Krasse Wettertage stehen vor der Tür: Statt knackigem Frost zieht feuchte Atlantikluft auf – und bringt literweise Wasser aus den Wolken.
Wenn das Hoch weicht

Die frostige Ruhe, die dir zuletzt noch roten Wangen verpasst hat, geht flöten. Hinter den Kulissen schiebt sich ein Paket Tiefdruckgebiete heran, das es in sich hat. Dabei wird die kühle Festlandsluft einfach an den Rand gedrängt und durch deutlich mildere Strömungen ersetzt.
Gleichzeitig steigt die Luftfeuchtigkeit rapide an. Das Resultat: Eine regelrechte Regen-Maschine, die schon bald auf Touren kommt. Bleib dran – gleich erfährst du, warum Meteorologen jetzt besonders nervös werden.
Lass uns einen Blick aufs Herzstück dieses Wetterwechsels werfen …
Warme Schübe, volle Wolken

Mit jedem neuen Tief strömt ein Schwung vorfrühlingshaft milder Luft herein. In den Niederungen kann das Thermometer plötzlich zweistellige Werte anzeigen – verlockend, aber trügerisch. Denn die warme Luft nimmt extrem viel Feuchtigkeit auf und entlädt sie wieder, sobald sie über höhere Lagen steigt.
Innerhalb weniger Stunden türmen sich mächtige Wolkenberge; die Regenraten schnellen nach oben. Meteorologen sprechen schon von bis zu 100 Litern pro Quadratmeter im Gesamtpaket. Klingt happig? Abwarten – gleich kommt’s noch dicker.
Doch wieso macht gerade diese Regenmenge jetzt so viel Sorgen? Weiter geht’s …
Wenn Schnee zum Zusatzproblem wird

Die milde Welle trifft auf Regionen, in denen noch Reste der jüngsten Kälteperiode liegen. Schnee in den Bergen? Noch reichlich vorhanden. Taut er zusammen mit Starkregen ab, fließt zusätzliches Wasser in die Täler.
Dieser „doppelte Schub“ lässt Bäche anschwellen und Kanäle an ihre Grenzen kommen. Wer in tiefer liegenden Orten wohnt, sollte die nächsten Tage besonders aufmerksam sein – das sagen unabhängige Wetterdienste unisono.
Doch wann genau startet das große Nass? Wir schauen aufs Zeitfenster …
72 Stunden Höchstspannung

Der eigentliche Regen-Showdown beginnt zur Wochenmitte: Zwischen Mittwochmorgen und Freitagabend rechnet der Deutsche Wetterdienst mit einer echten Dauerregen-Lage. Die Modelle schwanken zwar leicht, aber alle zeigen das gleiche Muster: drei komplett durchfeuchtete Tage.
In dieser Phase können sich die Pegelstände laufend ändern. Kleine Nebenflüsse reagieren besonders schnell – hier kann es überraschend lokal zu Überschwemmungen kommen. Sorge dich noch nicht um Details; sie folgen gleich.
Wo genau kracht das Wasser runter? Jetzt lüften wir das Geheimnis …
Schwarzwald wird zur „Badewanne“

Am meisten trifft es den Südwesten: Vom Oberrhein bis hoch in den Schwarzwald addieren sich die Niederschläge laut Prognose auf rund 100 Liter je Quadratmeter. Weil dort gleichzeitig Tauwasser von den Hängen strömt, droht leichtes Hochwasser.
Auch in Teilen von Rheinland-Pfalz, dem Saarland sowie Richtung Stuttgart, Nürnberg und München summieren sich bis Donnerstagabend um die 60 Liter. Im Osten und Nordosten dagegen bleibt es deutlich trockener und kälter – dort kommt man stellenweise kaum über den Gefrierpunkt.
Und wie endet dieses Wetter-Drama? Ein letzter Blick nach vorn …
Kurze Ruhe, dann winterliches Comeback

Schon zum Wochenende dreht die Strömung erneut, die Temperaturen gehen zurück. In den höher gelegenen Regionen werden die Regentropfen dann wieder zu Flocken, nachts sind außerdem glatte Straßen möglich.
Das bedeutet: Erst Wasser, dann möglicherweise Eis – ein doppeltes Risiko. Halte also Regenjacke und Winterreifen griffbereit, die Wetterbühne bleibt spannend.