Schon ab 2027: Neue Steuer für Deutschland kommt!

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Ab 2027 soll in Deutschland ein komplett neues Kapitel beginnen – doch wie teuer es für Hersteller tatsächlich wird, verrät die Bundesregierung erst nach und nach.

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Erste Signale aus Berlin

Image: IMAGO / Chris Emil Janßen
Image: IMAGO / Chris Emil Janßen

Die Bundesregierung hat in dieser Woche einen längst erwarteten Eckpunkteplan vorgestellt, der den Weg zu einer nationalen Plastiksteuer ebnen soll. Damit reagiert das Kabinett auf die wachsenden Kosten der EU-Plastikabgabe, welche Berlin bislang aus dem Bundeshaushalt begleicht. Umweltministerin Steffi Lemke sprach von einem „notwendigen Schritt“, um „Vermeidung vor Recycling“ zu belohnen.

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Noch handelt es sich nicht um einen fertigen Gesetzentwurf. Die Ressorts für Umwelt, Finanzen und Wirtschaft feilen gemeinsam an den Details, die im Laufe des Winters in den Bundestag eingebracht werden sollen. Klar ist jedoch: Die Abgabe wird gezielt auf Einweg-Verpackungen zielen, Mehrwegsysteme sollen parallel gefördert werden.

Druck von EU und Umwelt

Image: AI
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Seit 2021 führt die EU pro Kilogramm nicht wiederverwerteten Kunststoffs eine Umlage ab. Bislang übernahm Berlin diese Summe vollständig, was zuletzt jährlich weit über eine Milliarde Euro verschlang. Genau hier setzt die künftige Steuer an: Hersteller und Importeure sollen die Kosten künftig direkt schultern – eine Entlastung des Bundesetats, die Finanzminister Christian Lindner bereits in den nächsten Haushaltsberatungen eingepreist hat.

Zugleich wächst der Druck durch immer neue Recyclingvorgaben. Ab 2030 muss jede Verpackung zu mindestens 65 Prozent aus recyceltem Material bestehen. Branche und Handel warnen vor Investitionsstaus, begrüßen aber prinzipiell den Lenkungseffekt: Wer weniger Kunststoff einsetzt, spart bares Geld.

Wirtschaft zwischen Skepsis und Unterstützung

Image: AI
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Verbände wie Plastics Europe Deutschland befürchten eine einseitige Belastung heimischer Produzenten. Sie mahnen an, die Mittel aus der neuen Abgabe zweckgebunden in Sortier- und Recyclinginfrastruktur zu investieren, statt sie im Bundeshaushalt versickern zu lassen. Gleichzeitig werben Start-ups der Kreislaufwirtschaft für das Vorhaben: Höhere Preise für Neuware würden Alternativen wie nachwachsende Rohstoffe oder designoptimierte Mehrwegsysteme endlich konkurrenzfähig machen.

Der Handel wiederum verweist auf mögliche Preissteigerungen bei Konsumgütern. Große Supermarktketten prüfen deshalb, ob sich Beschaffungsstrategien kurzfristig umstellen lassen. Einige kündigten bereits an, Verpackungsgrößen zu reduzieren oder vermehrt auf Papier- und Kompositlösungen zu setzen.

Die entscheidende Zahl und was sie bedeutet

Image: AI
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Erst jetzt lüftet das Umweltministerium das lange gehütete Geheimnis: Für jede Tonne Kunststoff in Verpackungen sollen ab Juli 2027 genau 550 Euro fällig werden. Damit liegt der Satz am oberen Ende dessen, was Brancheninsider erwartet hatten. Nach Regierungsberechnungen könnten so jährlich bis zu 1,4 Milliarden Euro in die Staatskasse fließen – genug, um die EU-Abgabe komplett zu decken.

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Ob die Steuer in dieser Höhe den Bundestag unverändert passiert, bleibt abzuwarten. Bis zur ersten Lesung dürfte es noch heftige Debatten geben. Klar ist jedoch: Mit der nun genannten Summe sendet die Koalition ein deutliches Signal. Für Unternehmen wird Einweg-Plastik bald spürbar teurer – und für Verbraucherinnen und Verbraucher könnte sich das Preisschild vieler Alltagsprodukte spürbar ändern.

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