Traurige Nachricht zum Wochenstart: Ein berühmter Prominenter ist am Montagmorgen gestorben. Monatelang hatte er gegen eine schwere Krankheit gekämpft – und dabei eine Welle der Solidarität erlebt. Nun trauern Weggefährten und Fans um einen Mann, der Geschichte geschrieben hat.
Traurige Gewissheit am Montagmorgen

Ein bekannter Prominenter ist tot. Er starb am Morgen des 26. Oktober 2026 nach langer, schwerer Krankheit. Sein früherer Verein machte die traurige Nachricht noch am selben Tag öffentlich.
Laut der Mitteilung hat das enge Umfeld des Verstorbenen den Tod bestätigt. Der Verein zeigte sich „tief bewegt“ und sprach der Familie und den Freunden sein Mitgefühl aus.
Erst im Februar war bekannt geworden, wie schlecht es um ihn steht. Viele Menschen hatten ihm seither Mut gemacht – und gehofft, dass er den Kampf gewinnt.
Er schrieb ein Stück Fußball-Geschichte

Bei dem Verstorbenen handelt es sich um Heiko Weber, eine Legende des ostdeutschen Fußballs. Fans kannten ihn liebevoll als „Benno“ – so lautet auch sein zweiter Vorname.
Weber hat einen ganz besonderen Platz in den Geschichtsbüchern: Er erzielte das letzte Tor in der Geschichte der DDR-Oberliga. Am 25. Mai 1991, am letzten Spieltag der letzten Oberliga-Saison, traf er kurz vor Schluss zum 2:0-Auswärtssieg seiner Mannschaft. Der Erfolg brachte seinem Team laut Vereinsangaben den Sprung in die 2. Bundesliga.
Wofür Weber steht:
– Spieler: zehn Jahre bei seinem Herzensverein, laut Klub mehr als 300 Spiele in dessen Trikot
– Historisches Tor: der letzte Treffer der DDR-Oberliga überhaupt
– Trainer: zwei Aufstiege in Folge – von der vierten Liga zurück in die 2. Bundesliga
– Ausbilder: später Leiter des Nachwuchsleistungszentrums und Trainer der zweiten Mannschaft
Monatelanger Kampf gegen den Krebs

Heiko Weber wurde nur 61 Jahre alt. Im Dezember 2025 war bei ihm Krebs diagnostiziert worden. Mitte Februar 2026 machte sein früherer Verein die schwere Erkrankung öffentlich. Fans starteten eine Spendenaktion, unter anderem um eine spezielle Schmerztherapie zu finanzieren.
Der Präsident des Vereins, Ralph Grillitsch, fand damals warme Worte:
> „Heiko ist ein außergewöhnlich empathischer Mensch, der unseren Club über zwei Jahrzehnte geprägt hat.“
> – Ralph Grillitsch, Vereinspräsident (Februar 2026)
Wenige Tage später meldete sich Weber selbst mit einer bewegenden Botschaft, die der Verein veröffentlichte. Die Hilfe anzunehmen, fiel ihm schwer:
> „Eigentlich war ich immer die Person, die für andere da war.“
> – Heiko Weber in einer persönlichen Nachricht an die Unterstützer (Februar 2026)
Er dankte seiner Frau und seiner Familie für ihren Rückhalt und kündigte an, weiterzukämpfen. Am Ende hat er diesen Kampf verloren.
Vom Torjäger zum Aufstiegstrainer

Geboren wurde Heiko Weber am 26. Juni 1965 in Thale (Sachsen-Anhalt). Sein großer Verein aber war der FC Carl Zeiss Jena: Von 1988 bis 1998 spielte er für die Thüringer, danach folgte eine Station bei Preußen Münster.
Das letzte Tor der DDR-Oberliga erzielte er am 25. Mai 1991 beim 2:0-Sieg in Cottbus. Als Trainer führte er Jena 2005 in die Regionalliga und 2006 zurück in die 2. Bundesliga.
| | |
|—|—|
| Name | Heiko „Benno“ Weber |
| Geboren | 26. Juni 1965 in Thale |
| Gestorben | 26. Oktober 2026 |
| Alter | 61 Jahre |
| Stationen als Spieler | BSG Stahl Thale, FC Carl Zeiss Jena (1988–1998), Preußen Münster |
| Bilanz in der 2. Bundesliga | 148 Spiele, 36 Tore für Jena |
| Stationen als Trainer | u. a. FC Carl Zeiss Jena (2004–2007 und 2011), Energie Cottbus II, SSV Markranstädt, ZFC Meuselwitz |
| Weitere Ämter | Teammanager in Aue, Sportdirektor in Jena (2009–2010), Leiter des Jenaer Nachwuchsleistungszentrums (ab 2020) |
Trauer in Jena

In Jena ist die Trauer groß. Der FC Carl Zeiss Jena würdigte Weber in einem Nachruf als prägende Figur des Vereins – als Spieler, Trainer und Ausbilder. Sein Vermächtnis, so der Klub, „bleibt unvergessen“. Unterzeichnet ist die Mitteilung von Aufsichtsrat, Präsidium, Ehrenrat, Trainern, Mitarbeitern und Mannschaften.
Wie sehr die Fans ihn schätzten, hatten sie schon 2007 gezeigt: Nach seiner Freistellung als Cheftrainer bedankten sie sich mit einem großen „Danke Heiko“-Banner. Auch in seinen letzten Monaten standen sie an seiner Seite – mit Spenden, Grüßen und Botschaften, über die die Jenaer Nachrichten berichteten.
Ein Datum mit besonderer Bedeutung

Sein Todestag hat für Jena-Fans eine bittere Symbolik: Nach Angaben des Vereins erzielte Weber am 26. Oktober 1988 gegen Sampdoria Genua das letzte Europapokal-Heimtor im Ernst-Abbe-Sportfeld. Er starb auf den Tag genau 38 Jahre später.
Mit Heiko Weber verliert der ostdeutsche Fußball einen Mann, dessen Name für immer mit dem letzten Kapitel der DDR-Oberliga verbunden bleibt – und der seinem Verein über Jahrzehnte die Treue hielt.