Trauer um eine Legende der Wissenschaft: Jane Goodall, die Grande Dame der Primatenforschung, ist im Alter von 91 Jahren gestorben.
Ein Leben für die Schimpansen

Die Nachricht erschütterte gestern Abend die Wissenschafts- und Umweltgemeinschaft: Jane Goodall ist friedlich während einer Vortragsreise im US-Bundesstaat Kalifornien verstorben. Ihre Organisation bestätigte, dass die Forscherin „natürlichen Ursprungs“ von uns ging – fern der tansanischen Wälder, in denen ihre Karriere begann.
Goodall machte sich bereits 1960 weltweit einen Namen, als sie in Gombe die Verhaltensforschung revolutionierte. Mit nichts als einem Notizblock und unerschütterlichem Mut stellte sie fest, dass Schimpansen Werkzeuge herstellen – ein Befund, der die Grenze zwischen Mensch und Tier neu zog.
Lassen Sie uns nun zurückreisen an den Ort, an dem alles begann …
Die Revolution im Gombe Stream

Am Ufer des Tanganjikasees wagte die damals 26-Jährige ohne akademisches Studium den Schritt ins Unbekannte. Ihre langen Beobachtungsstunden enthüllten komplexe Familienstrukturen, Emotionen und politische Intrigen im Schimpansenclan – Erkenntnisse, die das Bild des „wilden Tieres“ für immer veränderten.
Gleichzeitig brach Goodall mit Konventionen: Sie gab ihren Versuchstieren Namen statt Nummern und schlug sich damit den Zorn konservativer Kollegen zu. Doch Nobelpreisträger Konrad Lorenz und Anthropologe Louis Leakey erkannten früh ihre Genialität – sie ebneten den Weg für eine Karriere voller Preise, von der UN-Friedensbotschaft bis zum britischen Adelstitel.
Doch wie reagiert die Welt heute auf ihren Tod? Wir blicken auf das emotionale Echo …
Globales Echo und bewegende Reaktionen

Binnen Stunden nach dem Bekanntwerden ihres Ablebens überschlugen sich die Kondolenzbotschaften: UN-Generalsekretär António Guterres würdigte ihre „unermüdliche Stimme für die Erde“, Greta Thunberg nannte sie ein Vorbild „für Generationen von Klima-Aktivist*innen“. Auch Hollywood-Stars wie Leonardo DiCaprio und Natalie Portman teilten Erinnerungsfotos und sprachen von „unauslöschlichem Einfluss“.
Das Jane Goodall Institute schaltete eine digitale Gedenkwand, auf der Hunderttausende Fans aus über 100 Ländern Kerzen-Emojis posten. Unter ihnen: ehemalige „Roots & Shoots“-Schüler, die dank Goodall heute Schutzgebiete leiten oder in der Politik Umweltgesetze vorantreiben.
Welche Projekte hielt die 91-Jährige bis zuletzt am Laufen? Die Antwort führt zu ihren jüngsten Visionen …
Von Roots & Shoots bis Klima-Aktivismus

Noch im Sommer 2025 veröffentlichte Goodall einen Podcast, in dem sie Jugendliche ermutigte, „jeden Tag eine Tat der Hoffnung“ zu vollbringen. Ihr 1991 gegründetes Jugendprogramm „Roots & Shoots“ zählt inzwischen fast zwei Millionen Mitglieder – vom kenianischen Massai-Dorf bis zur New Yorker Vorschule.
Parallel setzte sie sich gegen Wilderei, Massentierhaltung und die Klimakrise ein. Ihr letztes großes Ziel: Bis 2030 eine globale Aufforstungsinitiative mit 10 Milliarden Bäumen. Trotz Kürzungen staatlicher Förderungen reiste sie weiter um die Welt, oft 300 Tage pro Jahr. Selbst ihre Ärzte staunten über diesen „Energie-Tsunami“, wie sie es nannte.
Doch welches Vermächtnis hinterlässt ein Mensch, der die Grenzen des Möglichen stets verschoben hat? Die letzte Slide enthüllt ihr finales Statement …
Das Vermächtnis, das bleibt

Wenige Stunden vor ihrem Tod nahm Goodall eine Videobotschaft für eine Schulklasse in Nairobi auf. Mit leiser Stimme, aber funkelnden Augen sagte sie: „Wenn ihr glaubt, dass ihr zu klein seid, um etwas zu bewirken, dann habt ihr noch nie eine Nacht mit einer Mücke verbracht.“ Der Clip verbreitet sich gerade viral – ein letztes Lehrstück in unerschütterlicher Hoffnung.
Ihr Institut hat bereits angekündigt, das neue „Jane Goodall Conservation Center“ in Gombe nach ihrem Wunsch CO₂-neutral zu bauen. Ihre Asche soll dort in einer heimischen Feigenbaum-Parzelle beigesetzt werden – dem Lieblingsplatz der Schimpansin „Flo“, die ihr einst das Vertrauen der Gruppe eröffnete. Ein Lebenskreis schließt sich – und inspiriert Millionen, ihn weiterzuführen.
Bleiben Sie dran, denn schon bald berichten wir über die ersten Projekte, die ihr Erbe in die Zukunft tragen.