Der Himmel über Deutschland bebt

Am frühen Abend ziehen erst vereinzelte Kondensstreifen auf – dann bricht ein dumpfes Dröhnen über der Stadt herein. In rasantem Tempo nähern sich vier Maschinen und schneiden in rund 300 Metern Höhe quer über das Messegelände. Die Fenster der umliegenden Altbauten vibrieren, Smartphones schnellen in die Luft, während Passanten den Kopf in den Nacken legen, um den silbrig glänzenden Rümpfen hinterherzuschauen.
Innerhalb weniger Sekunden sind sie vorbei, doch der Nachhall bleibt: rund 95 Dezibel – so laut wie ein Presslufthammer aus einem Meter Entfernung. Wer oben auf der Aussichtsplattform des Funkturms steht, spürt den Luftzug, der den historischen Stahlkoloss für einen Augenblick erzittern lässt. Für manche ein Schock, für andere die ultimative Gänsehaut.