Sie fährt jeden Morgen mit dem Bus zur Uni. Doch nach einer Fahrt im vollen Bus macht eine 21-jährige Studentin eine verstörende Entdeckung an ihrer Kleidung. Inzwischen erheben mehrere junge Frauen schwere Vorwürfe gegen denselben Mann.
Was die Studentinnen schildern, ist für viele Pendlerinnen ein Albtraum. Die Polizei ermittelt.
Die Entdeckung beim Aussteigen

Eine junge Frau steigt nach der morgendlichen Busfahrt zur Universität aus – und stellt fest, dass mit ihrer Hose etwas nicht stimmt. Was sie entdeckt, führt zu Vorwürfen gegen einen Mitfahrer, die inzwischen auch die Polizei beschäftigen.
Die 21-jährige Studentin nutzt die Buslinie regelmäßig für ihren Weg zur Uni. Morgens ist es dort eng, wie sie gegenüber einem Nachrichtenportal schildert:
> „Am Morgen um 8 Uhr ist der Bus jeweils voll.“
> – die 21-jährige Studentin
Ein Mann habe sehr nah bei ihr gestanden. Was während der Fahrt passiert war, merkte sie erst, als sie den Bus verließ:
> „Beim Aussteigen habe ich Sperma an meiner Hose bemerkt.“
> – die 21-jährige Studentin
Nach den Schilderungen der Studentinnen soll der Mann während der Fahrt masturbiert haben. Er gilt als Verdächtiger, die Ermittlungen laufen.
Sie ist nicht die Einzige

Die 21-Jährige ist nicht die einzige Frau, die der Mann belästigt haben soll. Insgesamt erheben drei Studentinnen Vorwürfe gegen ihn.
Eine 19-jährige Studentin berichtet, der Mann habe sich am Montag dicht neben sie gestellt – so nah, dass sein Bauch ihre Beine berührt habe. Seine Hose sei dabei offen gewesen.
> „Die Situation war mir extrem unangenehm.“
> – die 19-jährige Studentin
Die Vorwürfe im Überblick:
– Mindestens drei junge Frauen sollen betroffen sein.
– Eine 21-Jährige bemerkte nach dem Aussteigen Sperma an ihrer Hose.
– Eine 19-Jährige schildert, der Mann habe sich mit offener Hose eng neben sie gestellt.
– Bereits eine Woche zuvor soll eine Freundin den Mann bei der Polizei angezeigt haben.
Auffällig sei der Mann nicht gewesen, berichten die Studentinnen. Er sei jeweils an der Universität ausgestiegen.
Studierende halten den Mann fest

Als der Mann am Montag erneut im Bus auftauchte, handelte die 19-Jährige. Gemeinsam mit drei weiteren Studierenden hielt sie ihn fest, bis die Polizei eintraf.
Doch danach folgte die Enttäuschung: Die Studentinnen kritisieren, die Polizei habe ihre Schilderungen nicht ernst genug genommen. Ihnen sei gesagt worden, der Mann werde wahrscheinlich lediglich eine Geldbuße erhalten.
Die 19-Jährige wünscht sich, dass sich so etwas nicht wiederholt:
> „In Zukunft sollten solche Vorfälle verhindert werden können.“
> – die 19-jährige Studentin
Polizei bestätigt Einsatz in St. Gallen

Der Fall spielt in der Schweiz: Betroffen ist die Buslinie 9 in St. Gallen, mit der viele Studierende zur Universität St. Gallen fahren. Zuerst berichtete das Schweizer Nachrichtenportal „20 Minuten“ über die Vorwürfe.
Die Kantonspolizei St. Gallen bestätigt einen Einsatz auf der Linie am Montag. Ein Sprecher erklärte:
> „Die Ermittlungen sind nun am Laufen.“
> – Sprecher der Kantonspolizei St. Gallen
Welche Konsequenzen dem Mann drohen, entscheidet die Staatsanwaltschaft nach Abschluss der Ermittlungen. Zwei der drei Studentinnen haben bereits ausgesagt, die dritte soll noch in dieser Woche aussagen.
| Der Fall auf einen Blick | |
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| Ort | Buslinie 9, St. Gallen (Schweiz) |
| Betroffene | drei Studentinnen, darunter eine 21- und eine 19-Jährige |
| Vorwurf | Mann soll im Bus masturbiert und Frauen belästigt haben |
| Festhaltung | am Montag durch die 19-Jährige und drei weitere Studierende |
| Ermittlungen | Kantonspolizei St. Gallen, Entscheid durch die Staatsanwaltschaft |
| Stand | zwei Studentinnen haben ausgesagt, die dritte folgt |
Hilfe für Betroffene

Belästigung im Bus oder in der Bahn ist für Betroffene oft ein Schock. Wichtig ist: Niemand muss so etwas allein durchstehen. In der Schweiz gibt es unter anderem diese Anlaufstellen:
– Belästigt.ch – Informationen und Unterstützung bei sexueller Belästigung
– Opferhilfe Schweiz – Beratung für Betroffene von Straftaten
– Die Dargebotene Hand – telefonische Hilfe rund um die Uhr unter 143
In Deutschland hilft das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ kostenlos und rund um die Uhr unter 116 016.
Für den verdächtigen Mann gilt bis zum Abschluss der Ermittlungen die Unschuldsvermutung.