Ein lauer Sommerabend in der kleinen Stadt in Deutschland verwandelt sich binnen Minuten in einen Albtraum – doch noch ahnt niemand, dass der wahre Schock erst bevorsteht.
Suchaktion bis in die Morgendämmerung

Dutzende Helfer, 40 Spürhunde und ein Hubschrauber kreisen in der Nacht über dem Rankbachtal. Schritt für Schritt tasten Polizeikräfte das Wohnviertel ab, in dem ein drei Monate alter Säugling aus einem abgestellten Kinderwagen verschwunden sein soll. Anwohner berichten von Sirenen, grellem Suchscheinwerferlicht und der beklemmenden Stille, die immer dann einsetzt, wenn die Teams kurz innehalten und horchen.
Gleichzeitig durchforstet die Kriminalpolizei Ludwigsburg Hinterhöfe und Keller, wertet erste Handyvideos und private Haustürkamera-Aufzeichnungen aus. Während die Familie in einem Nachbarhaus betreut wird, warnen die Einsatzkräfte eindringlich vor privaten Suchtrupps – Hinweise sollen ausschließlich an die offizielle Hotline gehen, um Spuren nicht zu verwischen.
Gänsehaut-Fund am Bachlauf

Erst gegen 13.45 Uhr am folgenden Tag dann die grausige Gewissheit: In dichtem Schilf am Rankbach liegt eine Babyleiche. Der Fundort wird großräumig abgesperrt, Spezialisten des Landeskriminalamts sichern winzige Faser- und DNA-Spuren, erstellen sogar ein 3D-Modell der Umgebung. Noch hält die Staatsanwaltschaft die entscheidenden Details zurück, doch die Obduktion soll klären, ob das Kind schon vor dem Verschwinden tot war – oder erst später zu Tode kam.
Die Nachricht erschüttert das 18 000-Einwohner-Städtchen; Kerzen und Stofftiere säumen binnen Stunden den improvisierten Gedenkplatz. Viele fragen sich: Ist das wirklich der vermisste Junge? Und wenn ja – wer konnte so etwas tun?
Mordkommission richtet Blick auf die Mutter

Nun verdichtet sich der Verdacht, den Einsatzleiter zunächst nur hinter verschlossenen Türen formulierte: Die eigens eingerichtete Mordkommission ermittelt konkret gegen die Mutter des Babys. Nach BILD-Informationen soll es Unstimmigkeiten in ihrer Aussage zum zeitlichen Ablauf geben; außerdem fanden Spurensicherer im Kinderwagen Blutspuren, deren Herkunft nicht zum geschilderten Entführungs-Szenario passt.
Offiziell schweigen Polizei und Staatsanwaltschaft noch zu einem möglichen Tatvorwurf. Doch hinter den Kulissen laufen Wohnungsdurchsuchungen, Handy-Auswertungen und Befragungen des familiären Umfelds. Erst wenn das Obduktionsergebnis und die toxikologischen Analysen vorliegen, wird entschieden, ob Haftbefehl beantragt wird – oder ob der Fall eine noch tragischere Wendung nimmt. Bis dahin bleibt die ganze Stadt in banger Erwartung: Was geschah in jener Nacht wirklich mit dem kleinen Jungen?