Ein rätselhafter Angriff auf hoher See erschüttert den Indischen Ozean: Ein iranisches Kriegsschiff sinkt nach einem mutmaßlichen U-Boot-Torpedotreffer vor Sri Lanka, mehr als hundert Menschen gelten als vermisst.
Die ersten SOS-Signale in der Morgendämmerung

Kurz nach 6 Uhr Ortszeit empfängt die sri-lankische Marine ein Notsignal – hektische Funksprüche, dann Stille. Auf den Radarschirmen verschwindet die „IRIS Dena“, eine 180 Meter lange Fregatte, in Sekunden vom Bildschirm.
Augenzeugen berichten von einer einzelnen Explosion, gefolgt von schwarzem Rauch über dem Horizont. Noch weiß niemand, ob es sich um einen Unfall handelt – doch der Ton der Hilferufe lässt Schlimmes ahnen.
Was passierte unter Wasser?
Der unsichtbare Gegner

Erst Stunden später verdichten sich Hinweise auf einen Torpedoeinschlag. Ein bislang nicht identifiziertes U-Boot soll aus großer Tiefe angegriffen haben. Militäranalysten rätseln: Weder iranische noch sri-lankische Radarsysteme haben ein fremdes Boot erfasst – war es ein hochmodernes Stealth-U-Boot?
Gerüchte über einen möglichen israelischen oder US-amerikanischen Ursprung machen schnell die Runde, werden jedoch umgehend dementiert. In Teheran spricht man von einem „Akt staatlichen Terrors“, liefert aber keine Beweise.
Welche Rolle spielte die „IRIS Dena“?
Das Hightech-Schiff auf geheimer Mission

Die 2021 in Dienst gestellte „IRIS Dena“ gilt als Stolz der iranischen Flotte: modernisierte Luftabwehr, Defensivdrohnen, ein modulares Raketendeck. Offiziell befand sich die Fregatte auf einer Trainingsfahrt Richtung Afrika – doch Insider berichten von einem verdeckten Waffentransport.
Sollte die Ladung tatsächlich Raketentechnik für einen regionalen Verbündeten enthalten haben, wäre ein gezielter Schlag plausibel. Bislang schweigt das iranische Verteidigungsministerium zu Zweck und Route des Einsatzes.
Schicksal der Besatzung?
Wettlauf gegen die Uhr: Die dramatische Rettung

Binnen vierzig Minuten liegt die „Dena“ steuerlos auf der Seite, dann sinkt sie. Rettungsschiffe bergen 79 teils schwer verletzte Seeleute aus Treibgut und Ölteppich; 101 Personen bleiben vermisst, ein Toter wird bestätigt.
Taucher berichten von starken Strömungen und gefährlicher Munition im Wrack. Die Überlebenden schildern chaotische Szenen: geschlossene Schotts, ausgefallene Stromkreise, brennender Dieselgeruch – ein Albtraum in absoluter Dunkelheit.
Internationale Reaktionen folgen prompt.
Diplomatische Wogen schlagen hoch

Sri Lankas Außenminister verspricht eine „gründliche, transparente Untersuchung“ und bittet um satellitengestützte Hilfe. Der UN-Sicherheitsrat vertagt sich jedoch, weil Teheran einen Resolutionsentwurf als „zu lasch“ abtut.
Washington zeigt sich „tief besorgt“, während Moskau von einer „gefährlichen Eskalation auf den Weltmeeren“ spricht. Inzwischen bestellen Iran und Sri Lanka gegenseitig ihre Botschafter ein – das politische Nachspiel beginnt.
Die offenen Fragen bleiben drängend.
Suche nach Antworten – und die Angst vor dem nächsten Schlag

Wer steuerte das Phantom-U-Boot, und welches Ziel verfolgte der Angriff? Sonardaten, Funkprotokolle und Wrackanalysen sollen Klarheit schaffen, doch Experten warnen: Bei 3 000 Meter Tiefe könnten entscheidende Spuren für immer verloren sein.
Fest steht nur, dass der Vorfall eine fragile Region weiter destabilisiert. Bis die letzten Vermissten gefunden und Verantwortliche benannt sind, bleibt der Indische Ozean ein Pulverfass – und die Welt hält den Atem an.
Neue Erkenntnisse werden erwartet, sobald erste Bergungsergebnisse veröffentlicht sind.