Viele Autofahrer merken erst im letzten Moment, wie ernst es wird: Beim Blitzermarathon geht es nicht um einzelne Radarfallen am Straßenrand, sondern um eine groß angelegte Kontrollaktion, bei der der Tacho plötzlich zur wichtigsten Anzeige im Auto wird. Wer jetzt nur kurz nicht aufpasst, kann schneller im Fokus der Beamten stehen, als ihm lieb ist.
Autofahrer müssen sich auf mehr Blitzer einstellen

Autofahrer in Deutschland sollten Anfang August besonders aufmerksam sein. Vom 3. bis zum 9. August 2026 findet bundesweit wieder die sogenannte „Speedweek“ statt.
In dieser Woche kontrollieren Polizei und Kommunen verstärkt, ob Tempolimits eingehalten werden. Ziel der Aktion ist es, Raser aus dem Verkehr zu ziehen und gefährliche Situationen zu verhindern.
Wer in diesem Zeitraum unterwegs ist, muss also häufiger mit Geschwindigkeitsmessungen rechnen. Die Kontrollen können sowohl auf großen Straßen als auch mitten in Städten stattfinden.
Eine ganze Woche lang wird geblitzt

Die Polizei setzt während der Speedweek nicht nur an einem einzelnen Tag auf verstärkte Kontrollen. Stattdessen sollen sich die Maßnahmen über die gesamte Woche verteilen.
Geblitzt wird auf Autobahnen, Bundesstraßen und innerorts. Besonders im Fokus stehen Strecken, auf denen es häufiger zu Unfällen kommt.
Auch Bereiche rund um Schulen, Baustellen und Krankenhäuser werden genauer überwacht. Dort können zu hohe Geschwindigkeiten besonders gefährlich werden. Autofahrer sollten daher nicht nur auf bekannten Blitzerstrecken vorsichtig sein.
Kein einzelner Schwerpunkt-Tag im August

Anders als bei manchen früheren Aktionen gibt es im August keinen einzelnen großen Blitzertag. Die Kontrollen werden gleichmäßig auf alle sieben Tage verteilt.
Das bedeutet: Autofahrer können sich nicht darauf verlassen, nur an einem bestimmten Tag besonders vorsichtig sein zu müssen. Die Radarfallen können während der gesamten Speedweek auftauchen.
Genau das macht die Aktion für viele Verkehrsteilnehmer unangenehm. Wer regelmäßig zu schnell fährt, muss in dieser Woche mit einem erhöhten Risiko rechnen, erwischt zu werden.
Nicht alle Bundesländer machen gleich stark mit

Die Beteiligung der Bundesländer fällt im Sommer offenbar geringer aus als bei anderen Kontrollaktionen. Im April beteiligte sich fast ganz Deutschland – mit Ausnahme des Saarlands.
Im August des Vorjahres sah die Lage jedoch anders aus. Damals waren vor allem Baden-Württemberg, Brandenburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein dabei.
Einige Länder kontrollierten nur eingeschränkt. Bayern verzichtete damals sogar komplett auf eine offizielle Teilnahme. Auch 2026 kann es daher regionale Unterschiede geben.
Die Standorte bleiben meist geheim

Viele Autofahrer hoffen vor solchen Aktionen auf Listen mit genauen Blitzerstandorten. Doch die meisten Bundesländer und Kommunen veröffentlichen ihre Messstellen vorab nicht.
Nur wenige Behörden nennen kurz vor Beginn konkrete Standorte und Zeiten. Selbst dann sollten sich Fahrer aber nicht in Sicherheit wiegen.
Denn zusätzlich zu angekündigten Kontrollen können jederzeit Überraschungsmessungen stattfinden. Wer sich nur auf veröffentlichte Standorte verlässt, kann also trotzdem geblitzt werden.
Hier erfahren Autofahrer mehr

Ob eine Region genaue Messstellen veröffentlicht, erfahren Autofahrer meist über die Lokalpresse oder auf den Internetseiten der zuständigen Behörden.
Klar ist aber schon jetzt: Vom 3. bis 9. August 2026 sollten Verkehrsteilnehmer besonders auf ihr Tempo achten. Die Speedweek betrifft nicht nur Autobahnen, sondern auch Bundesstraßen und innerstädtische Bereiche.
Für Autofahrer ist die wichtigste Regel daher simpel: Tempolimits einhalten. Denn wer zu schnell unterwegs ist, riskiert in dieser Woche besonders schnell ein Bußgeld, Punkte oder sogar ein Fahrverbot.