Drei Tote, ein Unfall voller Rätsel – und nun endlich Gewissheit über das letzte Opfer.
Die Stille am Mittellandkanal wird jäh zerrissen

Es ist Samstagnachmittag, als Passanten nahe Braunschweig plötzlich Sirenen hören und Blaulicht über die Brücke huscht. Sekunden später durchschlägt ein dunkler BMW das Geländer, kippt in die Tiefe und verschwindet in den trüben Fluten des Mittellandkanals.
Noch ahnt niemand, dass dieses Bild zum Symbol eines dramatischen Fluchtversuchs werden wird. Zwei Leben enden sofort, ein drittes bleibt vorerst namenlos.
Lassen Sie uns einen Blick auf die verhängnisvollen Minuten vor dem Absturz werfen …
Riskante Flucht vor der Kontrolle

Alles beginnt auf der A2: Polizeibeamte wollen das Auto stoppen, doch der Fahrer beschleunigt und wechselt rasch auf die B4. Zeugen berichten von halsbrecherischen Überholmanövern, von Berührungen mit anderen Fahrzeugen – ein Tanz auf Messers Schneide.
Ein Frontalzusammenstoß mit einem entgegenkommenden Wagen schleudert den BMW über die Leitplanke. Zwei Insassen des Unfallgegners überleben schwer verletzt, im BMW jedoch gibt es kein Entrinnen.
Wie schwierig die Rettung wurde, erfahren wir im nächsten Abschnitt …
Taucher kämpfen gegen Strömung und Zeit

Die Feuerwehr rückt mit Spezialschiffen an, Taucher ertasten sich im trüben Wasser Zentimeter für Zentimeter vor. Minuten dehnen sich zu Ewigkeiten, als die Karosse endlich ans Ufer gehievt wird.
Innerhalb weniger Stunden können ein 25-jähriger und ein 31-jähriger Kroate identifiziert werden. Vom dritten Toten fehlt jede Spur der amtlichen Gewissheit – und genau das heizt Spekulationen an.
Wer ist der unbekannte Dritte? Die Ermittler ziehen alle Register …
Spurensuche zwischen Papieren und DNA

Kriminaltechniker sichern Fingerabdrücke, werten Überwachungskameras aus und schicken Proben ins Labor. Parallel prüfen Beamte Hinweise auf Autodiebstahl und Schleusung, denn das Fluchtverhalten wirkt vorbereitet.
Doch Tage vergehen ohne eindeutiges Ergebnis. Ein Phantom sitzt auf dem Fahrersitz des Unglücksautos – bis heute Morgen.
Jetzt kommt die Nachricht, auf die alle warten …
Identität enthüllt: Fahrer war ein 34-jähriger Serbe

Am 27. Oktober bestätigen Polizei und Staatsanwaltschaft die Ergebnisse der DNA-Analyse: Beim dritten Opfer handelt es sich um einen 34-jährigen serbischen Staatsbürger, mutmaßlich der Fahrer. Damit ist klar, dass die tödliche Flucht wohl von ihm ausging.
Die Ermittler prüfen nun, warum er sich der Kontrolle entzog: offene Haftbefehle, Schmuggel oder reine Panik? Antworten könnten Autopsie und Gutachten liefern – noch liegen sie nicht vor.
Doch welche Konsequenzen hat das Drama für die Überlebenden und mögliche Helfer?
Offene Fragen und ein lange Schatten

Die schwer verletzte 47-jährige Hamburgerin ringt weiter auf der Intensivstation um ihre Gesundheit, ihr Beifahrer bleibt in Lebensgefahr. Gegen den inzwischen identifizierten Serben laufen posthum Verfahren – sie sollen klären, ob Fremdverschulden oder technische Defekte eine Rolle spielten.
Bis alle Gutachten vorliegen, schweben Schulddiskussionen und Trauer gleichermaßen über der Region. Die Polizei bittet Zeugen, sich zu melden – denn jedes Detail könnte helfen, das Puzzle völlig zu schließen.
Wir bleiben dran und berichten, sobald es neue Entwicklungen gibt.