Der Discount-Schock trifft Deutschland mitten im goldenen Herbst: Pepco, noch vor wenigen Monaten als großer Hoffnungsträger im Non-Food-Segment gefeiert, macht Ernst – 28 Filialen sind zum Ausverkauf verurteilt, hunderte Beschäftigte bangen, und die Schnäppchen-Fans fragen sich: „Welche meiner Lieblingsfilialen trifft es als Nächstes?“
Der Paukenschlag am frühen Morgen

Noch vor Ladenöffnung sickerten erste Gerüchte durch die Belegschafts-Chats: Pepco werde fast jede zweite deutsche Filiale dichtmachen. Die Nachricht verbreitete sich in Windeseile, WhatsApp-Gruppen explodierten, und an manchen Standorten herrschte gespenstische Stille, statt des üblichen Kisten-Rückens.
Parallel dazu rutschte die Stimmung an den Börsen: Händler erinnerten sich an ähnliche Pleiten in der Branche – diesmal aber ging es um einen Newcomer, der eigentlich 2.000 Shops versprochen hatte.
Weiter geht’s mit der Frage, warum plötzlich das Geld fehlte.
Die Insolvenz hinter den Kulissen

Offiziell heißt es, die Insolvenz unter dem Schutzschirm solle „Optimierungspotenziale“ heben. Übersetzt bedeutet das: Die 2022 gestartete Deutschland-Expansion hat sich als zu teuer erwiesen, während steigende Transport- und Energiekosten jede Kalkulation zerfressen.
Insider berichten von Fehleinschätzungen beim Sortiment und zu großen Ladenflächen in B-Lagen. Schon im Juli rollten Restrukturierer an – doch dass es so hart kommen würde, glaubte damals kaum jemand.
Doch welche Filialen erwischt es wirklich? Das klärt die nächste Slide.
28 Filialen vor dem Aus – wo es besonders wehtut

Klar ist: Bis Ende Januar 2026 sollen exakt 28 Standorte schließen. Betroffen sind vor allem teure Center-Mieten in Großstädten und einige ländliche Pilotmärkte, die nie richtig zündeten.
Noch hält Pepco die komplette Streichliste unter Verschluss, doch interne Papiere nennen bereits Knotenpunkte entlang der A2 und mehrere City-Malls in Nordrhein-Westfalen und Sachsen.
Im nächsten Abschnitt geht es um die Menschen hinter den Zahlen.
Jobs auf der Kippe – 165 Schicksale

Rund 165 Mitarbeitende erhalten in den kommenden Tagen die Kündigung. Betriebsräte sprechen von „Schockstarre“, zumal viele erst vor kurzem aus dem Mode- oder Spielzeughandel zu Pepco gewechselt waren und hofften, hier sicherer zu sein.
Ein Hoffnungsschimmer: Für Teile der Belegschaft laufen Gespräche über Wechsel in weiterlaufende Filialen – aber nicht jeder kann oder will 100 Kilometer pendeln.
Warum Kunden beim Abschied trotzdem noch einmal Schlange stehen, lesen wir gleich.
Räumungsverkauf als letzte Party

Wie es die Branche kennt, wird der Abschied zum Schnäppchen-Feuerwerk: Kinderkleidung, Heimdeko und Spielzeug gehen teils unter Einkaufspreis raus. Marketing nennt das „Farewell-Deals“, Beschäftigte sprechen von bittersüßer Ironie.
Viele Stammkunden nutzen die letzten Wochen, um ihre Bonuspunkte rauszuhauen – „solange das Kassensystem noch funktioniert“, wie eine Kassiererin lakonisch meint.
Doch welches Schicksal erwartet Ihre Heimatfiliale? Die Auflösung folgt jetzt.
Diese Städte verlieren ihre Pepco-Filiale

So viel ist inzwischen bestätigt: In Berlin schließt der Store an der Turmstraße, Leipzig verliert den Shop im Paunsdorf Center, und im niederrheinischen Kamp-Lintfort steht das erst 2023 eröffnete Geschäft vor dem Aus. Dazu kommen Filialen in Chemnitz, Kassel, Münster, Erfurt, Hagen und Ulm – alle laut internen Listen „wirtschaftlich nicht tragfähig“.
Weitere 19 Standorte werden in den kommenden Wochen offiziell benannt; Pepco spricht von „laufenden Gesprächen mit Vermietern“. Fest steht: Ab dem 1. Februar 2026 wird es in Deutschland nur noch 36 Pepco-Filialen geben – wer dann noch ein blau-gelbes Logo sieht, kann sich glücklich schätzen.
Damit endet unser Blick hinter die Kulissen – doch das Kapitel Filial-Kahlschlag im deutschen Einzelhandel ist noch lange nicht abgeschlossen.