Nach 16 Monaten Ungewissheit: Taucher macht traurigen Fund!

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Mehr als ein Jahr lang wussten Familie und Freunde nicht, was mit einem jungen Studenten geschehen ist. Er war bei einem Bootsausflug im Sommer 2025 im Wasser verschwunden – trotz einer großen Suchaktion blieb er unauffindbar. Jetzt hat ein Taucher eine traurige Entdeckung gemacht.

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Der Fall hatte damals viele Menschen bewegt: Ein entspannter Nachmittag mit Freunden auf dem Wasser endete in einer Tragödie. Retter suchten tagelang, doch der junge Mann wurde nicht gefunden. Nun, rund 16 Monate später, gibt es eine traurige Gewissheit – zumindest nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen.

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Ein Bootsausflug, der tragisch endete

Taucher suchen nach einem Badeunfall nach einem vermissten Schwimmer (Symbolbild), 02.09.2020. Foto: IMAGO / xcitepress
Taucher suchen nach einem Badeunfall nach einem vermissten Schwimmer (Symbolbild), 02.09.2020. Foto: IMAGO / xcitepress

Im Juni 2025 verschwand ein 23-jähriger Student bei einem Badeausflug mit zwei Freunden spurlos im Wasser eines Sees. Trotz intensiver Suche fehlte von ihm lange jede Spur. Jetzt hat die Polizei neue Erkenntnisse zu dem Fall veröffentlicht.

Am 15. Juni 2025 war der junge Mann gemeinsam mit zwei Freunden mit einem Boot auf dem See unterwegs. Die Gruppe legte eine Pause ein und nutzte die Gelegenheit zum Baden. Der Ablauf, wie ihn die Ermittler beschreiben:

– Die drei jungen Männer sprangen abwechselnd vom Boot ins Wasser.

– Nach rund einer halben Stunde schaffte es der 23-Jährige nicht mehr zurück an Bord.

– Nach Angaben der Polizei konnte er nicht schwimmen.

– Seine beiden Begleiter versuchten sofort, ihm zu helfen.

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Verzweifelter Rettungsversuch der Freunde

Ein Rettungsboot der Wasserrettung auf Patrouillenfahrt (Symbolbild), 15.07.2025. Foto: IMAGO / Bihlmayerfotografie (Michael Bihlmayer)
Ein Rettungsboot der Wasserrettung auf Patrouillenfahrt (Symbolbild), 15.07.2025. Foto: IMAGO / Bihlmayerfotografie (Michael Bihlmayer)

Die beiden Freunde kämpften um das Leben des Studenten – und brachten sich dabei selbst in große Gefahr. Wie die Polizei mitteilte, klammerte sich der junge Mann so fest an seine Begleiter, dass diese selbst in Not gerieten. Es gelang ihnen nicht, ihn zurück ins Boot zu ziehen.

Schließlich mussten die beiden den Rettungsversuch abbrechen. Der 23-Jährige ging unter und tauchte nicht wieder auf.

Experten der Wasserrettung warnen seit Jahren vor genau solchen Situationen: Ertrinkende Menschen klammern sich in Panik oft an alles, was sie greifen können – auch an Helfer. Ohne Ausbildung im Rettungsschwimmen kann ein Rettungsversuch daher schnell für alle Beteiligten lebensgefährlich werden.

Großeinsatz mit Drohnen, Suchhunden und Sonar

Einsatzkräfte suchen auf dem Wasser nach einer vermissten Person (Symbolbild), 10.08.2020. Foto: IMAGO / Sven Simon
Einsatzkräfte suchen auf dem Wasser nach einer vermissten Person (Symbolbild), 10.08.2020. Foto: IMAGO / Sven Simon

Nach dem Alarm startete eine groß angelegte Suche nach dem Studenten. Wasserwacht und Wasserschutzpolizei suchten den See ab und setzten dabei unter anderem ein:

– Drohnen aus der Luft

– Suchhunde

– ein Sonarboot, das den Seegrund absucht

Doch alle Bemühungen blieben ohne Erfolg. Der junge Mann blieb verschwunden, für seine Angehörigen und Freunde begann eine lange Zeit der Ungewissheit. Mehr als ein Jahr lang gab es keine Spur von ihm.

Taucher entdeckt Leiche – die Auflösung

Blick auf den Starnberger See mit der Roseninsel, Feldafing, 12.10.2026. Foto: IMAGO / Ulrich Wagner
Blick auf den Starnberger See mit der Roseninsel, Feldafing, 12.10.2026. Foto: IMAGO / Ulrich Wagner

Am Mittwochnachmittag (14. Oktober 2026) holte ein Taucher einer Spezialfirma aus München eine Leiche aus der Starnberger Bucht im Starnberger See in Oberbayern. Das teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Nord am Donnerstag mit. Wie der Spiegel berichtet, war der Tote zuvor mithilfe eines Tauchroboters geortet worden.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei handelt es sich um den seit Juni 2025 vermissten Studenten. Laut Bild-Zeitung stammten der 23-Jährige und seine beiden Freunde aus Indien. Sein Name wurde nicht veröffentlicht.

| Der Fall im Überblick | |

|—|—|

| Vermisst seit | 15. Juni 2025 |

| Alter des Studenten | 23 Jahre |

| Ort des Unglücks | Starnberger See (Oberbayern) |

| Fundort | Starnberger Bucht |

| Bergung | Mittwoch, 14. Oktober 2026 |

| Geortet durch | Tauchroboter (laut Spiegel) |

| Geborgen durch | Taucher einer Spezialfirma aus München |

| Zuständige Polizei | Polizeipräsidium Oberbayern Nord |

Bayern trauriger Spitzenreiter bei Badetoten

Einsatzfahrzeuge der DLRG an einem Flussufer (Symbolbild), 06.09.2026. Foto: IMAGO / Gottfried Czepluch
Einsatzfahrzeuge der DLRG an einem Flussufer (Symbolbild), 06.09.2026. Foto: IMAGO / Gottfried Czepluch

Der tragische Fall am Starnberger See steht für ein Problem, vor dem Rettungsorganisationen seit Jahren warnen. Laut der Statistik der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ertranken 2025 in Deutschland mindestens 393 Menschen – 18 weniger als im Vorjahr. Bayern verzeichnete mit 84 Todesopfern die höchste Zahl aller Bundesländer, 37 davon allein im Regierungsbezirk Oberbayern.

> „Viele Fälle wären vermeidbar gewesen.“

> – Ute Vogt, Präsidentin der DLRG

Besonders betroffen sind Männer: Von den 393 Opfern waren 312 männlich. Die meisten tödlichen Unfälle ereigneten sich in Binnengewässern wie Seen, Teichen und Flüssen.

| DLRG-Statistik 2025 | Zahl |

|—|—|

| Badetote in Deutschland | mindestens 393 |

| davon Männer | 312 |

| Badetote in Bayern | mindestens 84 |

| davon in Oberbayern | 37 |

| Todesopfer im Alter von 21 bis 30 Jahren | 48 |

Die DLRG rät deshalb: Nichtschwimmer sollten nie ohne Schwimmhilfe ins tiefe Wasser gehen – auch nicht von einem Boot aus.

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