Frankfurt bricht Schock-Rekord: Teenager vor Gericht wegen Mordversuchs mit E-Scooter gegen Polizisten

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Fünfzehn Sekunden – länger brauchte es nicht, um aus einer Silvester­randale einen mutmaßlichen Mordversuch auf Polizeibeamte zu machen. Die spektakuläre Attacke mit einem 30-Kilo-E-Scooter beschäftigt seit dem 3. November das Landgericht Frankfurt – und heute, am 11. November 2025, liefern erstmals die verletzten Polizisten ihre dramatische Sicht der Dinge.

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Die verhängnisvolle Silvesternacht

Image: AI
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Im Frankfurter Nordwestzentrum herrschte in der Nacht zum 1. Januar 2025 Chaos: Müllcontainer brannten, Böller explodierten, Jugendliche zogen lärmend durch die Beton­schluchten. Gegen 22.40 Uhr raste ein Van des 14. Polizei­reviers unter die Fußgänger­brücke – genau in dem Moment, als ein E-Scooter von oben auf das Dach krachte und die Front­scheibe splitterte.

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Zwei Beamte erlitten Schnittwunden und ein Schleuder­trauma, Einsatzfahrzeuge stoppten, Verstärkung eilte herbei. Doch die Täter flohen in alle Richtungen.

Wie Ermittler die Spur der Flucht nachverfolgen konnten, zeigt die nächste Folie.

Fahndung im digitalen Zeitalter

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Überwachungskameras, Handydaten und Zeugen­aufrufe formten das Puzzle: Innerhalb von acht Wochen identifizierten Kripo-Beamte drei Verdächtige im Alter von 16, 18 und 19 Jahren. Entscheidend war ein Selfie, das den damals 16-Jährigen wenige Minuten vor der Tat mit dem später geworfenen Scooter zeigte.

Nach verdeckter Observation schlugen Spezialkräfte am 27. Februar zu. Seither sitzen Marcelo K. (17) und Aycan B. (19) in Untersuchungshaft, ein dritter Beteiligter ist wegen Beihilfe angeklagt.

Doch auf welcher rechtlichen Grundlage spricht die Staats­anwaltschaft von „heimtückischem Mordversuch“? Weiter geht’s.

Die Anklage: Heimtücke und politisches Signal

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Die Staatsanwaltschaft wirft den Teenagern vor, den Tod der Beamten „billigend in Kauf genommen“ zu haben, als sie den Scooter zielgenau abwarfen. Das 30-Kilo-Geschoss zertrümmerte Windschutzscheibe und Dach, Schaden: 13 000 Euro.

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Weil es sich um Polizisten im Einsatz handelte, greift ein besonders geschütztes Rechtsgut – versuchter Mord an Vollstreckungs­beamten. Ein Schuldspruch könnte bis zu 15 Jahre Jugend­strafe bedeuten.

Doch der Scooter war nicht das einzige Wurfgeschoss in dieser Nacht, wie das nächste Slide zeigt.

Böller, Flaschen und ein Molotow-Cocktail

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Laut Anklage war die Aktion koordiniert: Mit Böllern und Glas­flaschen wurde das Streifen­fahrzeug eingekesselt, bevor der Scooter fiel. Aycan B. soll zudem einen Molotow-Cocktail vorbereitet haben – ein weiterer Punkt auf der Anklagebank (Verstoß gegen das Waffen­gesetz).

Ein drittes Gang-Mitglied habe einen leeren Flaschen­körper gereicht; für ihn fordert die Staatsanwaltschaft wegen tätlichen Angriffs auf Polizisten bis zu drei Jahre.

Warum spielt das Nordwestzentrum immer wieder eine Rolle bei Gewalttaten? Die nächste Folie liefert den Kontext.

Brennpunkt Nordweststadt – ein Viertel unter Druck

Image: AI
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Graue Hochhaus­riegel, hoher Jugend­arbeitslosigkeit, wenige Freizeit­angebote: Die Nordwest­stadt gilt seit Jahren als Problem­viertel. Erst vor zehn Tagen sorgten Knall­geräusche im Shopping-Center für eine Panik mit neun Verletzten.

Die Stadt reagiert nun mit zusätzlichen Sicherheits­patrouillen, Sozial­arbeitern und einer Sperr­stunde für E-Scooter-Leihsysteme nach 22 Uhr. Anwohner fordern härteres Durchgreifen, während Jugendhelfer vor Stigmatisierung warnen.

Im nächsten Slide wird es persönlich – die verletzten Beamten berichten heute vor Gericht, wie nahe sie dem Tod kamen.

„Ich dachte, das war’s“ – die Beamten sagen aus

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Erstmals schilderten die beiden Streifenbeamten heute, wie sie splitterndes Glas ins Gesicht bekam und der Van ins Schleudern geriet. Einer musste sich im Gerichtssaal mehrmals sammeln, als er erklärte: „Noch zehn Zentimeter tiefer, und wir wären nicht hier.“

Die Angeklagten schwiegen erneut. Der Vorsitzende setzte sechs weitere Termine bis Februar 2026 an, Gutachter sollen die Wucht des Aufpralls nachstellen. Ein Urteil wird frühestens im Frühjahr erwartet.

Wie der Prozess weitergeht und welche Rolle neue Video­analysen spielen könnten, erfahren Sie in unseren kommenden Updates – wir bleiben dran.

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