Bei Kälte: Diese 5-Minuten-Regel sollte jetzt jeder kennen!

- Advertisement -

Die Temperaturen sinken, die Heizung läuft – und in vielen Wohnungen passiert jetzt jeden Tag derselbe Fehler. Dabei reichen schon wenige Minuten, um Heizkosten zu sparen und Schimmel vorzubeugen. Experten erklären, worauf es ankommt.

- Advertisement -

Gerade in der kalten Jahreszeit wollen viele möglichst wenig Wärme verlieren. Doch wer aus Sorge um die Heizkosten falsch handelt, riskiert am Ende genau das Gegenteil: feuchte Wände, Schimmel und eine höhere Rechnung. Welche einfache Regel Verbraucherschützer und Umweltbundesamt empfehlen.

- Advertisement -

Warum gerade jetzt so viele Fehler passieren

Kondenswasser an einer Fensterscheibe, 03.11.2024. Foto: IMAGO / Zoonar (Olena Vasylieva)
Kondenswasser an einer Fensterscheibe, 03.11.2024. Foto: IMAGO / Zoonar (Olena Vasylieva)

Sobald es draußen kalt wird, bleiben die Fenster in vielen Haushalten lieber zu – oder sie stehen dauerhaft auf Kipp. Beides ist beim Lüften im Winter keine gute Idee. Die gute Nachricht: Richtig gelüftet ist schnell erledigt.

Der Grund für das regelmäßige Lüften ist Feuchtigkeit. Beim Kochen, Duschen, Wäschetrocknen und sogar beim Atmen gelangt Wasser in die Raumluft. Bleibt sie in der Wohnung, kann sie sich an kalten Stellen niederschlagen. Ein erstes Warnsignal sind beschlagene Fensterscheiben. Spätestens dann sollte laut Verbraucherzentrale gelüftet werden.

> „Je höher die Luftfeuchtigkeit und niedriger die Raumtemperatur, umso größer ist das Schimmelrisiko.“

> – Verbraucherzentrale (zitiert nach Utopia)

Die 5-Minuten-Regel: So lange reicht es im Winter

Weit geöffnetes Fenster an einem kalten Wintermorgen (Symbolbild). Bild: KI-generiert
Weit geöffnetes Fenster an einem kalten Wintermorgen (Symbolbild). Bild: KI-generiert

Im Winter ist der Luftaustausch besonders schnell, weil der Unterschied zwischen warmer Innenluft und kalter Außenluft groß ist. Deshalb genügen kurze Lüftungsphasen. Das Umweltbundesamt nennt als Richtwert, zwei- bis dreimal am Tag für ca. 5 Minuten pro Raum mit einem oder mehreren weit geöffneten Fenstern zu lüften. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, die Luft aus hygienischen Gründen mindestens drei- bis viermal täglich komplett auszutauschen.

| Jahreszeit / Außentemperatur | Empfohlene Lüftungsdauer | Quelle |

- Advertisement -

|—|—|—|

| Winter (niedrige Temperaturen oder Wind) | 3 bis 5 Minuten | Verbraucherzentrale |

| Frühjahr und Herbst | 10 bis 20 Minuten | Verbraucherzentrale |

| Sommer | 10 bis 20 Minuten | Umweltbundesamt |

| Unter 0 °C | etwa 5 Minuten | Verband Fenster + Fassade |

| 0 bis 10 °C | etwa 10 Minuten | Verband Fenster + Fassade |

Noch wirkungsvoller ist das sogenannte Querlüften: Werden Fenster an gegenüberliegenden Seiten der Wohnung gleichzeitig geöffnet, wird der Luftwechsel laut Umweltbundesamt wesentlich größer.

Großer Fehler: Das Fenster auf Kipp

Ein gekipptes Fenster an einem Wohnhaus, 09.07.2024. Foto: IMAGO / Rene Traut
Ein gekipptes Fenster an einem Wohnhaus, 09.07.2024. Foto: IMAGO / Rene Traut

Viele glauben, ein dauerhaft gekipptes Fenster sei die sparsame Lösung. Das Gegenteil ist der Fall. Nach Angaben des Umweltbundesamts erhöht ein dauerhaft gekipptes Fenster den Energieverbrauch und die Heizkosten drastisch. Zudem kühlt die Wand rund um das Fenster aus – dort kann sich Kondenswasser bilden, was Schimmel begünstigt.

Auch die Verbraucherzentrale rät vom Dauerlüften ab:

> „Beim Dauerlüften geht viel Wärmeenergie verloren.“

> – Verbraucherzentrale

Besser ist es, das Fenster kurz und vollständig zu öffnen und danach wieder zu schließen. Die Sorge, dass dabei die ganze Wohnung auskühlt, ist laut dem Verband Fenster + Fassade (VFF) unbegründet: Durch umsichtiges Stoßlüften würden die Innenwände kaum ausgekühlt.

