Kanzler Merz rastet vor laufender Kamera aus

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Streit um Ton, Kritik und „ewige Nörgelei“

Image: IMAGO / Anadolu Agency
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Auch beim Thema Reformpaket wurde es kritisch. Zimmermann fragte, ob weitere Entlastungen für Bürger kommen. Merz verwies auf eine geplante Steuerreform für untere und mittlere Einkommen. Zimmermann entgegnete: „Daraus ist ja nicht so sehr viel geworden.“

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Merz beklagte daraufhin, die Regierung habe Reformen noch nicht einmal verabschiedet, „und schon steht das Urteil der Medien fest“. Später zeigte Zimmermann ihm einen Ausschnitt seiner Rede beim NRW-Landesparteitag, in dem er sagte: „Kulturpessimisten, Untergangspropheten, Nöler, Nörgler, empörte Berufskritiker: Wegtreten!“

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Merz lachte zunächst, verteidigte dann aber seinen Ton. Der Ausschnitt sei unvollständig gewesen. Zugleich legte er nach: „Diese ewige Nörgelei, diese ewige Nölerei, dieses Schlechtreden, dieses Kaputtreden unseres Landes – ich darf mir das bei solchen Gelegenheiten auch mal erlauben – ich bin es einfach leid.“

Als Zimmermann ihm vorhielt, er selbst rede manchmal pauschal schlecht über die Deutschen, reagierte Merz gereizt. Er sagte: „Sie zeigen immer nur diejenigen, die Kritik an mir äußern, sie zeigen selten diejenigen, die mal sagen: Es ist genau so!“ Und er erinnerte an frühere Debatten: „Das war mit den ‚kleinen Paschas‘ schon vor vielen Jahren so.“ Für Merz ist klar: Er bekommt nach eigener Aussage auch „sehr viel Zustimmung“ – nur werde diese aus seiner Sicht zu selten gezeigt.

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