Ein 8-jähriger Junge verschwindet spurlos, eine ganze Region zittert – und am Morgen des 16. Oktober folgt die bittere Gewissheit. Schritt für Schritt rekonstruiert diese Slideshow, wie sich das Drama um Fabian aus Güstrow zuspitzte.
Das plötzliche Verschwinden

Freitagmorgen verlässt Fabian die Wohnung, nachdem er nicht zur Schule gegangen war. Seine Mutter meldet ihn noch am Abend als vermisst, während bereits erste Streifenwagen das Wohngebiet abfahren – ohne Erfolg.
Die Unruhe wächst stündlich; Hundertschaften, Hubschrauber und Taucher rücken an. Was sie drei Tage später entdecken, lässt selbst erfahrene Ermittler erschaudern – und führt uns direkt zur nächsten Station.
Der Fund im Schatten der Buchen

Dienstagvormittag, ein Waldstück bei Klein Upahl: Eine Spaziergängerin stößt auf die Leiche eines Kindes nahe eines verwilderten Tümpels. Der Bereich wird weiträumig abgesperrt, Spurensicherung rückt aus, Kameras klicken.
Noch ist unklar, ob es wirklich Fabian ist, doch die Lage verspricht keine Erleichterung. Wie sehr die Familie jetzt um Fassung ringt, zeigt sich kurz darauf …
Die schmerzliche Ungewissheit der Eltern

Fabians Eltern sind nicht in der Lage, den leblosen Körper anzusehen; die Polizei setzt auf einen eilends angeordneten DNA-Test. Währenddessen versammeln sich 700 Menschen zu einer Kerzen-Vigil in der Güstrower Marienkirche, Spielzeugbären türmen sich zu einem Meer aus Trost.
Alle Hoffnungen liegen nun auf der Gerichtsmedizin. Welche Antworten sie liefern kann, entscheidet sich in den nächsten Stunden …
Das Warten auf die entscheidende Obduktion

Mittwochabend rollen die Leichensack-Wagen vor der Rostocker Rechtsmedizin ein. Staatsanwalt Harald Nowack erklärt, ein „Drittverschulden“ könne nicht ausgeschlossen werden; ein klarer Befund werde für Donnerstag erwartet.
Die Spannung erreicht ihren Höhepunkt: Werden Spuren gefunden, die den Albtraum bestätigen? Gleich lässt ein Laborbericht die Ermittler aufhorchen …
Spurensuche im Dickicht der Fakten

Während Ärzte Ventile öffnen und Skalpell ansetzen, durchkämmt die Bereitschaftspolizei ein 50-Hektar-Gebiet, sichert Schuhsohlen-Abdrücke, sammelt Fasern und sucht nach Zeugen, die ein Kind oder ein verdächtiges Fahrzeug gesehen haben. Noch gibt es keinen Tatverdächtigen, aber das Zeitfenster zwischen Freitagmorgen und Dienstagmittag verengt sich.
Alles hängt jetzt vom mikroskopischen Befund ab. Und der liegt inzwischen vor …
Die erschütternde Gewissheit

Donnerstag, 09 : 33 Uhr: Die Staatsanwaltschaft bestätigt offiziell, dass die Kinderleiche Spuren massiver Gewalteinwirkung aufweist – Fabian wurde Opfer eines Verbrechens. Die Mordkommission übernimmt, das Delikt wird als Tötungsdelikt eingestuft. Ermittler sprechen von „entscheidenden Hinweisen“, nennen jedoch keine Details, um den Täter nicht zu warnen.
Die Region steht unter Schock, gleichzeitig beginnt die Jagd nach dem Verantwortlichen. Wie die Ermittlungen weitergehen und welche Spuren jetzt im Fokus stehen, darüber berichten wir, sobald neue Fakten vorliegen.