Diese Tricks sparen beim Lüften Heizkosten

Eine Frau dreht am Thermostat eines Heizkörpers, 28.11.2024. Foto: IMAGO / Rene Traut
Eine Frau dreht am Thermostat eines Heizkörpers, 28.11.2024. Foto: IMAGO / Rene Traut

Mit ein paar einfachen Handgriffen lässt sich beim Lüften zusätzlich Energie sparen. Diese Tipps nennen Experten:

– Heizung herunterdrehen: Während das Fenster offen ist, die Thermostate am Heizkörper herunterregeln.

– Nach dem Aufstehen: Das Schlafzimmer direkt morgens gut durchlüften – laut Umweltbundesamt 5 bis 10 Minuten bei weit geöffnetem Fenster.

– Nach dem Duschen und Kochen: Feuchte Luft sofort durch weit geöffnete Fenster nach draußen lassen.

– Bei Abwesenheit: Wer tagsüber nicht zu Hause ist, sollte zumindest morgens und abends lüften.

– Nicht zu kalt werden lassen: Wohn- und Schlafräume laut Verbraucherzentrale tagsüber auf mindestens 16 bis 18 Grad heizen.

– Möbel mit Abstand: Keine Schränke oder Sofas direkt vor Heizkörper oder kalte Außenwände stellen.

Ideal ist laut Verbraucherzentrale eine Raumtemperatur von etwa 18 bis 22 Grad. Zwischen einzelnen Räumen sollte der Unterschied nicht mehr als 5 Grad betragen.

Der wichtigste Wert in der Wohnung – und das Fazit

Thermo-Hygrometer zeigen Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit an, 12.10.2026. Foto: IMAGO / Eckhard Stengel
Thermo-Hygrometer zeigen Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit an, 12.10.2026. Foto: IMAGO / Eckhard Stengel

Ob genug gelüftet wird, verrät ein kleines Messgerät: das Hygrometer. Es zeigt die relative Luftfeuchtigkeit an. Umweltbundesamt und Verbraucherzentrale nennen einen Bereich von 40 bis 60 Prozent als ideal.

| Relative Luftfeuchtigkeit | Bedeutung laut Verbraucherzentrale |

|—|—|

| unter 30 Prozent | kein Schimmel, aber Schleimhäute können gereizt werden |

| 40 bis 60 Prozent | idealer Bereich |

| längere Zeit über 50 Prozent (im Winter) | Schimmelgefahr steigt – lüften |

| 70 bis 80 Prozent direkt vor einer Wand | Schimmel kann wachsen |

Wichtig: In gut gedämmten Gebäuden können rund 60 Prozent unkritisch sein. In schlecht gedämmten Häusern kann an kalten Tagen schon eine Luftfeuchtigkeit von 40 Prozent an Wärmebrücken und in Raumecken zu hoch sein.

Fazit: Die einfache Faustregel für die kalte Jahreszeit lautet also: Fenster mehrmals täglich für etwa fünf Minuten ganz öffnen statt sie dauerhaft auf Kipp zu stellen. Wer dabei die Heizung herunterdreht und die Luftfeuchtigkeit im Blick behält, schützt seine Wohnung vor Schimmel und spart obendrein Heizenergie.

Wer trotz regelmäßigen Lüftens immer wieder feuchte Ecken oder Schimmelflecken entdeckt, sollte die Ursache prüfen lassen. Neben dem Lüftungsverhalten können auch bauliche Mängel wie Wärmebrücken dahinterstecken. Die Verbraucherzentralen bieten dazu eine Energieberatung an.

Umfrage

Wie lüften Sie im Winter?

(function(){var r=document.getElementById(‚tap-poll-lueften‘);if(!r)return;var k=’tap-poll-lueften-vote‘,t=r.querySelector(‚.tap-thx‘),b=r.querySelectorAll(‚.tap-opts button‘);function done(v){for(var i=0;i<b.length;i++){b[i].disabled=true;b[i].style.cursor='default';b[i].style.opacity=b[i].getAttribute('data-v')===v?'1':'.5';if(b[i].getAttribute('data-v')===v){b[i].style.background='#c8102e';b[i].style.color='#fff';b[i].style.borderColor='#c8102e';}}t.innerHTML='Danke für Ihre Stimme! Wie halten Sie es mit dem Lüften? Teilen Sie den Artikel mit Freunden und Familie.‘;t.style.display=’block‘;}var s=null;try{s=localStorage.getItem(k);}catch(e){}if(s)done(s);for(var i=0;i<b.length;i++){b[i].addEventListener('click',function(){var v=this.getAttribute('data-v');try{localStorage.setItem(k,v);}catch(e){}done(v);});}})();
- Advertisement -

Latest Posts