Royal ist tot – ein Detail sorgt für Diskussionen

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Er kämpfte und kämpfte. Doch nun musste sich ein Royal geschlagen geben.

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Bange Stunden um den Monarchen

Image: IMAGO / Patrick Scheiber
Image: IMAGO / Patrick Scheiber

Eine Nachricht sorgt in Norwegen für tiefe Trauer. Das Land verliert eine Persönlichkeit, die über Jahrzehnte weit mehr war als nur ein Staatsoberhaupt.

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Am Freitagmorgen gab der Palast bekannt, dass der langjährige Monarch verstorben ist. Er wurde 89 Jahre alt und hatte seit 1991 auf dem norwegischen Thron gesessen.

Damit prägte er über Jahrzehnte hinweg die Geschichte seines Landes.

In einer offiziellen Mitteilung hieß es:

„Mit tiefer Trauer geben wir bekannt, dass Seine Majestät König Harald verstorben ist. König Harald ist am Freitag, dem 28. August, um 6.35 Uhr im Universitätsklinikum Oslo (Rikshospitalet) friedlich eingeschlafen“

Am Vortag hatte sich die Familie noch einmal versammelt.

Mehrere Angehörige waren in das Krankenhaus in Oslo geeilt, um dem schwer erkrankten Monarchen beizustehen. Seine Ehefrau wachte an seiner Seite, während auch der Thronfolger und weitere Familienmitglieder ins Krankenhaus kamen.

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Bereits seit dem 17. August war der König wegen einer Infektion im Blut stationär behandelt worden.

In den Tagen darauf hatte sich sein Gesundheitszustand offenbar zunehmend verschlechtert.

Nun endet das Leben eines Mannes, der für viele Menschen in seinem Land weit mehr als eine königliche Figur war.

Krankheit hielt ihn nie von seiner Aufgabe ab

Seit vielen Jahren hatte der Monarch immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.

Mehrfach musste er sich in medizinische Behandlung begeben und zeitweise seine öffentlichen Termine reduzieren.

Doch an einen Rücktritt wollte er offenbar nie denken.

Eine Abdankung kam für ihn nicht infrage.

Seine Haltung dazu hatte er in der Vergangenheit mit einem Satz deutlich gemacht, der vielen Menschen in Erinnerung blieb:

„Ein König ist entweder gesund oder tot“

Für ihn war das Amt offenbar keine Aufgabe, die man einfach niederlegt.

Trotz gesundheitlicher Rückschläge hielt er an seiner Rolle fest.

Gerade diese Haltung machte ihn für viele Norweger zu einer besonderen Persönlichkeit. Er galt als volksnah, humorvoll und emotional.

Er zeigte Gefühle zu einer Zeit, in der dies bei männlichen Staatsoberhäuptern deutlich seltener zu sehen war.

Gleichzeitig blieb er eng mit seinem Land verbunden.

Er liebte die Natur, den Schnee und das Leben im Freien. Langlaufen, Angeln und die norwegische Landschaft gehörten zu seinem Leben.

Dabei hatte seine eigene Familiengeschichte durchaus internationale Wurzeln.

Sein Stammbaum führte unter anderem nach Dänemark und England.

Doch für die Menschen in Norwegen verkörperte er über Jahrzehnte hinweg genau das, was sie mit ihrem Land verbanden.

Sein Weg zum Thron begann allerdings unter dramatischen Umständen.

Seine Kindheit wurde vom Krieg überschattet

Image: AI
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Geboren wurde der spätere Monarch am 21. Februar 1937 auf Gut Skaugum.

Er war das jüngste von drei Kindern seiner Eltern. Seine beiden älteren Schwestern waren bereits einige Jahre vor ihm geboren worden.

Aufgrund der damaligen Regelungen der norwegischen Thronfolge rückte er dennoch früh in eine entscheidende Position innerhalb der königlichen Familie.

Doch seine zunächst behütete Kindheit endete abrupt mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs.

Die königliche Familie musste aus Norwegen fliehen.

Zunächst führte der Weg nach Schweden. Später gingen die Kronprinzessin und ihre Kinder in die Vereinigten Staaten, während andere Familienmitglieder nach London gingen.

Bis 1945 lebte der junge Prinz in Washington, D.C.

Erst im Mai 1945 kehrte er gemeinsam mit seiner Familie nach Norwegen zurück.

Dort wartete ein vergleichsweise ungewöhnlicher Alltag auf ihn.

Er gehörte zu den ersten Thronerben weltweit, die eine ganz normale Schule besuchten.

