Ein plötzlicher Alarm aus Deutschlands größter Tierbedarfskette sorgt seit Donnerstagabend für Unruhe unter Katzenhaltern – doch welches Futter genau betroffen ist, behält Fressnapf zunächst für sich. Klar ist nur: Wer die Warnung ignoriert, setzt seine Samtpfote einer vermeidbaren Gefahr aus.
Unerwartete Warnmeldung erschüttert Katzenfreunde

Für viele kam die Nachricht wie aus dem Nichts: Kurz vor Ladenschluss erschienen erste Hinweise auf einen umfassenden Rückruf in den sozialen Medien, wenig später bestätigte Fressnapf den Schritt offiziell. Sofort füllten sich Haustier-Foren mit besorgten Fragen, denn die Mitteilung blieb vage und ließ offen, um welche Sorte es sich handelt.
Der Tenor der Experten ist eindeutig: Wenn eine Kette dieser Größe so drastisch reagiert, steckt meist ein ernstes Risiko dahinter. Doch Details gab es zunächst kaum – Fressnapf bat lediglich darum, bestimmte „Artikel aus dem Premium-Segment“ vorsorglich nicht mehr zu verfüttern.
Verletzungsgefahr statt Verdorbenem – das steckt hinter dem Rückruf

Viele Halter dachten zuerst an bakteriellen Befall oder Schimmel. Tatsächlich geht es aber um etwas ganz anderes: Im betroffenen Futter könnten scharfe Fremdkörper lauern. Tierärzte warnen, dass solche Splitter beim Fressen winzige Risse im Mundraum verursachen und sogar zu inneren Verletzungen führen können – eine Gefahr, die nicht immer sofort bemerkt wird.
Besonders tückisch: Katzen schlucken kleinere Partikel häufig herunter, ohne auffällig zu reagieren. Erst Stunden später treten Erbrechen, Appetitlosigkeit oder Schluckbeschwerden auf. Wer entsprechende Symptome bemerkt, sollte daher nicht abwarten, sondern direkt einen Veterinär aufsuchen.
So reagiert Fressnapf – und was Kunden jetzt tun sollten

Noch in der Nacht zog das Unternehmen die gesamte betroffene Ware aus den Regalen und richtete eine Hotline ein, die seit Freitagmorgen permanent besetzt ist. Fressnapf verspricht eine vollständige Kaufpreiserstattung, selbst wenn kein Kassenbon mehr vorliegt. Außerdem übernimmt die Kette nach eigenen Angaben mögliche Tierarzt-Kosten, falls eindeutig nachgewiesen ist, dass das Tier durch den Mangel verletzt wurde.
Parallel läuft intern eine Ursachenforschung: Laut ersten Ergebnissen soll es sich um einen Produktionsfehler handeln, der nur eine begrenzte Charge betrifft. Die übrigen Sorten des Herstellers seien laut Fressnapf „intensiv geprüft“ und nicht betroffen – ganz ausgeschlossen wurde ein erweitertes Risiko jedoch noch nicht.
Jetzt ist es offiziell: Diese Sorte muss zurück
Erst nach stundenlangem Rätselraten veröffentlichte Fressnapf am Freitagmittag die harten Fakten: Betroffen ist „MOMENTS Filet Bites Thunfisch & Sardellen“ im 50-Gramm-Beutel, erkennbar an der Artikelnummer 2369983. Entscheidend sind zwei weitere Merkmale: die Chargennummer 150098 und das Mindesthaltbarkeitsdatum 19.12.2027. Nur Ware mit genau diesen Angaben darf auf keinen Fall mehr verfüttert werden.
Kunden sollen die Beutel in jeder Filiale oder per Post an Fressnapf zurücksenden. Dort erhalten sie den vollen Kaufpreis und auf Wunsch eine sichere Ersatzsorte. Wer das Futter bereits gegeben hat, sollte sein Tier bis zu 48 Stunden beobachten; treten auffällige Symptome auf, empfiehlt Fressnapf ausdrücklich einen sofortigen Tierarztbesuch. Damit endet die Spekulation – und macht klar, wie ein kleiner Produktionsfehler zur großen Gefahr werden kann.