Trauer im Hause Lindemann: Die Familie des Rammstein-Frontmanns hat einen schweren Verlust erlitten. Am vergangenen Wochenende ist ein Mensch gestorben, der Till Lindemann von Anfang an begleitet hat – und für den er in den letzten Wochen alles andere stehen und liegen ließ.
Abschied mit 87 Jahren

Brigitte Hildegard Lindemann, genannt Gitta, die Mutter von Till Lindemann (63), ist am Samstag, 24. Oktober 2026, im Alter von 87 Jahren gestorben. Das bestätigte ihre Familie dem NDR, zuerst hatte die „Ostsee-Zeitung“ berichtet. Die Journalistin und Schriftstellerin lebte bis zuletzt in einem kleinen Dorf im Landkreis Nordwestmecklenburg. Die Todesursache ist bislang nicht bekannt.
Till blieb an ihrer Seite

Wie die „Bild“ berichtet, war Till Lindemann in den letzten Wochen für seine Mutter da. Anfang Oktober wollten Mutter und Sohn eigentlich gemeinsam eine Veranstaltung zum 100. Geburtstag von Tills verstorbenem Vater Werner Lindemann in der Rostocker Kunsthalle besuchen. Doch Gitta Lindemann war bereits zu krank, um teilzunehmen. Till sagte ebenfalls ab und blieb bei ihr. Wenige Wochen später musste er für immer Abschied nehmen.
„Liebeserklärung an meinen Sohn“
Wie stolz Gitta Lindemann auf ihren Sohn war, machte sie immer wieder deutlich. In ihrem 2023 erschienenen Buch „Meine Fensterplätze“ widmete sie ihm eine eigene „Liebeserklärung an meinen Sohn“. Darin heißt es:
„Wenn ich nicht zufällig seine Mutter wäre, mit diesem Mann wäre ich gerne befreundet.“
Gitta Lindemann in „Meine Fensterplätze“
Besonders schätzte sie laut „Bild“ seine fürsorgliche Art: Sie erzählte, wie Till seine Großmutter im Rollstuhl zum Weihnachtsessen abholte und ihr beim Essen half. Auch mit der Musik ihres Sohnes konnte sie viel anfangen und besuchte gerne Rammstein-Konzerte. Der „Ostsee-Zeitung“ sagte sie 2019:
„Ich find’ die Konzerte geil. Diese ganze Atmosphäre. Das hat doch was von Operninszenierungen.“
Gitta Lindemann im Gespräch mit der „Ostsee-Zeitung“ (2019)

Journalistin, Radiofrau, Lyrikerin
Gitta Lindemann wurde am 11. April 1939 in Dresden geboren und studierte Journalistik in Leipzig. Ende der 1960er-Jahre kam sie zum Rundfunk der DDR, unter anderem ins Studio Neubrandenburg. Von 1992 bis 2002 leitete sie die Kulturredaktion des NDR in Schwerin.
Mit ihrem Ehemann Werner Lindemann, einem bekannten DDR-Schriftsteller und Lyriker, der 1993 starb, hatte sie zwei Kinder: Till und dessen jüngere Schwester Saskia.
Der Literatur blieb sie bis ins hohe Alter treu:
– „Meine Fensterplätze“ (2023, Okapi Verlag): ihr erstes Buch, mit Tagebuchnotizen aus der Wendezeit 1990 bis 1992 und der „Liebeserklärung an meinen Sohn“
– „Lautlos“ (2026): ein Gedichtband, den sie im Frühjahr auf der Leipziger Buchmesse vorstellte
Gitta Lindemann im Überblick
| Name | Brigitte Hildegard „Gitta“ Lindemann |
|---|---|
| Geboren | 11. April 1939 in Dresden |
| Gestorben | 24. Oktober 2026 im Alter von 87 Jahren |
| Beruf | Journalistin, Schriftstellerin, Lyrikerin |
| Stationen | Rundfunk der DDR (u. a. Neubrandenburg), 1992–2002 Leiterin der NDR-Kulturredaktion in Schwerin |
| Familie | Ehemann Werner Lindemann († 1993), Kinder Till und Saskia |
| Bücher | „Meine Fensterplätze“ (2023), „Lautlos“ (2026) |
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