Während andere royale Kinder im Schloss unterrichtet wurden, ging er mit einem Schulranzen in eine gewöhnliche Volksschule und später aufs Gymnasium.

Lediglich ein einzelner Wachposten begleitete seinen Alltag.

Doch aus dem Jungen sollte später eine der beliebtesten Persönlichkeiten seines Landes werden.

Jetzt ist klar, um wen Norwegen trauert

Bei dem verstorbenen Monarchen handelt es sich um König Harald V. von Norwegen.

Seit 1991 stand er an der Spitze des norwegischen Königshauses.

Mehr als drei Jahrzehnte lang begleitete er das Land durch politische, gesellschaftliche und persönliche Krisen.

Seinen Weg auf den Thron hatte er früh eingeschlagen.

Nach seinem Abitur im Jahr 1955 begann Harald zunächst eine militärische Ausbildung. Er besuchte die norwegische Kavallerieoffiziersschule und schloss später die Militärakademie ab.

Anschließend zog es ihn nach England.

In Oxford studierte er Sozialwissenschaften, Geschichte und Wirtschaft.

Als sein Großvater starb und sein Vater König wurde, rückte Harald zum Thronfolger auf.

Seine Verpflichtungen gegenüber der Krone nahm er ernst.

Doch für sein privates Glück war er offenbar sogar bereit, weitreichende Konsequenzen zu ziehen.

Denn Ende der 1950er-Jahre trat eine Frau in sein Leben, die alles verändern sollte.

Für die Liebe wollte er alles riskieren

1959 lernte der norwegische Kronprinz auf einer Party Sonja Haraldsen kennen.

Es soll Liebe auf den ersten Blick gewesen sein.

Doch die Beziehung stellte die beiden zunächst vor große Herausforderungen.

Harald nahm seine Aufgabe als künftiger Monarch zwar ernst, stellte sein persönliches Glück jedoch nicht einfach hinten an.

Seine Liebe zu Sonja sollte schließlich zu einer der bekanntesten königlichen Liebesgeschichten Europas werden.

Als König setzte sich Harald später für verschiedene gesellschaftliche Themen ein.

Besonders das Wohl von Kindern und benachteiligten Menschen lag ihm am Herzen.

Auch Umweltschutz, Natur und Sport spielten in seinem Leben eine wichtige Rolle.

Seine Landsleute schätzten jedoch vor allem eine weitere Eigenschaft: seinen Humor.

Unvergessen blieb beispielsweise ein Interview, in dem er seine Ehefrau Sonja liebevoll als „Troll“ bezeichnete – und anschließend selbst herzlich darüber lachte.

Doch Harald zeigte sich nicht nur in unbeschwerten Momenten offen.

Auch in schwierigen Zeiten seiner eigenen Familie suchte er regelmäßig den Kontakt zur Öffentlichkeit.

Seine Worte bleiben in Erinnerung

Mehr als 35 Jahre lang stand Harald V. im Mittelpunkt des norwegischen Königshauses.

Während dieser Zeit erlebte seine Familie zahlreiche schwierige und öffentlich diskutierte Momente.

Als sein ehemaliger Schwiegersohn Ari Behn im Jahr 2019 starb, seine Tochter Prinzessin Märtha Louise sich später von ihren königlichen Verpflichtungen zurückzog und weitere familiäre Probleme öffentlich wurden, suchte Harald nicht die Distanz.

Er stellte sich den schwierigen Situationen.

Dabei versuchte er, Kritik und persönliches Verständnis miteinander zu verbinden.

Besonders ein Satz aus seiner Neujahrsansprache im Jahr 2025 bleibt in Erinnerung:

„Menschen machen Fehler. Wir versuchen, aus ihnen zu lernen“

Für viele Norweger fasste diese Haltung zusammen, was ihn ausmachte.

Harald V. galt als Monarch, der nicht nur repräsentieren wollte, sondern auch in schwierigen Zeiten klare Worte fand.

Er zeigte Emotionen, sprach offen und versuchte, seinem Volk nahe zu bleiben.

Nun ist eine außergewöhnlich lange Ära zu Ende gegangen.

König Harald V. wurde 89 Jahre alt.

Er hinterlässt nicht nur seine Familie, sondern auch ein Land, das über Jahrzehnte eng mit seiner Geschichte verbunden war.

So dürfte Harald V. vielen Menschen in Erinnerung bleiben: als König, der seine Aufgabe ernst nahm – und gleichzeitig immer versuchte, Mensch zu bleiben.

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