Ein beißender Geruch, ein stiller Wohnblock und ein Fund, der selbst erfahrene Ermittler erschaudern ließ – mehr war zu Beginn nicht bekannt.
Ein unheilvolles Schweigen

Die Nachbarn hatten tagelang ein dumpfes Dröhnen in den Wasserleitungen gehört, als würde jemand rund um die Uhr baden. Erst der üble Gestank trieb sie dazu, die Polizei zu rufen.
Als die Beamten die Wohnungstür aufbrachen, stockte ihnen der Atem: In schwarzen Müllsäcken lagen Körperteile, sorgfältig portioniert, neben einer Wanne, in der das Wasser noch lauwarm war. Von der Person, die hier gelebt hatte, fehlte zu diesem Zeitpunkt jede Spur.
Rätsel um eine verhängnisvolle Nacht

Spuren im Wohnzimmer deuteten auf eine ausgelassene Party hin: Leere Flaschen, grelle Discolichter, zerrissene Papierservietten. Zeugenaussagen sprechen von Musik bis in die frühen Morgenstunden und einem Streit, der abrupt verstummte.
Noch bevor die Kriminaltechnik sämtliche Beweise sichern konnte, tauchte ein Jugendlicher auf der Wache auf – nervös, mit schwankender Stimme. Seine Geschichte brachte Ermittler auf eine heikle Spur, doch das entscheidende Puzzlestück fehlte weiterhin.
Drei Verdächtige, viele Widersprüche

Binnen 48 Stunden klickten die Handschellen bei einer scheinbar unbescholtenen Sprachenlehrerin, ihrem jugendlichen Ex-Schüler und einem Bekannten aus der Partyszene. Alle drei beschuldigen sich gegenseitig: Die einen sprechen von einem Unfall, die anderen von Notwehr, manche von einem kaltblütigen Plan.
Gerichtsmediziner stellten indes fest, dass das Opfer bereits tot war, als die Zerteilung begann. Wieso also das grausame Zerlegen? Ging es um Geld, Eifersucht – oder das Vertuschen eines ganz anderen Verbrechens?
Das Schock-Finale in einer norditalienischen Metropole

Erst jetzt lüften die Fahnder das letzte Geheimnis: Tatort war eine Wohnung im Viertel Borgo Vittoria in Turin, Italien. Das Opfer, Fabio Colapietro (39), soll bei einem Drogentrip ums Leben gekommen sein; die Lehrerin Nicole F., 47, wird verdächtigt, gemeinsam mit zwei Komplizen den Körper zerstückelt zu haben, um Zeit zu gewinnen und Spuren zu verwischen.
Die Polizei fand Betonblöcke bereitgelegt, vermutlich um die Überreste endgültig verschwinden zu lassen. Ob es sich um Mord oder fahrlässige Tötung handelt, wird nun ein Gericht klären – doch das grausame Bild aus der Badewanne hat sich bereits unauslöschlich in das Gedächtnis der Stadt gebrannt.