Ein Geisterfahrer, ein Frontalzusammenstoß und am Ende zwei Todesopfer: Der Vorfall erschüttert die Region.
Dramatische Szenen auf der Autobahn

Schrecklicher Unfall auf der A5 in Baden-Württemberg: Ein Falschfahrer hat in der Nacht zu Donnerstag ein entgegenkommendes Auto gerammt. Zwei Menschen kamen bei der heftigen Kollision ums Leben, ein Kind wurde schwer verletzt.
Der Crash ereignete sich gegen 2.30 Uhr auf der A5 zwischen den Anschlussstellen Müllheim/Neuenburg und dem Autobahndreieck Neuenburg in Fahrtrichtung Basel.
Nach bisherigen Erkenntnissen war ein Mann als Geisterfahrer auf der Autobahn unterwegs. Er fuhr dabei in die entgegengesetzte Richtung und näherte sich dem Bereich der Anschlussstelle Müllheim/Neuenburg.
Polizeisprecher Michael Schorr schilderte den bisherigen Ermittlungsstand: „Nach derzeitigen Erkenntnissen befuhr ein Falschfahrer die Autobahn entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung in Richtung Neuenburg und kollidierte noch vor der Anschlussstelle Müllheim/Neuenburg mit einem ordnungsgemäß in Richtung Basel fahrenden Pkw mit Schweizer Zulassung.“
Die Folgen waren verheerend.
Durch die Wucht des Zusammenstoßes geriet das Fahrzeug des Falschfahrers in Brand. Für den Mann kam jede Hilfe zu spät: Er starb in den Flammen seines völlig zerstörten Wagens.
Auch der Fahrer beziehungsweise Insasse des Schweizer Autos wurde bei dem Zusammenprall schwer verletzt und in dem Fahrzeug eingeklemmt.
Doch die Rettungskräfte konnten nicht mehr helfen.
Kind schwer verletzt – A5 stundenlang gesperrt

Die Feuerwehr musste die Insassen des Schweizer Fahrzeugs aus den Trümmern befreien. Ein Mann erlag jedoch noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen.
Ein Kind überlebte den Horror-Crash, wurde bei der Kollision aber schwer verletzt. Ein Rettungshubschrauber brachte es zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus.
Zu Alter und Geschlecht der beiden Verstorbenen sowie des verletzten Kindes machte die Polizei zunächst keine Angaben.
Nach dem tödlichen Zusammenstoß blieb die A5 in Richtung Süden für rund siebeneinhalb Stunden komplett gesperrt. Im entstandenen Stau mussten Autofahrer zeitweise mit einer Wartezeit von etwa einer Stunde rechnen.
Während der umfangreichen Bergungs- und Aufräumarbeiten untersuchten die Einsatzkräfte die Unfallstelle. Die Ermittler müssen nun unter anderem klären, wie der Falschfahrer auf die Autobahn in die falsche Richtung gelangen konnte.
Auch die genaue Ursache des tödlichen Zusammenstoßes ist bislang offen.
Polizeisprecher Schorr erklärte: „Staatsanwaltschaft und Verkehrspolizei Freiburg haben die Ermittlungen zum Unfallhergang und zur Unfallursache aufgenommen.“
Inzwischen ist die Autobahn wieder für den Verkehr freigegeben. Warum der Mann als Geisterfahrer unterwegs war und was unmittelbar vor dem folgenschweren Crash geschah, soll nun im Rahmen der weiteren Ermittlungen geklärt werden.