Schweres Zugunglück am Mittwochmorgen: Zwei Hochgeschwindigkeitszüge sind kurz vor 9 Uhr auf einer Schnellfahrstrecke zusammengestoßen. Zwei Waggons stürzten eine Böschung hinab. Es gibt zahlreiche Verletzte, Medien berichten unter Berufung auf Polizei- und Bahnkreise sogar von Toten. Ein Großaufgebot an Rettern ist im Einsatz.
Horror-Crash am Morgen: Schnellzug fährt auf anderen Zug auf

Am Mittwochmorgen (28. Oktober) ist es zu einem schweren Zugunglück gekommen. Zwei mit Hunderten Fahrgästen besetzte Hochgeschwindigkeitszüge prallten auf offener Strecke zusammen – mit dramatischen Folgen.
Nach Angaben der Notrufzentrale krachte es um 8:54 Uhr. Der zuständige Infrastrukturbetreiber sprach von einem Auffahrunfall: Einer der Züge fuhr auf das Heck des anderen auf.
Ersten Medienberichten zufolge hatte einer der beiden Züge wenige Minuten vor dem Zusammenstoß abgebremst und angehalten – wegen einer Störung im Zugverkehr auf der Strecke. Was genau dann passierte, ist noch völlig unklar.
Waggons stürzen Böschung hinab – Tote befürchtet

Die Wucht des Aufpralls war enorm: Nach Angaben der Notrufzentrale stürzten zwei Waggons eine Böschung hinab.
In den Zügen saßen nach einer Schätzung des örtlichen Bürgermeisters rund 390 und etwa 170 Menschen. Eine offizielle Zahl gibt es bislang nicht.
Was bisher bekannt ist:
– Die Notrufzentrale meldete zunächst „mehrere Verletzte“, Medien berichten inzwischen von Dutzenden Verletzten.
– Unter Berufung auf Polizei- und Bahnkreise berichten Medien von Todesopfern, teils ist von mindestens zwei Toten die Rede.
– Offiziell bestätigt war das am Vormittag noch nicht. Die Regionalregierung hatte nach eigenen Angaben zunächst keine gesicherten Erkenntnisse über Tote oder Verletzte.
– Die Ursache des Unglücks ist noch unbekannt.
Großeinsatz: Hubschrauber, Feuerwehr, Notfallplan

An der Unglücksstelle läuft ein Großeinsatz. Im Einsatz sind laut Notrufzentrale:
– Feuerwehrleute aus zwei Wachen der Umgebung
– Helfer des Zivilschutzes aus mehreren Nachbarorten
– drei Rettungshubschrauber
– zwei Intensiv-Rettungswagen
Die Regionalregierung aktivierte ihren Katastrophenschutzplan in der Stufe „Notfall, Einsatzlage 1“. Die Bürgermeister der umliegenden Orte wurden gebeten, Sporthallen herzurichten. Dort sollen die Fahrgäste versorgt und betreut werden.
Unglück in Spanien: Hier krachten die Züge zusammen

Das Unglück ereignete sich in Spanien: In der Provinz Toledo (Region Kastilien-La Mancha) stießen die Züge zwischen den Orten Los Yébenes und Urda zusammen, im Bereich des Bahnhofs von Urda. Betroffen ist die wichtige Schnellfahrstrecke von Madrid nach Andalusien.
Beteiligt waren ein AVE-Zug der Staatsbahn Renfe und ein Zug des privaten Betreibers Iryo. Laut der Nachrichtenagentur EFE handelt es sich um den AVE 2080 und den Iryo 6076. Der AVE war laut Medienberichten um 8 Uhr in Madrid in Richtung Sevilla gestartet. Welcher Zug auf welchen auffuhr, ist noch nicht abschließend geklärt.
| Das Zugunglück im Überblick | |
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| Datum | Mittwoch, 28. Oktober 2026 |
| Uhrzeit | 8:54 Uhr |
| Ort | zwischen Los Yébenes und Urda, Provinz Toledo (Spanien) |
| Strecke | Hochgeschwindigkeitsstrecke Madrid–Andalusien |
| Beteiligte Züge | AVE (Renfe) und Iryo |
| Fahrgäste | ca. 390 und ca. 170 (Schätzung des Bürgermeisters) |
| Folgen | zwei Waggons eine Böschung hinabgestürzt, zahlreiche Verletzte, Berichte über Tote |
| Ursache | noch unbekannt |
Bahnverkehr gestoppt – Regierungschef sagt Termine ab

Der Infrastrukturbetreiber Adif sperrte die Hochgeschwindigkeitsstrecke. Laut Renfe ist der Zugverkehr zwischen Madrid, Ciudad Real und Andalusien komplett eingestellt. Fahrgäste betroffener Züge können ihre Tickets kostenlos umbuchen oder stornieren. Wer etwa nach Sevilla, Córdoba oder Málaga reisen will, sollte sich vorab bei seinem Bahnunternehmen informieren – das betrifft auch deutsche Urlauber.
Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez sagte Medienberichten zufolge seine Termine für den Tag ab. Auch der Regionalpräsident von Kastilien-La Mancha, Emiliano García-Page, strich seine Agenda und machte sich auf den Weg zur Unglücksstelle. Auf X schrieb er:
> „Ich verfolge den Zugunfall, der sich heute Morgen in Urda ereignet hat, aufmerksam und mit Sorge.“
> – Emiliano García-Page auf X (aus dem Spanischen übersetzt)
Erinnerungen an die Tragödie von Adamuz

Für Spanien ist es bereits das zweite schwere Unglück im Hochgeschwindigkeitsnetz in diesem Jahr. Am 18. Januar 2026 war bei Adamuz in der Provinz Córdoba ein Iryo-Zug entgleist, auf das Nachbargleis geraten und mit einem entgegenkommenden Alvia-Zug von Renfe kollidiert. 46 Menschen kamen ums Leben, Hunderte wurden verletzt.
Als Ursache gilt nach vorläufigen Erkenntnissen ein Schienenbruch an einer mangelhaften Schweißstelle. Das Unglück beschäftigt bis heute einen Untersuchungsausschuss des spanischen Senats.
Warum es nun bei Urda zu dem Zusammenstoß kam, müssen die Ermittler klären. Die Lage vor Ort ist noch unübersichtlich – die Zahl der Verletzten und möglichen Todesopfer kann sich im Laufe des Tages noch ändern.