Tagelang hofften Angehörige und Polizei, eine vermisste junge Frau lebend zu finden. Doch am Mittwochnachmittag machten Einsatzkräfte bei der Suche einen traurigen Fund: In einem Gebüsch entdeckten sie eine leblose Person. Inzwischen steht fest, dass es sich um die Vermisste handelt – und die Ermittler gehen von einem Verbrechen aus.
Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei haben umfangreiche Ermittlungen aufgenommen. Was bisher über den Fall bekannt ist, wann die Frau zuletzt gesehen wurde und wo sich die Tat ereignet haben soll, lesen Sie auf den folgenden Seiten.
Traurige Gewissheit nach der Suche

Eine 35 Jahre alte Frau war seit Dienstagabend vermisst worden, die Polizei hatte öffentlich nach ihr gesucht. Am Mittwochnachmittag wurde sie tot aufgefunden. Die Ermittler gehen dem Verdacht eines Tötungsdelikts nach.
Nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei fanden Beamte die leblose Person am Mittwoch, 21. Oktober 2026, während der Suche nach der Vermissten in einem Gebüsch. Später wurde sie als die gesuchte Frau identifiziert.
Erste Ermittlungen ergaben laut der gemeinsamen Mitteilung der Behörden den Verdacht auf ein Tötungsdelikt. Zu möglichen Hintergründen, einem Motiv oder einem Tatverdächtigen äußern sich die Ermittler bislang nicht.
Zuletzt am Dienstagabend gesehen

Bei der Toten handelt es sich um die 35-jährige Dejana P. Sie war nach Polizeiangaben zuletzt am Dienstag, 20. Oktober 2026, gegen 18 Uhr gesehen worden – beim Verlassen eines Einkaufszentrums. Danach verlor sich ihre Spur.
Am Mittwoch bat die Polizei die Bevölkerung um Mithilfe und veröffentlichte eine Personenbeschreibung. Demnach war die Frau:
– etwa 1,65 Meter groß und sehr schlank
– mit dunkelblonden, schulterlangen Haaren und blauen Augen
– bekleidet mit einer weinroten Jacke, einem hellblauen Kapuzenoberteil und einer grauen Jogginghose
– mit einem beige-grauen Rucksack unterwegs
Nur wenige Stunden nach dem Suchaufruf kam die traurige Nachricht: Die Vermisste wurde tot aufgefunden.
Großeinsatz bis in den späten Abend

Nach dem Fund rückten Schutz- und Kriminalpolizei sowie Spezialkräfte des Präsidiums Einsatz an. Die Beamten sperrten das Areal ab, durchsuchten das Gelände und sicherten Spuren. Die Maßnahmen dauerten bis in die Abendstunden.
Medienberichten zufolge soll die Frau mehrere Stichverletzungen aufgewiesen haben. Die Bild-Zeitung berichtet sogar von 19 Messerstichen. Offiziell bestätigt haben die Behörden diese Angaben bislang nicht. Aus ermittlungstaktischen Gründen geben Staatsanwaltschaft und Polizei derzeit keine weiteren Auskünfte zum Stand der Ermittlungen.
| Zeitpunkt | Was bekannt ist |
|—|—|
| Di., 20.10.2026, ca. 18 Uhr | Die 35-Jährige wird zuletzt beim Verlassen eines Einkaufszentrums gesehen |
| Mi., 21.10.2026, mittags | Die Polizei veröffentlicht eine Vermisstenmeldung und bittet um Hinweise |
| Mi., 21.10.2026, nachmittags | Einsatzkräfte finden bei der Suche eine leblose Person in einem Gebüsch |
| Mi., 21.10.2026, abends | Spurensicherung und Absuche des Geländes bis in die Abendstunden |
| Do., 22.10.2026 | Staatsanwaltschaft und Polizei bestätigen den Verdacht eines Tötungsdelikts |
Fundort liegt mitten in Marburg

Der Fall ereignete sich im hessischen Marburg. Dejana P. stammte aus der Universitätsstadt. Zuletzt gesehen wurde sie beim Verlassen des Erlenring-Centers, eines Einkaufszentrums in der Innenstadt.
Gefunden wurde die Tote in einem Gebüsch in der Straße „Am Erlengraben“. Die Ermittlungen führen die Staatsanwaltschaft Marburg und die Kriminalpolizei Marburg, die gemeinsam mit dem Polizeipräsidium Mittelhessen über den Fall informierten.
> „Erste Erkenntnisse der Ermittler begründen den Verdacht auf ein Tötungsdelikt.“
> – Ermittler, zitiert von der Hersfelder Zeitung
Polizei bittet um Hinweise

Die Ermittler hoffen nun auf die Mithilfe der Bevölkerung. Gesucht werden Zeugen, die im Bereich des Erlenrings in Marburg zwischen Dienstag, 20. Oktober, 18 Uhr, und Mittwoch, 21. Oktober, 15.15 Uhr verdächtige Beobachtungen gemacht haben.
Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Marburg unter der Telefonnummer 06421 406-0 entgegen. Auch jede andere Polizeidienststelle hilft weiter.
Ob es bereits eine Spur zu einem möglichen Täter gibt, ist offen. Die Ermittlungen dauern an.