Schock-Nachricht für Fußball-Fans: Ex-Nationaltrainer ist tot

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Die Fußballwelt trauert: Ein früherer Nationaltrainer ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Unter ihm erlebte sein Team den größten WM-Moment seiner Geschichte – eine Bestmarke, die bis heute Bestand hat.

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Die traurige Nachricht wurde am Donnerstag bekannt. Die Familie bestätigte den Tod gegenüber einem Fernsehsender. Weggefährten und der Verband würdigen einen Trainer, der seine Spieler nicht nur als Taktiker prägte.

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Trauer um einen „anständigen Menschen“

Ein Fußball und eine brennende Kerze in einem leeren Stadion (Symbolbild). Foto: KI-generiert
Ein Fußball und eine brennende Kerze in einem leeren Stadion (Symbolbild). Foto: KI-generiert

Ein ehemaliger Nationaltrainer ist mit 83 Jahren gestorben. Jahrzehntelang arbeitete er im Profifußball, in mehreren Ländern. Seine Familie bestätigte den Tod, eine Todesursache wurde nicht genannt.

Besonders bewegend sind die Worte des heutigen Fußballdirektors des Verbandes, der früher selbst unter dem Verstorbenen spielte. Er bezeichnete seinen ehemaligen Coach laut dpa als

> „weit mehr als nur ein kompetenter Fußballtrainer“

Er hob zudem die positive Lebenseinstellung, den Humor und die Menschlichkeit seines früheren Trainers hervor.

Die Sternstunde von 1998

Der offizielle Spielball „Tricolore“ der Fußball-WM 1998 in Frankreich, 20.06.1998. Foto: IMAGO / Allstar Picture Library Ltd
Der offizielle Spielball „Tricolore“ der Fußball-WM 1998 in Frankreich, 20.06.1998. Foto: IMAGO / Allstar Picture Library Ltd

Seine größte Stunde erlebte der Trainer bei der Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich. Seine Mannschaft überstand die Gruppenphase und spielte danach groß auf:

– Achtelfinale: 4:1 gegen Nigeria

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– Viertelfinale: knappes 2:3 gegen Brasilien

Das Viertelfinale ist bis heute das beste WM-Ergebnis seines Landes.

Es ist Bo „Bosse“ Johansson

Dänemarks Nationaltrainer Bo Johansson beim WM-Achtelfinale 1998 in Saint-Denis, 28.06.1998. Foto: IMAGO / WEREK
Dänemarks Nationaltrainer Bo Johansson beim WM-Achtelfinale 1998 in Saint-Denis, 28.06.1998. Foto: IMAGO / WEREK

Der Verstorbene ist Bo Johansson, genannt „Bosse“. Der Schwede war von 1996 bis 2000 Nationaltrainer von Dänemark. Er trat die Nachfolge von Richard Møller Nielsen an, der die Dänen 1992 zum EM-Titel geführt hatte. Den Tod meldete der dänische Sender TV 2 unter Berufung auf die Familie. Die Würdigung stammt von DBU-Fußballdirektor Peter Møller, der einst unter Johansson spielte.

Steckbrief Bo Johansson
NameBo „Bosse“ Johansson
Geboren28.11.1942 in Kristdala (Schweden)
Gestorbenim Alter von 83 Jahren (Tod am 15.10.2026 bekannt geworden)
NationaltrainerIsland (1990–1991), Dänemark (1996–2000)
Größter ErfolgWM-Viertelfinale 1998 mit Dänemark

Ein Trainerleben in fünf Ländern

Bo Johansson vor dem Länderspiel Dänemark gegen Schweden in Kopenhagen, 26.04.2000. Foto: IMAGO / Allstar Picture Library Ltd
Bo Johansson vor dem Länderspiel Dänemark gegen Schweden in Kopenhagen, 26.04.2000. Foto: IMAGO / Allstar Picture Library Ltd

Johansson trainierte Vereine in Schweden, Norwegen, Finnland, Dänemark und Griechenland. Zu seinen Titeln zählen:

– Schwedischer Meister mit Östers IF (1980, 1981)

– Dänischer Meister mit Silkeborg IF (1994)

– Norwegischer Pokalsieger mit Molde FK (2005)

Bis Ende 2010 blieb er dem Fußball treu, zuletzt als Co-Trainer beim kleinen schwedischen Klub Åtvidabergs FF.

Bitterer Abschied bei der EM 2000

Die Nationaltrainer Bo Johansson (Dänemark), Roger Lemerre (Frankreich), Jozef Chovanec (Tschechien) und Frank Rijkaard (Niederlande) bei der EM-Auslosung in Brüssel, 12.12.1999. Foto: IMAGO / WEREK
Die Nationaltrainer Bo Johansson (Dänemark), Roger Lemerre (Frankreich), Jozef Chovanec (Tschechien) und Frank Rijkaard (Niederlande) bei der EM-Auslosung in Brüssel, 12.12.1999. Foto: IMAGO / WEREK

Schon 1999 kündigte Johansson an, nach der EM 2000 in den Niederlanden und Belgien aufzuhören. Der Abschied wurde bitter: Dänemark verlor alle drei Gruppenspiele – gegen Frankreich (0:3), die Niederlande (0:3) und Tschechien (0:2). Sein Nachfolger wurde Morten Olsen.

Was bleibt, ist der Sommer 1998 – und Møllers Urteil über den Menschen Bo Johansson. Er nannte ihn laut dpa „ein herzlicher, sympathischer und anständiger Mensch“.

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