Mitten in der Nacht zerreißt das Aufheulen eines Motors die Stille, nur Sekunden später zeichnen flackernde Blaulichter hektische Muster in die Dunkelheit. Noch ahnt niemand, wie dramatisch sich die nächsten Minuten entwickeln werden – und wie knapp mehrere Unbeteiligte dem Schicksal entkommen.
Rasante Flucht ohne Rücksicht

Der Fahrer drückt das Gaspedal gnadenlos durch, schießt über Kreuzungen, jagt durch Tunnel, reißt Poller aus dem Asphalt. Hinter ihm bleiben zerstörte Seitenspiegel, aufgeplatzte Reifen und jede Menge Fragen zurück. Noch kennt niemand sein Gesicht – nur das Kennzeichen, das in der Hektik verblasst.
Parallel überschlagen sich die Funksprüche: „Achtung, Verdächtiger hinkt Richtung Innenstadt, Geschwindigkeit über 140!“ Streifenwagen setzen zur Blockade an, doch jede Straßensperre wird zur neuen Rampe für den entfesselten Wagen.
Nächtliche Eskalation

Erste Passanten filmen die waghalsige Flucht, doch die Polizei warnt: „Fenster zu, Abstand halten!“ Augenzeugen berichten später von Funken, die entlang parkender Autos sprühen, während der Flüchtige jede Kurve schneidet.
Immer dichter rücken die Einsatzkräfte heran. Als die Bremslichter des Verfolgten kurz aufblitzen, scheint das Ende greifbar – bis der Fahrer abrupt beschleunigt, zwei Polizeiautos touchiert und weiterrast.
Crash und Schüsse
Plötzlich ein krächzender Knall: Die Limousine prallt frontal auf ein querstehendes Fahrzeug, Metall knirscht, Airbags platzen. Rauch quillt aus der Motorhaube, das Chaos scheint perfekt. Fünf Menschen werden verletzt, darunter zwei Beamte.
Doch selbst jetzt gibt der Teenager am Steuer nicht auf. Er ruckt zurück, startet erneut – bis gezielte Polizeischüsse die Vorderreifen zerfetzen. Der Motor heult noch einmal auf, verstummt dann jäh. Jetzt tritt schockierende Ruhe ein.
Tatort enthüllt

Erst hier, auf der Leipziger Straße im deutschen Dresden, wird das Puzzle komplett: Ein 17-Jähriger hatte in Coswig eine Kontrolle ignoriert, raste über Radebeul hinein in die Elbmetropole und verursachte den verheerenden Crash.
Warum er floh? Die Ermittler sprechen von Drogeneinfluss und fehlendem Führerschein. Gegen den Jugendlichen wird wegen gefährlicher Körperverletzung und illegalem Straßenrennen ermittelt. Alle Verletzten sind inzwischen außer Lebensgefahr – doch der Schock sitzt in Dresden noch tief.