Ein Vulkanausbruch sorgt für eine Menge Drama.
Wenn der Himmel zur Sperrzone wird

Der Ätna macht Urlaubern auf Sizilien weiterhin einen Strich durch die Reisepläne. Europas aktivster Vulkan ist erneut ausgebrochen und sorgt mit einer gewaltigen Aschewolke dafür, dass der Flughafen von Catania seinen Betrieb erneut einstellen musste.
Für zahlreiche Reisende bedeutet das: warten, umbuchen und hoffen.
Am Flughafen bilden sich lange Schlangen, während Passagiere auf Informationen zu ihren Flügen warten. Starts und Landungen sind derzeit nicht möglich, weil die Vulkanasche eine Gefahr für den Flugverkehr darstellt.
Der Airport bleibt nach aktuellem Stand mindestens bis Freitag um 2 Uhr geschlossen.
Doch auch danach ist noch völlig offen, ob der Flugbetrieb tatsächlich wieder aufgenommen werden kann.
Bereits seit mehreren Tagen sorgt die Aktivität des Ätna für massive Probleme im sizilianischen Luftverkehr. Zahlreiche Verbindungen wurden gestrichen, verspätet durchgeführt oder auf andere Flughäfen umgeleitet.
Und die Sperrung wurde inzwischen mehrfach verlängert.
Für Urlauber wird die Situation damit zunehmend zur Geduldsprobe.
Hunderte Flüge bereits betroffen

Wie groß die Auswirkungen inzwischen sind, zeigen die bisherigen Zahlen.
Bis Dienstag waren rund 700 Flüge von den Problemen betroffen. Etwa 450 Verbindungen mussten vollständig gestrichen werden.
Weitere rund 250 Flüge wurden auf andere Flughäfen Siziliens verlegt.
Dazu gehören beispielsweise der kleinere Airport von Comiso bei Ragusa sowie der Flughafen von Palermo im Norden der Insel.
Für die betroffenen Passagiere bedeutet eine solche Umleitung allerdings nicht automatisch eine einfache Lösung.
Wer ursprünglich in Catania landen oder von dort abfliegen wollte, muss teilweise lange Wege zu einem anderen Flughafen in Kauf nehmen.
Hinzu kommen die Schwierigkeiten bei Bussen, Zügen und Taxis.
Die Sperrung des Flughafens wurde in den vergangenen Tagen immer wieder verlängert. Erst am Mittwochnachmittag war zunächst angekündigt worden, dass der Airport bis Donnerstag um 16 Uhr geschlossen bleiben sollte.
Nun wurde die Sperre erneut ausgeweitet.
Für Reisende bedeutet das vor allem eines: Die eigene Planung kann sich jederzeit wieder ändern.
Urlauber erleben eine Reise-Odyssee

Für einige Touristen hat sich die Heimreise inzwischen zu einer regelrechten Odyssee entwickelt.
Teilweise verbrachten Reisende ganze Tage und Nächte am Flughafen von Catania, weil sie auf neue Informationen zu ihren Verbindungen warteten.
Auch die Fluggesellschaften versuchen, die Auswirkungen der Sperrung abzufedern. Teilweise wurden Busverbindungen zwischen den verschiedenen Flughäfen organisiert.
Doch trotz dieser Maßnahmen sind die Zustände am Airport teilweise chaotisch.
Flüge, die ursprünglich von Catania aus starten sollten, wurden kurzfristig nach Palermo verlegt. Gleichzeitig sind Zugverbindungen teilweise vollständig ausgelastet.
Auch bei Taxis kommt es offenbar zu Problemen.
Für manche Fahrten sollen Reisende teilweise extrem hohe Preise zahlen müssen.
Wer schließlich einen alternativen Weg findet, braucht unter Umständen viel Geduld.
Einige Urlauber benötigten bereits mehrere Tage und zahlreiche Umstiege, um Sizilien überhaupt verlassen zu können.
Und noch ist nicht klar, wann sich die Situation wieder normalisiert.
Lange Schlangen und kurzfristige Änderungen

