Ein Pariser Schwurgericht erlebt gerade einen der erschütterndsten Prozesse der letzten Jahre: Eine 27-jährige Algerierin hat gestanden, die zwölfjährige Lola erst vergewaltigt, dann mit Klebeband erstickt und ihre Leiche in einem Koffer versteckt zu haben. Der Fall elektrisiert ganz Frankreich – und wir begleiten jede Wendung.
Die ersten Worte im Gerichtssaal

„Ich weiß, ich habe einen Engel getötet.“ Mit diesem Satz leitete die Angeklagte ihre Aussage ein und brachte selbst hartgesottene Prozessbeobachter aus der Fassung. Die Atmosphäre im Saal schwankte zwischen eisiger Stille und hörbarem Entsetzen, während die Geschworenen versuchten, ihre Fassung zu bewahren.
Lolas Eltern saßen nur wenige Meter entfernt, regungslos, aber im Blick war der geballte Schmerz sichtbar. Dass die Täterin überhaupt sprach, kam unerwartet – bisher hatte sie alle Fragen verweigert.
Weiter geht es mit der Frage, wer diese Frau eigentlich ist …
Wer ist die Angeklagte Dahbia B.?

Dahbia B. wuchs in Algerien auf, kam mit einem Studentenvisum nach Frankreich und schlug sich später als Straßenprostituierte durch. Freunde beschreiben sie als „verlorene Seele“, die sich mit Psychopharmaka über Wasser hielt.
Zum Tatzeitpunkt war ihr Visum längst abgelaufen, eine offizielle Ausweisungsverfügung ignorierte sie. Das Versagen der Behörden ist inzwischen ein politisches Thema – doch zuerst muss das Gericht ihr Leben Stück für Stück entwirren.
Schauen wir auf das unschuldige Opfer, das ihr Schicksal kreuzte …
Das Opfer Lola und die letzte Begegnung
Lola, zwölf Jahre alt, wohnte mit ihren Eltern im selben Haus wie die Angeklagte. Ihr letzter Schultag endete unauffällig, bis Dahbia B. sie im Treppenhaus ansprach und in die Wohnung ihrer Schwester lockte. Dort verlor sich jede Spur.
Stunden später alarmierten die Eltern die Polizei, weil Lola nicht nach Hause kam. Sie ahnten nicht, dass ihr Kind da bereits unter Klebeband nach Luft ringte.
Doch was passierte in dieser Wohnung tatsächlich? …
Die grausame Tatnacht im Detail

Im Prozess schilderte die Täterin, sie habe nach drei Tabletten Lyrica „die Kontrolle verloren“. Sie zwang Lola, sich auszuziehen, vergewaltigte das Mädchen mit einem fremden Gegenstand und stach mehrfach mit Schere und Messer zu. Anschließend versiegelte sie Mund und Nase mit Klebeband, bis Lola erstickte.
Noch grausamer: Sie schrieb die Ziffern 1 und 0 mit Nagellack auf Lolas Füße und verstaut die Leiche in einem Plastikkoffer. Stundenlang schleppte sie den Koffer durch Paris – und setzte sich sogar in ein Café, als wäre nichts geschehen.
Aber warum tat sie das? Ein verstörendes Motiv zeichnet sich ab …
Das rätselhafte Motiv – Hexerei und Angst vor Dämonen?

Ermittler fanden im Browser-Verlauf der Angeklagten Suchanfragen zu Hexerei und Exorzismus. Im Verhör behauptete sie, Lola habe für sie wie ein „Geist“ gewirkt, sie habe sich bedroht gefühlt und „den Teufel gesehen“. Psychiater sprechen von einer schweren Persönlichkeitsstörung, doch ob Wahn oder Kalkül – die Grausamkeit bleibt.
Politiker nutzen den Fall, um strengere Abschieberegeln zu fordern, während Psychologen auf die gefährliche Melange aus Drogen, Obdachlosigkeit und Wahnvorstellungen hinweisen.
Damit rückt der Showdown näher: das Urteil …
Was das Urteil bedeutet – und warum Frankreich den Atem anhält

Die Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung. Sollte das Gericht dem folgen, könnte Dahbia B. frühestens nach 30 Jahren auf Bewährung hoffen – ein seltener, besonders harter Strafrahmen in Frankreich.
Für Lolas Familie ist selbst das härteste Urteil nur schwacher Trost, doch der Schuldspruch könnte ein politisches Erdbeben auslösen: Schon jetzt stellt Paris seine Abschiebepraxis auf den Prüfstand. Am morgigen Freitag wollen die Geschworenen ihr Verdikt verkünden – ganz Frankreich wartet, ob der „Fall Lola“ endgültig abgeschlossen wird oder neue Debatten entfacht.
Bleiben Sie dran: Das Urteil könnte alles verändern.