Ein Feuer-Drama erschüttert – und die bange Frage nach den Vermissten steht zunächst wie eine dunkle Wolke über allem.
Ein Inferno mit fatalen Folgen

Ein verheerender Großbrand hat in der Nacht zum Freitag in Thusis im Schweizer Kanton Graubünden ein mehrstöckiges Gebäude schwer zerstört. Aus den Fenstern schlugen Flammen, dichter Rauch zog über den Ort. In dem Haus befanden sich ein Restaurant und mehrere Wohnungen – sie brannten vollständig aus.
Nach ersten Angaben wurden acht Menschen verletzt, zwei von ihnen schwer. Besonders dramatisch: Fünf Personen gelten weiterhin als vermisst.
Die Brandmeldung ging nach Angaben der Kantonspolizei Graubünden kurz nach Mitternacht ein. Für die Einsatzkräfte begann damit ein schwieriger Großeinsatz.
Nach ersten Erkenntnissen brach das Feuer im zweiten Stock des Gebäudes aus. Innerhalb kurzer Zeit breiteten sich die Flammen offenbar auf weitere Bereiche aus.
Die Löscharbeiten wurden zusätzlich durch einen Einsturz erschwert.
Treppenhaus stürzt ein

Das Feuer richtete im Gebäude schwere Schäden an. Besonders gefährlich wurde die Situation für die Feuerwehr, als das Treppenhaus einstürzte.
Damit war ein wichtiger Zugang zum Inneren des Hauses nicht mehr nutzbar. Die Einsatzkräfte mussten deshalb einen ungewöhnlichen Weg wählen, um die Flammen weiter bekämpfen zu können.
Mithilfe eines Krans wurde das Dach des Gebäudes geöffnet. Von dort aus konnten die Feuerwehrleute gegen den Brand vorgehen.
Währenddessen kämpften zahlreiche Einsatzkräfte darum, weitere Menschen aus dem Gebäude zu retten.
Für die Bewohner dürfte es eine dramatische Nacht gewesen sein. Angesichts des Feuers und des starken Rauchs musste schnell gehandelt werden.
Insgesamt gelang es den Rettungskräften, 14 Menschen aus dem brennenden Gebäude zu bringen.
Doch nicht alle kamen unverletzt davon.
Acht Verletzte, fünf Menschen vermisst

Von den 14 geretteten Personen wurden acht verletzt. Zwei Menschen erlitten dabei schwere Verletzungen und mussten in ein Krankenhaus gebracht werden.
Für die Einsatzkräfte war der Großeinsatz damit jedoch längst nicht beendet.
Denn fünf Menschen werden weiterhin vermisst.
Ob sie sich möglicherweise noch im Gebäude befinden oder sich an einem anderen Ort aufhalten, war zunächst unklar. Die Suche nach den Vermissten stellt die Einsatzkräfte angesichts der massiven Schäden vor eine schwierige Aufgabe.
Das Gebäude wurde durch die Flammen erheblich beschädigt. Hinzu kommt das eingestürzte Treppenhaus, das die Arbeiten zusätzlich erschwert.
Parallel zu den Rettungsmaßnahmen musste die Feuerwehr den Brand weiter unter Kontrolle bringen.
Dabei waren zahlreiche Einsatzkräfte aus der gesamten Region beteiligt.
Fast 100 Feuerwehrleute im Einsatz

Rund 100 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen. Auch am Freitagmorgen waren die Löscharbeiten noch nicht vollständig beendet.
Die Einsatzkräfte mussten sich dabei nicht nur mit den Flammen auseinandersetzen. Durch die Schäden an der Gebäudestruktur bestand offenbar auch eine besondere Herausforderung bei der weiteren Brandbekämpfung.
Das Öffnen des Daches mithilfe eines Krans war deshalb ein wichtiger Bestandteil des Einsatzes.
Während die Feuerwehr weiterhin gegen das Feuer vorging, kümmerte sich die Gemeinde Thusis um die Menschen, die durch den Brand ihr Zuhause verloren haben.
Für die betroffenen Bewohner wurde eine Unterkunft organisiert. Außerdem stellte die Gemeinde Verpflegung bereit.
Viele Fragen bleiben nach dem verheerenden Brand allerdings noch offen.
Vor allem die Ursache des Feuers ist bislang nicht geklärt.
Ursache des Feuers noch unbekannt

Warum der Brand im zweiten Stock des Gebäudes ausbrach, ist derzeit noch völlig offen.
Die Kantonspolizei Graubünden hat gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen. Die Experten sollen nun herausfinden, wie das Feuer entstanden ist und warum es sich derart schnell ausbreiten konnte.
Auch die genauen Umstände rund um die fünf vermissten Personen müssen geklärt werden.
Nach dem bisherigen Stand konnten sich 14 Menschen aus dem Gebäude retten. Acht von ihnen wurden verletzt, zwei davon schwer.
Für die Feuerwehr steht zunächst weiterhin die Brandbekämpfung und die Suche nach möglichen Vermissten im Mittelpunkt.
Erst wenn die Einsatzmaßnahmen abgeschlossen sind, dürfte eine umfassendere Untersuchung des Gebäudes möglich sein.
Bis dahin bleibt unklar, welches Ausmaß der Brand letztlich angenommen hat und was ihn ausgelöst haben könnte.
Großeinsatz dauert am Morgen an

Der Großbrand in Thusis hat ein Gebäude mit einem Restaurant und mehreren Wohnungen vollständig zerstört. In der Nacht zum Freitag mussten zahlreiche Menschen vor den Flammen gerettet werden.
14 Personen konnten das Gebäude verlassen, acht wurden verletzt. Zwei Menschen erlitten schwere Verletzungen. Fünf weitere Personen gelten weiterhin als vermisst.
Fast 100 Feuerwehrleute aus der Region waren im Einsatz. Wegen des eingestürzten Treppenhauses mussten die Einsatzkräfte besonders vorsichtig vorgehen. Um das Feuer aus einer anderen Richtung bekämpfen zu können, wurde das Dach des Hauses mit einem Kran geöffnet.
Auch am Freitagmorgen dauerten die Löscharbeiten noch an.
Unterdessen versucht die Gemeinde, den betroffenen Bewohnern zu helfen und ihnen eine Unterkunft sowie Verpflegung zur Verfügung zu stellen.
Die entscheidenden Fragen sind jedoch noch unbeantwortet: Was hat das Feuer ausgelöst? Und was ist mit den fünf vermissten Menschen passiert?
Die Kantonspolizei Graubünden und die Staatsanwaltschaft ermitteln zur Brandursache. Erst die weiteren Untersuchungen dürften zeigen, wie es zu der verheerenden Brandnacht in Thusis kommen konnte.