Ein achtjähriges Mädchen macht sich an einem Samstagmorgen auf den Weg zur Kirche – und kommt dort nie an. Wenige Stunden später ist Gloria tot. Fast 66 Jahre lang blieb ihr Mörder unbekannt. Jetzt haben Ermittler den Fall gelöst, und die Antwort auf die Frage nach dem Täter ist erschütternd.
Der Fall stammt aus dem November 1960. Damals befragte die Polizei rund 1.300 Menschen, klopfte an Hunderte Türen – ohne Erfolg. Die Beweisstücke verschwanden in der Asservatenkammer, aus dem Mädchenmord wurde ein Cold Case. Erst moderne DNA-Technik brachte nach Jahrzehnten die Wende.
Gloria (8) verschwand auf dem Weg zur Messe

Im Herbst 1960 wird ein kleines Mädchen auf dem Weg zum Gottesdienst entführt und getötet. Der Fall bleibt mehr als ein halbes Jahrhundert ungeklärt – bis Ermittler jetzt einen Namen nennen.

Es ist eine Zeit des Aufbruchs: Am 8. November 1960 hat John F. Kennedy überraschend die Präsidentschaftswahl gewonnen. Diese Aufbruchsstimmung erlebt Gloria Kowalewicz nicht mehr. Die Achtjährige geht in die dritte Klasse und hat erst kurz zuvor ihre Erstkommunion gefeiert.
Am Samstag, dem 12. November 1960, nur vier Tage nach der Wahl, verlässt sie kurz vor 8 Uhr ihr Elternhaus. Sie will in der nahegelegenen Kirche die Frühmesse besuchen. Dort kommt sie nie an.