Es ist eine Nachricht, die spontan für eine Menge Ärger sorgt: Ein deutscher Flughafen musste prompt den Betrieb einstellen.
Stillstand an Deutschlands größtem Flughafen

Am Frankfurt Airport ging am Nachmittag zeitweise nichts mehr. Wegen heftiger Schneefälle wurde der gesamte Flugbetrieb vorübergehend ausgesetzt. Das teilte die Fraport AG als Betreiber des Flughafens mit.
Für Tausende Reisende bedeutete das: Warten, Umplanen, Ungewissheit. Deutschlands wichtigstes Luftverkehrsdrehkreuz kam für mehrere Stunden nahezu vollständig zum Erliegen – ein seltener, aber wetterbedingt notwendiger Schritt.
Start- und Landebahnen nicht nutzbar

Nach Angaben eines Sprechers waren seit etwa 15.00 Uhr weder Starts noch Landungen möglich. Grund dafür war eine geschlossene Schneedecke auf den Start- und Landebahnen, die einen sicheren Betrieb unmöglich machte.
Die Hoffnung auf Entspannung blieb jedoch bestehen. Fraport ging davon aus, dass ab etwa 16.15 Uhr zumindest Teile des Flugbetriebs wieder aufgenommen werden könnten – vorausgesetzt, die Räumarbeiten zeigen Wirkung und das Wetter lässt es zu.
Umleitungen nach Stuttgart

Die Auswirkungen des Stillstands reichten weit über Frankfurt hinaus. Mehrere Flugzeuge mussten kurzfristig umgeleitet werden. Zehn Maschinen landeten am Stuttgart Airport, wie eine Sprecherin bestätigte.
Ob weitere Ausweichlandungen folgen würden, war zunächst unklar. Die Situation blieb dynamisch – abhängig von Wetterentwicklung, Flugrouten und Kapazitäten an den Ausweichflughäfen.
Airlines entscheiden über das weitere Vorgehen

Wie es für die betroffenen Passagiere weitergeht, liegt in der Verantwortung der jeweiligen Fluggesellschaften. Möglich sind Weiterreisen per Bus oder Bahn nach Frankfurt oder das Warten auf spätere Anschlussflüge.
Bei vier der bereits in Stuttgart gelandeten Maschinen war geplant, dass sie später noch nach Frankfurt weiterfliegen sollten – sobald es die Wetter- und Startbedingungen zulassen. Für viele Reisende bedeutete das jedoch zusätzliche Stunden Verzögerung.
Unwetterwarnung für mehrere Bundesländer

Bereits zuvor hatte der Deutscher Wetterdienst eine amtliche Unwetterwarnung herausgegeben. Betroffen sind unter anderem Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland.
In der Warnmeldung heißt es, es bestehe Gefahr für Leib und Leben – unter anderem durch eine geschlossene Schneedecke, eingeschränkte Mobilität, blockierte Verkehrswege und Glatteis. Die Warnung gilt voraussichtlich bis 19.00 Uhr.
Bis zu 20 Zentimeter Neuschnee möglich

Nach Angaben des Wetterdienstes fallen in vielen Regionen 3 bis 8 Zentimeter Neuschnee. Besonders kritisch ist die Lage jedoch vom Taunus über das Sauer- und Siegerland bis nach Mittelhessen. Dort sind innerhalb von sechs Stunden 8 bis 15 Zentimeter, lokal sogar bis zu 20 Zentimeter Neuschnee, nicht ausgeschlossen.
Damit bleibt die Lage angespannt – nicht nur für den Flugverkehr, sondern auch auf Straßen und Schienen. Ob der Frankfurter Flughafen am Abend wieder vollständig hochfahren kann, hängt nun davon ab, wie schnell Räumdienste und Wetterlage Entwarnung geben.