Nächster TV-Schock: Öffentlich-rechtlicher Sender verschwindet aus dem Fernsehen

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Er gehört für Millionen Familien seit fast 30 Jahren zum Alltag – doch jetzt steht fest: Ein beliebter öffentlich-rechtlicher Sender wird aus dem klassischen Fernsehen verschwinden. Über Antenne, Kabel und Satellit soll er nicht mehr zu empfangen sein. Was das für Eltern und Kinder bedeutet.

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Entscheidung ist gefallen: Ende des linearen Programms

Image: AI
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Der Sender soll bis Ende 2032 vollständig in ein eigenständiges digitales Angebot überführt werden. Eine lineare Verbreitung ist ab 2032 nicht mehr vorgesehen. Das berichtet der Evangelische Pressedienst (epd) nach einer Sitzung des MDR-Rundfunkrats am Montag in Leipzig.

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Der Wechsel kommt nicht über Nacht. Er läuft in mehreren Schritten:

– Anfang 2026: Start der Integration in die gemeinsame Technik-Plattform von ARD und ZDF, „Streaming OS“

– Bis Ende 2027: schrittweiser Umzug der Web- und App-Angebote auf die neue Infrastruktur

– Bis Ende 2032: vollständige Überführung in ein digitales Angebot, kein klassisches TV-Programm mehr

Der Grund: der Reformstaatsvertrag

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Hintergrund ist der Reformstaatsvertrag der Bundesländer, der am 1. Dezember 2025 in Kraft getreten ist. Er sieht vor, dass öffentlich-rechtliche Spartenkanäle bis 2033 ins Internet überführt werden. Ziel ist eine schlankere, stärker digitale Struktur bei ARD und ZDF.

> „zentraler digitaler Anlaufpunkt für Kinder und Familien“ – so soll sich der Sender laut MDR-Rundfunkrat künftig positionieren (laut epd).

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Für Kinder soll im Digitalen ein geschützter, werbefreier und altersgerechter Zugang erhalten bleiben. Mit dem neuen Streaming-Angebot sei bereits ein erster wichtiger Meilenstein erreicht, so der Rundfunkrat laut epd.

Das ändert sich für Familien

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Wer bisher morgens einfach den Fernseher eingeschaltet hat, braucht künftig einen anderen Weg. Die Inhalte bleiben verfügbar, laufen aber nur noch über App, Mediathek und Streaming. Ein internetfähiges Gerät wird damit Voraussetzung.

| Empfangsweg | Bisher | Ab Ende 2032 |

|—|—|—|

| Antenne (DVB-T2) | ja | nein |

| Kabel & Satellit | ja | nein |

| Website & App | ja | ja |

| Mediathek / Streaming | ja | ja |

Kritiker sehen das skeptisch. Medienpädagogen betonen den Wert eines kuratierten, altersgerechten Programmablaufs – gerade für jüngere Kinder, die noch nicht selbst durch Apps navigieren.

Es geht um den KiKA

Image: IMAGO / Guido Schiefer
Image: IMAGO / Guido Schiefer

Die Rede ist vom KiKA, dem Kinderkanal von ARD und ZDF mit Sitz in Erfurt. Er startete am 1. Januar 1997 und ist werbefrei. Laut MDR hatte der KiKA 2025 die Spitzenposition bei den 3- bis 13-Jährigen inne. Die Ausstrahlung in Standardauflösung (SD) per Satellit wurde bereits am 18. November 2025 eingestellt.

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