Sie wollte 100 werden: Berühmte Prominente ist tot!

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Trauer um eine Frau, die als echte Pionierin galt: Eine berühmte Prominente ist am Sonntag gestorben. Ihre Familie bestätigte die traurige Nachricht. Weggefährten würdigen sie als großes Vorbild und als „eine der ganz Großen“. Wer sie war und warum ihr Lebenswerk bleibt.

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Abschied am Sonntagmorgen

Weiße Lilien und eine Trauerkarte auf einem Holztisch (Symbolbild). Bild: KI-generiert
Weiße Lilien und eine Trauerkarte auf einem Holztisch (Symbolbild). Bild: KI-generiert

Sie hat Generationen geprägt, ohne selbst ständig im Rampenlicht zu stehen. Am Sonntag, 1. November 2026, ist sie in einem Krankenhaus gestorben – ihre Familie war in den letzten Stunden bei ihr.

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Ihre Tochter machte den Tod am Sonntagnachmittag öffentlich. Kurz darauf meldeten sich zahlreiche Weggefährten zu Wort. Eine Todesursache wurde nicht genannt. Noch wenige Wochen zuvor hatte sie sich in der Öffentlichkeit gezeigt und von neuen Plänen gesprochen.

Trauer um Regina Ziegler

Filmklappe und Filmrolle auf einem Tisch, im Hintergrund ein Kinosaal (Symbolbild). Bild: KI-generiert
Filmklappe und Filmrolle auf einem Tisch, im Hintergrund ein Kinosaal (Symbolbild). Bild: KI-generiert

Gestorben ist die Film- und Fernsehproduzentin Regina Ziegler. Sie gilt als Grande Dame der deutschen Film- und Fernsehbranche. Laut ZDFheute bestätigten ihre Tochter Tanja Ziegler und das Familienunternehmen Ziegler Film den Tod auf Instagram. Zuerst hatte die „Bild“ berichtet.

In der Mitteilung würdigt die Familie sie als Gründerin und als besonderen Menschen:

> „Mit ihr verlieren wir nicht nur die Gründerin von Ziegler Film, sondern auch eine außergewöhnliche Persönlichkeit …“

> – Tanja Ziegler und das Team von Ziegler Film, zitiert nach DWDL

Ihr „unermüdlicher Einsatz für den Film und ihr Mut“ würden immer in Erinnerung bleiben, heißt es laut filmdienst weiter.

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Mit 29 Jahren wagte sie den großen Schritt

Regina Ziegler bei der Verleihung des Jupiter Award 2026, Hamburg, 19.03.2026. Foto: IMAGO / BREUEL-BILD (CNTVfoto)
Regina Ziegler bei der Verleihung des Jupiter Award 2026, Hamburg, 19.03.2026. Foto: IMAGO / BREUEL-BILD (CNTVfoto)

Regina Ziegler wurde 82 Jahre alt. Geboren wurde sie 1944 in Quedlinburg. Ein Jurastudium brach sie laut filmdienst nach einem Semester ab und sammelte erste Erfahrungen beim Sender Freies Berlin. 1973 kündigte sie ihre Festanstellung und gründete mit 29 Jahren ihre eigene Produktionsfirma – laut ZDFheute als erste Frau in Deutschland.

Das Startkapital kam von Freunden und Verwandten, wie sie in ihrer Autobiografie „Geht nicht, gibt’s nicht“ (2017) schrieb. Gleich ihr erster Kinofilm wurde ausgezeichnet.

| Steckbrief | Regina Ziegler |

|—|—|

| Geboren | 8. März 1944 in Quedlinburg |

| Gestorben | 1. November 2026 in Berlin |

| Alter | 82 Jahre |

| Beruf | Film- und Fernsehproduzentin |

| Firma | Ziegler Film, gegründet 1973 |

| Erster Film | „Ich dachte, ich wäre tot“ (1974), Bundesfilmpreis |

| Familie | Tochter Tanja Ziegler; zweiter Ehemann: Regisseur Wolf Gremm |

| Autobiografie | „Geht nicht, gibt’s nicht“ (2017) |

Mehr als 500 Produktionen: Ihre bekanntesten Werke

Regina Ziegler beim Empfang des Medienboards bei den Filmfestspielen von Cannes, 17.05.2026. Foto: IMAGO / APress (Allphoto)
Regina Ziegler beim Empfang des Medienboards bei den Filmfestspielen von Cannes, 17.05.2026. Foto: IMAGO / APress (Allphoto)

In mehr als 50 Jahren entstanden unter ihrer Regie als Produzentin über 500 Kino- und Fernsehfilme. Sie arbeitete mit Größen wie Rainer Werner Fassbinder, Volker Schlöndorff und Andrzej Wajda. Zu ihren bekanntesten Produktionen gehören:

