So schnell hast du deine Wetter-App lange nicht mehr aktualisiert: Ein Wochenende wartet, das selbst hartgesottene Frühlingsfans zum Stirnrunzeln bringt – und dabei erst ganz am Ende verrät, wie heftig es wirklich wird.
Wetter schlägt Kapriolen

Die Woche begann mit Sonnenbrillenwetter, Vogelgezwitscher und dem Gefühl, der März wolle schon mal lauwarm den April proben. Jetzt aber drehen die Modelle plötzlich auf „Rolle rückwärts“, stellen alles auf Sturm und Schneeflocken und bringen zuverlässig Gesprächsstoff für jede Kaffeepause.
Meteorolog:innen sprechen von einer echten Achterbahnfahrt, bei der warme Südluft binnen Stunden von kühler Atlantikluft verdrängt wird. Klingt harmlos? Wart’s ab – gleich erfährst du, warum das Ganze mehr ist als nur ein kurzer Frühjahrsdämpfer.
Lass uns anschauen, was das für deine Garderobe bedeutet …
Von T-Shirt zurück zur Winterjacke

Noch am Donnerstag schnappst du dir vielleicht die leichte Jacke und lachst über den Kalender, der offiziell immer noch „Winter“ ruft. Doch kaum bricht das Wochenende an, droht der Temperatursturz: zweistellige Plusgrade rauschen vielfach in den Keller, stellenweise sogar in Richtung Gefrierpunkt.
Besonders spannend: Deutschland teilt sich quasi diagonal. Während man im Nordwesten bibbert, bleibt der Südosten anfangs milder. Warum das so kommt, verraten wir gleich – und welche Wetterlage dahintersteckt.
Bleib dran, denn jetzt kriecht etwas heran, das in jeder Sturmchronik für Aufsehen sorgt …
Ein Tief kriecht langsam über Deutschland

Ein unscheinbarer Tiefausläufer schiebt sich wie in Zeitlupe von Westen heran. Sein Clou: Er zerteilt die Republik in feucht-kühlen Nordwesten und frühlingshaften Südosten. Diese scharfe Grenze sorgt für alles, was der Wetter-Baukasten hergibt – von Platzregen über Gewitter bis zu ersten Flocken.
Expert:innen sprechen bereits von einem „atmosphärischen Spagat“, denn kaum ein Gebiet bleibt vollkommen trocken. Doch der eigentliche Star betritt erst jetzt die Bühne – mit Namen, Power und eindrucksvollem Wellengang.
Bereit für ein Sturm-Spektakel, das selbst Seebären staunen lässt?
Sturm „Gina“ entfacht meterhohe Wellen

„Gina“ heißt die Dame, und sie packt im Nordsee-Revier schon am Freitag kräftig aus: Bis zu acht Meter hohe Brecher türmen sich auf, am Sonnabend rauschen immer noch fünf bis sechs Meter hohe Wellen gegen die Küsten. Mit dem Sturm rauscht kalte Luft herein, die Schneefallgrenze sinkt rasant auf rund 200 Meter.
NRW, Rheinland-Pfalz, Hessen und das Saarland sind laut Prognosen besonders betroffen. 15 bis 20 Liter Regen pro Quadratmeter sind binnen 24 Stunden möglich – und in den Mittelgebirgen pudert „Gina“ bis zu zehn Zentimeter Neuschnee auf die Gipfel.
Doch wie fühlt sich das im Flachland an? Die Antwort verspricht Gänsehaut – und nicht nur wegen des Winds …
Schnee bis in die Mittelgebirge

Eine regelrechte Kältewelle stürzt am Sonnabend über den Norden und Westen: Dort taumeln die Höchstwerte auf lediglich 3 bis 5 Grad. „Nasskalt wird’s – ein Tag für eine Tasse Tee“, heißt es von Klimatologe Dr. Karsten Brandt. Selbst tagsüber kann es in Schauern flocken, während sich der Südosten noch kurz im zweistelligen Bereich hält.
Im Dauerregen sammelt sich schnell Matsch, und auf den Höhenlagen bildet sich eine rutschige Schneedecke. Straßenmeistereien stehen in Alarmbereitschaft, denn was abends passiert, könnte den Verkehr komplett ausbremsen.
Warum die Nacht zum Sonntag zum eigentlichen Risiko wird, erfährst du jetzt …
Glättefalle Nacht und die Überraschung im Südosten

Diplom-Meteorologe Dominik Jung warnt: In der Nacht zu Sonntag droht stellenweise Glatteis. Besonders in den Mittelgebirgen kann gefrierender Regen auf minus 1 bis minus 4 Grad kalten Böden treffen – perfekte Rutschbahn für Autos und Fußgänger. Der Nordwesten könnte dagegen eine Wolkenlücke erwischen, was Nebel und zusätzliche Sichtprobleme nach sich zieht.
Und der Südosten? Dort startet der Sonnabend mit beinahe schon sommerlichen 15 bis 19 Grad, ehe auch dort die Temperaturen zum Sonntag auf 11 bis 14 Grad absacken. Spätestens dann spürst du, wie schnell der Frühling im März noch einmal Schnee von gestern sein kann – bis das nächste Kapitel dieses launischen Monats aufschlägt.
Pack also Schal, Tee und Sonnenbrille ein – du wirst alles brauchen!