Eine frische Warnung der Verbraucherschützer sorgt bei Eltern für Unruhe – doch noch ist unklar, welche beliebten Kinderausstattungen betroffen sind. Klar ist nur: Zwei aktuelle Modelle sind bei den jüngsten Crashtests der Prüfer dramatisch durchgefallen. Warum das Urteil so hart ausfällt und wer jetzt handeln muss, zeigt sich Schritt für Schritt.
Alarmierende Testergebnisse
Die noch unveröffentlichten Herbst-Crashreihen von Stiftung Warentest und ihren europäischen Partnerclubs haben diesmal ein unerwartet düsteres Ergebnis geliefert. Statt kleiner Abzüge für Komfort oder Handhabung verzeichneten die Prüfer gleich zwei gravierende Sicherheitsdefizite, wie Insider bereits vor der offiziellen Publikation bestätigten.
Besonders brisant: Beide Sitze gehörten bislang zu den Verkaufsschlagern ihrer Klassen. Beim Frontalaufprall versagten jedoch zentrale Rückhaltesysteme – ein Szenario, das im Ernstfall lebensgefährlich wäre. Das Prüfteam stoppte daher die Versuchsserie und schlug Alarm.
Was die Untersuchungen ans Licht brachten

Nach ersten Informationen öffnete sich bei einem der beanstandeten Modelle das Gurtschloss, sobald der Sitz in einer speziellen Komfortposition arretiert war. Im Dummy-Test flog das Kindersitz-Modell samt Puppe nahezu ungebremst nach vorn – ein Bild, das den Fachleuten noch in den Knochen steckt.
Der zweite Sitz zeigte kaum weniger dramatische Schwächen: Eine offenbar zu flexible Sitzschale ließ die Kräfte des Aufpralls unkontrolliert durch, sodass Kopf und Wirbelsäule der Testpuppe extremen Belastungen ausgesetzt waren. Die Schockbilder kursieren seit Tagen in den Laborfluren und heizen die Gerüchteküche an.
Konsequenzen für Handel und Verbraucher

Noch bevor die offizielle Testtabelle erscheint, reagierten erste Handelsketten mit vorsorglichen Verkaufsstopps. Interne Dokumente weisen darauf hin, dass betroffene Lagerbestände bereits separiert werden. Kundenanfragen häufen sich – doch ohne konkrete Modellnamen bleibt die Verunsicherung groß.
Auch der Gesetzgeber schaut genau hin: Das Bundesverkehrsministerium prüft, ob ein behördlich angeordneter Rückruf notwendig wird. Die Hersteller dagegen sprechen von Einzelfällen und betonen, man wolle „vollumfänglich kooperieren“.
Die beiden betroffenen Modelle im Detail

Jetzt wird es konkret: Laut exklusiven Informationen handelt es sich bei den Problemsitzen um die Babyschale Britax Römer Baby-Safe Pro in Kombination mit der Vario Base 5Z sowie um den Reboarder Axkid Minikid Core. Beide Produkte lagen in ihrer jeweiligen Kategorie bisher weit vorn in den Verkaufsstatistiken.
Bei der Britax-Schale löste sich im Schlafmodus beim Crash das Schloss, sodass der Dummy aus der Schale geschleudert wurde. Beim Axkid-Modell hingegen gab die Sitzschale selbst nach; Kopf und Brust maßen Beschleunigungen weit jenseits der zulässigen Grenzwerte. Beide Firmen kündigten umgehend freiwillige Rückrufe an.
Was Eltern jetzt tun sollten

Eltern, die einen der genannten Sitze nutzen, sollten zunächst Ruhe bewahren und den Sitz keinesfalls weiterverkaufen. Beide Hersteller haben Hotlines und Austauschprogramme gestartet; dort lässt sich anhand der Seriennummer klären, ob der eigene Sitz betroffen ist.
Bis ein Ersatz eintrifft, raten die Prüfer, die Kinder möglichst in einem anderen, geprüften Sitz befördern zu lassen. Wer keine Alternative hat, kann in Absprache mit dem Hersteller kurzfristige Übergangslösungen erhalten. Sicher ist: Der finale Testbericht wird in wenigen Tagen erscheinen – dann wird sich zeigen, ob noch weitere Modelle nachbessern müssen.