den frühen Stunden schneit es breit von Ostfriesland bis zum Bayerischen Wald. Dann sickert mildere Atlantikluft ein – der Schnee mutiert zu Regen, der auf gefrorenem Boden zu spiegelglattem Blitzeis erstarrt.
Betroffen sind Metropolen wie Hamburg, Hannover, Kassel, Erfurt und Nürnberg. Pendler starten in ein gläsernes Risikospiel, Rettungsleitstellen rüsten sich für Unfälle, und Meteorologe Simon Trippler warnt ausdrücklich vor Glatteis bis in die Karnevalshochburgen.
Doch die größte Sorge gilt dem Norden und Osten, wo sich eine brandgefährliche Wettermischung hartnäckig hält…
Der gefährliche Cocktail aus Regen, Schnee und Eis – und wann er sich auflöst

Nördlich der Elbe und bis tief nach Brandenburg hinein staut sich die Kaltluft. Hier fällt der Schnee langsamer, Regen mischt sich ein, Temperaturen pendeln um den Gefrierpunkt: Es entsteht die „gefährliche Mischung aus Regen, Schnee und Eis“, die bis Dienstagmittag andauern kann.
Erst wenn ein neues Atlantikhoch kräftig genug ist, schmilzt der Schnee zügig weg und die Temperaturen steigen flächendeckend über Null. Bis dahin gilt: Salz streuen, Vorsicht walten lassen – und den Winter nicht unterschätzen, selbst wenn der Kalender auf Februar-Finale steht.