Mitten in der Nacht schlagen auf einem Firmengelände plötzlich meterhohe Flammen in den Himmel: Mindestens zehn Lastwagen und Transporter brennen. Die Polizei geht von Brandstiftung aus – und ein brisantes Detail rückt das Unternehmen dahinter in den Fokus.
Rund 50 Feuerwehrleute kämpften stundenlang gegen das Feuer. Wer hinter der Tat steckt und warum ausgerechnet dieses Gelände getroffen wurde, ist noch offen. Was bislang bekannt ist.
Notruf um 1.45 Uhr

In der Nacht zu Donnerstag (22. Oktober) sind auf dem Gelände eines Nutzfahrzeug-Unternehmens mindestens zehn Fahrzeuge in Flammen aufgegangen. Die Ermittler gehen von einem gezielten Anschlag aus.
Der Alarm ging mitten in der Nacht ein. Eine Polizeisprecherin sagte gegenüber BILD:
> „Der Notruf ging gegen 1.45 Uhr ein. Derzeit ermitteln unsere Kollegen vor Ort.“
> – Polizeisprecherin gegenüber BILD
Als die Einsatzkräfte eintrafen, standen bereits mehrere Lastwagen und Transporter in Flammen.
Feuer an drei Stellen gleichzeitig

Nach ersten Informationen wurden die Fahrzeuge an drei verschiedenen Stellen auf dem Betriebsgelände angezündet. Das spricht gegen einen Unfall oder einen technischen Defekt. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung.
Die Feuerwehr rückte mit zahlreichen Einsatzfahrzeugen an. Erst gegen Morgen war der Einsatz vorbei.
| Der Einsatz im Überblick | |
|—|—|
| Notruf | gegen 1.45 Uhr |
| Brandherde | 3 Stellen auf dem Gelände |
| Betroffene Fahrzeuge | mindestens 10 Lkw und Transporter |
| Einsatzkräfte | rund 50 Feuerwehrleute |
| Einsatzende | gegen 5 Uhr |
Getroffen: ein bekannter Lkw-Hersteller

Bei dem Gelände handelt es sich um einen Standort des Nutzfahrzeugherstellers MAN. Der Betrieb ist laut BILD ein Service- und Verkaufsstandort für Nutzfahrzeuge mit angeschlossener Werkstatt.
Wichtig: Rüstungsgüter werden an diesem Standort nicht produziert. Hier werden Lastwagen und Transporter verkauft und gewartet.
Die Verbindung zur Rüstungsindustrie

Der Mutterkonzern MAN ist allerdings über ein Gemeinschaftsunternehmen am Geschäft mit Militärfahrzeugen beteiligt: Rheinmetall MAN Military Vehicles (RMMV).
– Gegründet wurde RMMV im Jahr 2010.
– Rheinmetall hält 51 Prozent, MAN Truck & Bus 49 Prozent.
– Der Firmensitz liegt in München.
– Das Unternehmen stellt vor allem militärische und geschützte Lastwagen her.
Ob die Verbindung zur Rüstungsbranche bei der Tat eine Rolle gespielt hat, ist nicht bekannt. Ob ein politisches Motiv vorliegt, ist bislang ebenfalls offen.
Tatort mitten in der Stadt

Der Brandanschlag ereignete sich in Leipzig. Das MAN-Gelände liegt an der Paunsdorfer Straße im Osten der Stadt, im Stadtteil Sellerhausen-Stünz.
Vieles ist noch unklar:
– Wer die Fahrzeuge angezündet hat, ist nicht bekannt.
– Ob ein politisches Motiv dahintersteckt, wird geprüft.
– Wie hoch der Schaden ist, steht laut Antenne Sachsen noch nicht fest.
Die Polizei ermittelt weiter.
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