Ein routinierter Ferienflug wird plötzlich zum Nervenkrimi: An Bord eskaliert die Stimmung so heftig, dass die Crew keine andere Wahl mehr hat.
Tumult über den Wolken

Auf einem easyJet-Flug von Teneriffa nach Liverpool ist am Dienstagabend eine heftige Auseinandersetzung zwischen mehreren Passagieren eskaliert. Rund zehn Menschen sollen an der Schlägerei beteiligt gewesen sein. Der Pilot entschied sich deshalb, den Flug abzubrechen und zum Startflughafen zurückzukehren.
Der Airbus A320 mit der Flugnummer EZY3352 war Medienberichten zufolge kurz vor 20 Uhr Ortszeit am Flughafen Teneriffa Süd gestartet. Das Ziel der Maschine war Liverpool in Großbritannien.
Zunächst verlief der Flug offenbar ohne besondere Zwischenfälle. Doch etwa 30 Minuten nach dem Start geriet eine größere Gruppe von Passagieren aneinander. Nach Angaben der spanischen Flugsicherung entwickelte sich daraus eine Schlägerei.
Weil die Sicherheit an Bord nicht mehr gewährleistet werden konnte, leitete der Kapitän die Umkehr ein. Noch vor der Landung informierte die Besatzung die Behörden und forderte Unterstützung durch die Polizei an.
Die Reise endet früher als geplant

Die Maschine landete gegen 21.05 Uhr sicher wieder auf Teneriffa. Die spanische Flugsicherung hatte dem Airbus für die Rückkehr Vorrang eingeräumt und gemeinsam mit dem Flughafen den Polizeieinsatz vorbereitet.
Als das Flugzeug am Boden ankam, standen bereits Einsatzkräfte bereit. Ein Sprecher von easyJet bestätigte später, dass der Flug zurückgekehrt und von der Polizei empfangen worden sei, nachdem sich eine Gruppe von Passagieren störend verhalten habe.
Die Fluggesellschaft betonte, dass die Sicherheit der Reisenden und der Besatzung jederzeit höchste Priorität habe. Nachdem die Situation geklärt worden war, konnte die Maschine ihren Flug nach Liverpool später fortsetzen.
Noch ist allerdings unklar, was die Auseinandersetzung ausgelöst hatte. Auch zu möglichen Verletzten, zur Nationalität der Beteiligten und zu eventuellen Festnahmen lagen zunächst keine gesicherten Angaben vor.
Fest steht bislang nur: Der Kapitän bewertete die Lage als ernst genug, um den Flug abzubrechen. Für die übrigen Passagiere bedeutete der Zwischenfall eine erhebliche Verzögerung – und einen turbulenten Start in ihre Reise.