Ein plötzlicher Zwischenfall auf einer Autobahn hat für bange Minuten und massive Einschränkungen gesorgt. Ein Stahlträger stürzte auf die Autobahn, gleichzeitig musste auch eine Brücke gesperrt werden. Für Autofahrer bedeutete das: Stillstand, Unsicherheit und ein Verkehrsknoten, dessen Ausmaß sich erst nach und nach zeigte.
Schockmoment auf der Autobahn

Schwere Behinderungen auf der A81 bei Bad Dürrheim im Schwarzwald-Baar-Kreis: Ein herabgestürzter Stahlträger hat am frühen Morgen für eine komplette Sperrung der Autobahn in beiden Fahrtrichtungen gesorgt.
Betroffen sind die Fahrspuren sowohl in Richtung Singen als auch in Richtung Stuttgart. Autofahrer können den betroffenen Abschnitt derzeit nicht passieren. Die Polizei empfiehlt, den Bereich möglichst großräumig zu umfahren. Als Ausweichstrecke wurde die Bundesstraße 27 genannt.
Der Zwischenfall ereignete sich während laufender Bauarbeiten an einer Brücke. Nach bisherigen Erkenntnissen stürzte ein Stahlträger zunächst auf ein Gerüst und anschließend weiter auf die darunterliegende Fahrbahn.
Bei dem Vorfall wurde ein Mitarbeiter verletzt. Nach Angaben der Polizei erlitt der Mann einen gebrochenen Fuß. Er wurde nach dem Unfall zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Für die Einsatzkräfte stellte sich jedoch schnell eine weitere Frage: Ist die Brücke nach dem Vorfall überhaupt noch sicher?
Zunächst war nämlich nicht geklärt, ob die übrigen Stahlträger weiterhin ausreichend stabil sind. Deshalb soll nun ein Statiker das Bauwerk überprüfen und die Situation vor Ort beurteilen.
Bis feststeht, dass keine weitere Gefahr besteht, bleibt die Autobahn gesperrt.
Verkehr staut sich – Polizei muss ungewöhnliche Maßnahme ergreifen

Die Sperrung der A81 führte bereits zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Auf dem betroffenen Abschnitt staute sich der Verkehr, während gleichzeitig die Fahrbahn in beide Richtungen nicht genutzt werden konnte.
Um den aufgestauten Fahrzeugen zumindest teilweise eine Ausweichmöglichkeit zu geben, griff die Polizei zeitweise zu einer ungewöhnlichen Maßnahme.
Unter Begleitung der Einsatzkräfte wurde der Verkehr rückwärts und entgegen der eigentlichen Fahrtrichtung von der A81 in Richtung A864 abgeleitet. Dadurch sollten die bereits wartenden Fahrzeuge aus dem gesperrten Bereich herausgeführt werden.
Für Autofahrer bedeutet die Situation dennoch erhebliche Verzögerungen. Die Polizei appellierte deshalb an Reisende, sich auf längere Fahrzeiten und Verkehrsbehinderungen einzustellen.
Gleichzeitig soll der betroffene Bereich möglichst weiträumig umfahren werden. Als reguläre Umleitungsstrecke steht die B27 zur Verfügung.
Wie lange die vollständige Sperrung der A81 andauern wird, hängt nun maßgeblich von der Untersuchung der Brücke ab. Erst wenn der Statiker die Konstruktion überprüft und die Standsicherheit der verbliebenen Stahlträger beurteilt hat, kann entschieden werden, wie es weitergeht.
Damit ist derzeit nicht nur die Bergung des herabgestürzten Stahlträgers entscheidend. Vor allem die Sicherheit der gesamten Brückenkonstruktion steht im Mittelpunkt.
Autofahrer sollten sich daher vorerst auf Behinderungen rund um Bad Dürrheim einstellen und nach Möglichkeit auf eine großräumige Umfahrung ausweichen.