Ein Routine-Morgen in Washington endet im Schock: Ein Angehöriger der Familie von Donald Trumps Sprecherin wird noch vor Thanksgiving von ICE-Beamten abgeführt – und bringt das Weiße Haus in Erklärungsnot.
Trumps harter Migrationskurs trifft plötzlich sein eigenes Umfeld

Die Regierung des ehemaligen Präsidenten Donald Trump steht seit Jahren für eine kompromisslose Linie gegen illegale Migration: Familien werden getrennt, Abschiebungen rigoros vollzogen, Menschen teils ohne Vorwarnung in Haft genommen. Jetzt aber trifft diese Politik ausgerechnet eine Person aus dem direkten familiären Umfeld seiner Sprecherin Karoline Leavitt (28).
Wie die „Daily Mail“ berichtet, wurde Bruna Ferreira – die Mutter des elfjährigen Neffen der Pressesprecherin – von der US-Einwanderungsbehörde ICE festgenommen. Der Fall sorgt in den USA für Aufsehen.
Festnahme der Mutter eines Familienmitglieds

Ferreira kam laut ihrem Anwalt 1998 als Kind gemeinsam mit ihrer Familie aus Brasilien in die USA. Später lernte sie den Bruder von Karoline Leavitt kennen. Aus dieser Beziehung stammt der gemeinsame Sohn Michael Leavitt Junior. Die Eltern leben inzwischen getrennt – der Junge wohnt beim Vater und dessen Frau, hielt aber weiterhin engen Kontakt zu seiner Mutter.
Nur wenige Tage vor Thanksgiving griffen die Behörden zu: ICE nahm Ferreira fest und brachte sie in den Süden des Bundesstaates Louisiana, in ein Bundeszentrum für Einwanderungsfälle.
Behörden sprechen von „krimineller Ausländerin“

Eine Sprecherin des Department of Homeland Security erklärte laut „Daily Mail“, Ferreira sei eine „kriminelle, illegal im Land lebende Ausländerin“. Sie soll zuvor wegen Körperverletzung festgenommen worden sein. Da sie mit einem Touristenvisum eingereist und niemals regulär ausgereist sei, laufe nun ein offizielles Ausweisungsverfahren.
Die Aussagen der Behörden passen zu Trumps Grundsatzlinie: Wer gegen Einwanderungsregeln verstößt, muss mit Abschiebung rechnen – unabhängig von persönlichen Verbindungen.
Der Anwalt widerspricht vehement

Ferreiras Anwalt Todd Pomerleau weist die Darstellung des Heimatschutzministeriums entschieden zurück. „Bruna ist völlig unbescholten“, sagte er dem Sender „WCVB“. Sie habe keinerlei Vorstrafen und sei nie straffällig geworden.
Die Festnahme löste in Ferreiras Umfeld Bestürzung aus. Die Schwester der Betroffenen startete eine Spendenaktion, um die Kosten der anwaltlichen Vertretung zu decken. Sie beschreibt Bruna in einem emotionalen Post: „Jeder, der Bruna kennt, weiß, was für ein Mensch sie ist. Sie ist fleißig, freundlich und immer die Erste, die Hilfe anbietet, wenn jemand sie braucht.“
Familiendrama – und völliges Schweigen von Karoline Leavitt

Wie Trump-Sprecherin Karoline Leavitt zur Festnahme der Mutter ihres eigenen Neffen steht, ist weiterhin unklar. Öffentliche Stellungnahmen hat es bislang nicht gegeben. Medienberichte behaupten, Leavitt habe seit Jahren keinen direkten Kontakt mehr zu Bruna Ferreira.
Brisant ist dies trotzdem: Leavitt ist eine der prominentesten Unterstützerinnen der strikten Einwanderungspolitik der Trump-Regierung.
Sprecherin verteidigte harte Linie bereits 2025

In ihrer ersten Pressekonferenz als neue Pressesprecherin des Weißen Hauses im Februar 2025 machte Leavitt ihre Haltung unmissverständlich deutlich: Wer ohne Genehmigung in die USA einreist, sei ein Gesetzesbrecher – und könne abgeschoben werden.
Nun steht diese Haltung im Kontext eines Falls, der direkt ihre eigene Familie betrifft. Ob sie sich in den kommenden Tagen doch noch äußert, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch: Der Fall zeigt, wie kompromisslos der harte Kurs der US-Einwanderungspolitik selbst im persönlichsten Umfeld durchschlagen kann.