Der verschlossene Datenraum

Jetzt schlägt der TÜV Alarm: Ohne freien Zugang zu den Tiefendaten sei die traditionelle Prüflogik am Ende. Schon heute könnten Prüforganisationen nur noch die „äußere Hülle“ bewerten – Bremsbeläge, Rost, Beleuchtung. Was im Steuergerät passiert, wisse allein der Hersteller. Das führe zu einem gefährlichen Informationsgefälle: Tesla, VW & Co. wüssten genau, welche Sensorik öfter ausfällt – der unabhängige Prüfer nicht.
Die Forderung ist klar und brisant: Ein gesetzlicher „Datenschlüssel“ soll künftig jedem TÜV-Ingenieur offenstehen. Nur so ließen sich versteckte Risiken aufdecken, bevor es auf der Straße kracht. Das Bundesverkehrsministerium prüft bereits einen EU-weiten Zugriffspfad – doch die Autokonzerne wehren sich, fürchten Einblick in firmeninterne Softwaregeheimnisse.