Was hinter dem „Bombenzyklon“ steckt

Der Begriff klingt dramatisch, ist aber ein Fachausdruck aus der Meteorologie. Von einem Bombenzyklon (Bombogenese) spricht man, wenn der Luftdruck im Zentrum eines Tiefs innerhalb von 24 Stunden um mindestens 24 Hektopascal fällt. Das Tief verstärkt sich also explosionsartig.
Angetrieben wird das System von einem kräftigen Jetstream mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 km/h in großer Höhe. Über dem Meer, bevor es Deutschland erreicht, zeigten Wettermodelle Böen von bis zu 160 km/h. Auf dem Weg zum Festland schwächt sich das Tief zwar ab – stark genug für Sturm- und örtlich Orkanböen bleibt es trotzdem.
Zum Vergleich: Der Kerndruck von rund 970 Hektopascal entspricht etwa dem von Orkan „Herwart“, der im Oktober 2017 über Deutschland zog. Anders als damals soll das aktuelle Tief aber nicht direkt über das Land ziehen.
So ordnen Meteorologen die Windstärken ein:
| Bezeichnung | Windstärke (Beaufort) | Geschwindigkeit |
|—|—|—|
| Stürmische Böen | 8 | 62 bis 74 km/h |
| Sturmböen | 9 | 75 bis 88 km/h |
| Schwere Sturmböen | 10 | 89 bis 102 km/h |
| Orkanartige Böen | 11 | 103 bis 117 km/h |
| Orkanböen | 12 | ab 118 km/h |