Die nächste Hitzeglocke baut sich auf. Die ersten Prognosen hören sich alles andere als gut an.
Eine neue Hitzewelle kündigt sich an

Endlich kommt etwas Abkühlung nach Deutschland. Die große Gluthitze zieht sich vorerst zurück, auch die Tropennächte sind erst einmal vorbei. Die Hitzewelle verliert spürbar an Kraft.
Doch die kurze Wetterpause hat ihre Schattenseite. Denn mit der kühleren Luft steigt in einigen Regionen die Gefahr kräftiger Gewitter und lokaler Unwetter. Regenjacke und wetterfeste Kleidung sollten also griffbereit bleiben.
Gleichzeitig lohnt es sich, die Sonnencreme nicht allzu weit wegzuräumen. Denn die nächste heiße Phase könnte bereits in Sicht sein. Ende Juli baut sich nach aktuellen Modellberechnungen womöglich erneut eine Hitzeglocke auf.
Meteorologe warnt vor neuer Hitzewelle

Diplom-Meteorologe Dominik Jung erklärt gegenüber BILD, dass mehrere Wettermodelle bereits auf eine neue heiße Phase hindeuten.
Er sagt: „Mehrere Modelle zeigen, dass Ende Juli schon die nächste Hitzewelle wieder über Nordafrika, Spanien und Frankreich nach Deutschland kommen wird. Es steht aber noch nicht fest, wie heiß es wirklich wird.“
Damit ist klar: Sicher ist die genaue Entwicklung noch nicht. Doch die Richtung ist erkennbar. Nach einer kurzen Verschnaufpause könnte Deutschland erneut von sehr warmer bis heißer Luft erfasst werden.
Hundstage bringen oft die größte Hitze

Ganz überraschend käme eine neue Hitzewelle nicht. Denn sie würde genau in die sogenannten Hundstage fallen. Diese beginnen am 23. Juli und dauern bis zum 23. August.
Diese Zeit gilt traditionell als die heißeste Phase des Jahres. Häufig steigen die Temperaturen dann auf über 30 Grad. Vor allem drückende Schwüle und warme Nächte können vielen Menschen zu schaffen machen.
Wenn sich Ende Juli tatsächlich wieder eine Hitzeglocke über Deutschland legt, würde das also genau in diese typische Hochsommerphase passen. Wie intensiv sie ausfällt, bleibt jedoch noch offen.
Vor der Hitze kommen Gewitter und Unwetter

Bevor es wieder heißer werden könnte, steht erst einmal wechselhafteres Wetter an. Am Freitag liegen die Temperaturen im Norden zwischen 24 und 28 Grad. Im Osten werden etwa 27 Grad erwartet.
Im Westen bewegen sich die Werte zwischen 26 und 28 Grad, im Süden zwischen 24 und 29 Grad. Das klingt zunächst angenehmer als die vorherige Gluthitze, doch die Lage bleibt nicht harmlos.
Denn Regen, Gewitter und örtliche Unwetter können den Tag regional deutlich unangenehmer machen. Besonders kräftige Schauer und Gewitterzellen sollten nicht unterschätzt werden.
„Die Unwetterlage ist kein Spaß“

Klimatologe Dr. Karsten Brandt warnt gegenüber BILD vor einer angespannten Lage in mehreren Regionen. Vor allem Rheinland-Pfalz könnte bereits am Morgen betroffen sein.
Er sagt: „Schon morgens kann es in Rheinland-Pfalz beginnen. Ungemütlich wird es auch in Hessen, Baden-Württemberg und Bayern. Die Unwetterlage ist kein Spaß. Starke Windböen und Hagel drohen regional. Da sollte jeder seine Fenster schließen, die Sonnenschirme sichern.“
Damit ist die Empfehlung klar: Bewegliche Gegenstände auf Balkon, Terrasse oder im Garten sollten gesichert werden. Auch Fenster sollten bei drohenden Gewittern geschlossen bleiben.
Wochenende ruhiger, Montag teils kühl

Nach dem unruhigen Freitag beruhigt sich das Wetter am Wochenende etwas. Am Samstag und Sonntag sind nur wenige Schauer unterwegs.
Die Temperaturen liegen dann zwischen 17 und 28 Grad. Damit wird es in vielen Regionen angenehmer und deutlich weniger extrem als während der vergangenen Hitzetage.
Der Montag startet in einigen Gebieten sogar recht kühl. Doch diese Abkühlung dürfte nicht von Dauer sein. Denn wenn sich die Wettermodelle bestätigen, könnte Ende Juli schon die nächste Hitzewelle anrollen – genau zur heißesten Zeit des Jahres.