Erst wurde sie als vermisst gemeldet, wenige Stunden später fanden Polizisten ihre Leiche in einem Gebüsch. Die junge Frau war mit 19 Messerstichen getötet worden. Jetzt die Wende: Der mutmaßliche Täter soll gefasst sein, obwohl er sich bereits ins Ausland abgesetzt hatte.
Was über die Festnahme bekannt ist, welcher Vorwurf gegen den Mann erhoben wird und wo sich die Tat ereignet hat, lesen Sie auf den folgenden Seiten.
Flucht ins Ausland gescheitert

Eine 35-jährige Frau ist mit 19 Messerstichen getötet worden, nur kurz nachdem sie zuletzt lebend gesehen wurde. Nun haben die Ermittler offenbar einen Verdächtigen gefasst.
Nach Informationen der Bild-Zeitung wurde der mutmaßliche Täter noch am Donnerstag, 22. Oktober 2026, im Ausland festgenommen. Der Mann soll 42 Jahre alt sein. Die Ermittler hatten ihn demnach schnell als Tatverdächtigen identifiziert. Da hatte er sich aber bereits ins Ausland abgesetzt.
Polizei und Staatsanwaltschaft haben die Festnahme bislang nicht öffentlich bestätigt.
Haftbefehl wegen dringenden Mordverdachts

Laut Bild erließ das Amtsgericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen nationalen und einen europäischen Haftbefehl gegen den Flüchtigen, und zwar wegen dringenden Mordverdachts. Ein Europäischer Haftbefehl ermöglicht es, Gesuchte in anderen EU-Staaten festnehmen und an Deutschland übergeben zu lassen.
Das ist laut Bild über den Verdächtigen bekannt:
– Er soll 42 Jahre alt sein.
– Die Ermittler identifizierten ihn schnell als Tatverdächtigen.
– Er hatte sich bereits ins Ausland abgesetzt.
– Er wurde am Donnerstag festgenommen.
– Gegen ihn liegt ein nationaler und europäischer Haftbefehl wegen dringenden Mordverdachts vor.
Die genauen Umstände der Tat und das Motiv sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Bis zu einer möglichen Verurteilung gilt für den Festgenommenen die Unschuldsvermutung.
Die letzten Stunden des Opfers

Bei der Toten handelt es sich um die 35-jährige Dejana P. Am Dienstagabend gegen 18 Uhr zeichnete eine Überwachungskamera auf, wie sie ein Einkaufszentrum verließ. Danach verlor sich ihre Spur. Nach Bild-Informationen hatte sie keine Kinder.
Die Ermittler versuchen nun, die letzten Stunden der Frau zu rekonstruieren. Dafür werten sie Aufnahmen von Überwachungskameras und mögliche Zeugenaussagen aus.
| Zeitpunkt | Was bekannt ist |
|—|—|
| Di., 20.10., ca. 18 Uhr | Eine Kamera filmt die 35-Jährige beim Verlassen eines Einkaufszentrums. |
| Mi., 21.10. | Die Polizei sucht öffentlich nach der Vermissten. |
| Mi., 21.10., nachmittags | Ein Polizist findet bei der Suche ihre Leiche. |
| Do., 22.10. | Die Polizei bestätigt die 19 Messerstiche. Laut Bild wird der Verdächtige im Ausland festgenommen. |
19 Messerstiche: Leiche im Gebüsch entdeckt

Am Mittwochnachmittag fand ein Polizist bei der Suche die Leiche in einem Gebüsch. Nach Bild-Informationen lag sie hinter einem Glascontainer, nur rund 250 Meter vom Einkaufszentrum entfernt.
Ein Polizeisprecher bestätigte laut dpa, dass die Frau mit 19 Messerstichen getötet wurde. Die Mordkommission ermittelt, die Leiche wurde obduziert. Die Einsatzkräfte suchten das Gelände bis in den Abend ab und sicherten Spuren. Am Donnerstag durchkämmten Beamte nach Medienberichten außerdem Grünstreifen mit Metalldetektoren. Ob sie nach der Tatwaffe suchten, hat die Polizei nicht bestätigt.
Tatort liegt mitten in Marburg

Die Tat ereignete sich im hessischen Marburg. Dejana P. lebte zuletzt dort. Gesehen wurde sie zuletzt beim Verlassen des Erlenring-Centers. Gefunden wurde ihre Leiche an den Glascontainern an der Einfahrt zur Straße „Am Erlengraben“. Die Ermittlungen führen die Staatsanwaltschaft Marburg und die Kriminalpolizei Marburg.
> „Erste Ermittlungen ergaben den Verdacht auf ein Tötungsdelikt.“
> – Polizei, zitiert von der Oberhessischen Presse
Über den Leichenfund hatten wir bereits berichtet: Vermisste Frau tot aufgefunden: Ermittler vermuten Gewaltverbrechen!
Kripo sucht weiter Zeugen

Trotz der mutmaßlichen Festnahme bittet die Kripo Marburg weiter um Hinweise. Gesucht werden Zeugen, die zwischen Dienstag, 20. Oktober, 18 Uhr, und Mittwoch, 21. Oktober, 15.15 Uhr, im Bereich des Erlenrings etwas Verdächtiges beobachtet haben.
Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Marburg unter 06421 406-0 entgegen.