– „Weissensee“ – die ARD-Serie über eine Familie in der DDR

– „Familie Bundschuh“ und „Kommissarin Heller“ im ZDF

– „Lena Lorenz“ und „Die Holzbaronin“

– „Der Mann mit dem Fagott“ über das Leben von Udo Jürgens

– „Ich war noch niemals in New York“ (2019), die Verfilmung des Udo-Jürgens-Musicals

– „Korczak“ (1990) von Andrzej Wajda und „Rückkehr nach Montauk“ (2017) von Volker Schlöndorff

Für ihre Arbeit wurde sie vielfach geehrt – unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis, einem International Emmy und dem Grimme-Preis. 2016 erhielt sie den Ehrenpreis des Deutschen Filmpreises, 2024 den Deutschen Gründerpreis für ihr Lebenswerk. Das Museum of Modern Art in New York widmete ihr eine Retrospektive. Bei der Ehrung 2016 lobte Schauspielerin Iris Berben laut filmdienst ihre „Leidenschaft, Energie, Charme, Durchsetzungskraft und eine unendlich große Liebe zu ihrem Metier“.

Bis zuletzt voller Pläne

Regina Ziegler und Sebastian Fitzek bei der Berlin-Premiere von „Heimsuchung“ im Kino International, 06.10.2026. Foto: IMAGO / APress (Sebastian Gabsch)
Regina Ziegler und Sebastian Fitzek bei der Berlin-Premiere von „Heimsuchung“ im Kino International, 06.10.2026. Foto: IMAGO / APress (Sebastian Gabsch)

An Ruhestand dachte Regina Ziegler nicht. Ihr letztes großes Projekt war „Heimsuchung“ nach dem Roman von Jenny Erpenbeck, inszeniert von Volker Schlöndorff. Der Film feierte im Mai 2026 in Cannes Premiere und lief laut filmdienst zuletzt noch in den deutschen Kinos.

Ihre letzten öffentlichen Auftritte liegen nur wenige Wochen zurück:

– Am 6. Oktober 2026 besuchte sie die Berlin-Premiere von „Heimsuchung“ im Kino International.

– Am 9. Oktober 2026 war sie laut t-online auf der Frankfurter Buchmesse.

Ihre Ziele hatte sie früher einmal in einem Interview mit TIKonline klar formuliert:

> „Ich werde 100 und bis dahin will ich noch ganz viel produzieren!“

> – Regina Ziegler, zitiert nach t-online

Ihr Lebenswerk lebt weiter: Tochter Tanja Ziegler führt Ziegler Film laut filmdienst seit Anfang der 2000er-Jahre mit. 2011 übernahmen Mutter und Tochter zudem das Berliner Kino filmkunst 66.

„Eine der ganz Großen“: So reagiert die Branche

Regina Ziegler und Volker Schlöndorff bei den Filmfestspielen von Cannes, 16.05.2026. Foto: IMAGO / Future Image (D. Bedrosian)
Regina Ziegler und Volker Schlöndorff bei den Filmfestspielen von Cannes, 16.05.2026. Foto: IMAGO / Future Image (D. Bedrosian)

Die Nachricht von ihrem Tod löste in der Branche große Betroffenheit aus. Sender, Förderer und Schauspieler verabschiedeten sich mit bewegenden Worten:

| Wer | Was gesagt wurde |

|—|—|

| Norbert Himmler, ZDF-Intendant | „enge, langjährige und hoch geschätzte Partnerin“ des Senders (laut ZDFheute) |

| Nadine Bilke, ZDF-Programmdirektorin | „Regina Ziegler war und bleibt ein großes Vorbild für Frauen in unserer Branche.“ |

| Christine Strobl (ARD) und Christoph Pellander (ARD Degeto) | „Regina Ziegler hat Geschichten nicht nur erzählt. Sie hat sie möglich gemacht.“ |

| Katrin Vernau, WDR-Intendantin | „Mit Regina Ziegler verliert der deutsche Film eine der prägendsten Persönlichkeiten der letzten Jahrzehnte.“ |

| Produzent Nico Hofmann (laut „Bild“) | „Regina war der Fels in der Brandung.“ |

| Schauspielerin Marion Kracht (auf Instagram) | „Wir verlieren eine der ganz Großen“ |

Quellen: ZDFheute, DWDL, viply

Das ZDF änderte nach ihrem Tod kurzfristig sein Programm und zeigte zu ihren Ehren am Montagabend „Familie Bundschuh – Bundschuh gegen Bundschuh“ und in der Nacht „Fabian“. Im Laufe der Woche folgen laut ZDFheute Wiederholungen von „Kommissarin Heller“ und „Die Holzbaronin“.

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