Zug-Drama nach Crash: 150 Passagiere sitzen bei brütender Hitze fest

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Ein Zug steht still, die Temperaturen steigen – und für rund 150 Passagiere beginnt eine nervenaufreibende Geduldsprobe.

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Plötzlich geht nichts mehr

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Mehr als 30 Grad, kaum Schatten und zunächst kein Weg aus dem Zug: Rund 150 Fahrgäste haben am Dienstagnachmittag nach einem schweren Unfall bei Manching in einer Regionalbahn festgesessen.

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Der Zug war auf der Strecke von Ingolstadt nach Regensburg unterwegs, als er an einem beschrankten Bahnübergang mit einem Auto kollidierte. Der Zusammenstoß ereignete sich bei einer Geschwindigkeit von rund 120 km/h.

Während der Autofahrer den Unfall mit vergleichsweise leichten Verletzungen überstand, begann für die Passagiere eine unfreiwillige Wartezeit in der brütenden Hitze.

Auto wird auf die Seite geschleudert

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Die Wucht des Aufpralls war enorm. Das Auto wurde durch die Kollision auf die Seite und neben die Gleise geschleudert.

Der 65-jährige Fahrer hatte dabei offenbar großes Glück. Er wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste von Feuerwehrleuten mit technischem Gerät befreit werden.

Anschließend kam der Mann verletzt in ein Krankenhaus. Nach Angaben der Polizei waren seine Verletzungen jedoch nur leicht. Eine Polizeisprecherin sagte, der Autofahrer müsse mehrere Schutzengel gehabt haben.

Für die Einsatzkräfte war der Unfall damit allerdings noch lange nicht beendet.

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Zug bleibt mitten im Wald stehen

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Nach dem Zusammenstoß fuhr der Regionalzug noch etwa 250 Meter weiter, bevor er mitten in einem kleinen Waldstück zum Stillstand kam.

Einfach aussteigen konnten die Fahrgäste dort nicht. Die offene Strecke und die Lage des Zuges machten eine Evakuierung kompliziert.

Während die Passagiere im Zug ausharren mussten, versorgten Einsatzkräfte sie zunächst mit Getränken. Gleichzeitig bereitete die Feuerwehr eine sichere Evakuierung vor.

Dafür mussten die Retter sogar eine kleine Schneise durch den Wald schlagen, um einen geeigneten Weg aus dem Bereich des Zuges zu schaffen.

Nach rund einer Stunde werden die Fahrgäste gerettet

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Nach etwa einer Stunde konnten die rund 150 Passagiere schließlich aus dem Zug gebracht werden.

Die Rettungskräfte begleiteten die Menschen aus dem schwer zugänglichen Bereich. Anschließend wurden sie mit zwei Ersatzbussen zum nächsten größeren Bahnhof gebracht.

Weitere Verletzte unter den Fahrgästen gab es nach bisherigen Angaben nicht.

Wie erst einige Stunden nach dem Unfall bekannt wurde, gab es für die Eingeschlossenen immerhin noch eine wichtige Erleichterung: Die Klimaanlage des Zuges funktionierte weiterhin.

Schon wieder schwerer Unfall bei Manching

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Der Unfall erinnert an weitere schwere Vorfälle an Bahnübergängen in der Region.

Erst im Juni war bei Manching ein 33-jähriger Autofahrer bei einer Kollision mit einer Güterlok ums Leben gekommen. Bereits im August 2025 starben bei einem weiteren Zugunglück zwei junge Männer.

Auch dieses Mal beschäftigt die Ermittler deshalb vor allem eine Frage: Wie konnte das Auto trotz der mutmaßlich geschlossenen Schranken auf die Gleise gelangen?

Eine technische Störung der Anlage wird nach den bisherigen Erkenntnissen nicht vermutet.

Polizei ermittelt gegen den Autofahrer

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Ein Gutachter wurde vor Ort eingesetzt, um den Unfallhergang genau zu rekonstruieren.

Nach ersten Erkenntnissen waren zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes sowohl die beiden Halbschranken als auch die vier Signalleuchten des Bahnübergangs in Betrieb. Hinweise auf eine technische Störung der Anlage gibt es bislang nicht.

Gegen den 65-jährigen Autofahrer wird wegen des Verdachts eines gefährlichen Eingriffs in den Schienenverkehr ermittelt.

Warum er trotz der Sicherung des Bahnübergangs auf die Gleise fuhr, ist derzeit noch unklar. Die weiteren Untersuchungen sollen nun klären, wie es zu dem schweren Zusammenstoß kommen konnte.

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