Die Unsicherheit ist für viele Passagiere derzeit besonders belastend.
Denn selbst wenn ein Flug zunächst auf einem alternativen Flughafen vorgesehen ist, können sich die Pläne kurzfristig erneut ändern.
Der weitere Verlauf hängt maßgeblich davon ab, wie sich die Aschewolke des Ätna entwickelt.
Solange Vulkanasche den Luftraum oder die Start- und Landebahnen gefährdet, kann der Flugverkehr aus Sicherheitsgründen nicht wie gewohnt stattfinden.
Reisende müssen deshalb auch am Donnerstag mit kurzfristigen Änderungen rechnen.
Der Flughafenbetreiber empfiehlt Passagieren ausdrücklich, den aktuellen Status ihrer Verbindung direkt bei der jeweiligen Fluggesellschaft zu überprüfen.
Ein Besuch am Flughafen ohne bestätigte Informationen könnte derzeit zu zusätzlichem Stress führen.
Denn die Lage kann sich abhängig von der Vulkanaktivität jederzeit verändern.
Für die Menschen, die bereits auf Sizilien festsitzen, bleibt deshalb vor allem die Hoffnung, dass sich die Situation möglichst schnell entspannt.
Doch der Ätna ist für solche Flugausfälle keineswegs zum ersten Mal verantwortlich.
Der Ätna sorgt regelmäßig für Probleme

Der Ätna gehört zu den aktivsten Vulkanen Europas. Seine wiederkehrenden Ausbrüche stellen den Flugverkehr rund um Catania regelmäßig vor große Herausforderungen.
Sobald Vulkanasche in den Luftraum gelangt oder sich auf den Start- und Landebahnen ablagert, kann der Flughafen seinen Betrieb aus Sicherheitsgründen nicht einfach fortsetzen.
Die aktuelle Aktivität hält inzwischen bereits seit mehreren Tagen an.
Und auch Anfang Juli hatte der Vulkan bereits für Unruhe gesorgt. Damals musste der Flugbetrieb zwischenzeitlich ebenfalls eingestellt werden.
Für die Region sind solche Situationen deshalb nichts völlig Neues.
Für Urlauber, die gerade auf Sizilien sind, macht das die Situation allerdings nicht weniger problematisch.
Gerade in der Hauptreisezeit können bereits wenige Stunden Flugausfall eine Kettenreaktion auslösen.
Hotels, Mietwagen, Anschlussflüge und Rückreisen müssen neu organisiert werden.
Wer zusätzlich auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist, kann schnell vor weiteren Problemen stehen.
Wann können die Flüge wieder starten?
Wann der Flughafen von Catania wieder vollständig öffnen kann, hängt letztlich von der Entwicklung der Vulkanasche ab.
Nach aktuellem Stand bleibt der Airport mindestens bis Freitag um 2 Uhr geschlossen. Ob anschließend tatsächlich wieder Starts und Landungen möglich sind, lässt sich derzeit noch nicht sicher sagen.
Für die betroffenen Urlauber bedeutet das weiterhin Unsicherheit.
Wer einen Flug von oder nach Catania gebucht hat, sollte deshalb regelmäßig die Informationen der eigenen Fluggesellschaft kontrollieren und sich auf mögliche Änderungen einstellen.
Auch eine Verlegung auf einen anderen sizilianischen Flughafen kann weiterhin möglich sein.
Die bisherigen Auswirkungen sind bereits enorm: Rund 700 Flüge waren bis Dienstag betroffen, darunter etwa 450 komplette Ausfälle und rund 250 Umleitungen.
Für einige Reisende wurde die Heimreise dadurch zu einer mehrtägigen Tortur.
Solange der Ätna weiter Asche ausstößt, bleibt deshalb unklar, wann sich der Flugverkehr wieder normalisiert.
Für Urlauber auf Sizilien heißt es damit weiterhin: Geduld haben, Flugstatus prüfen – und sich auf kurzfristige Änderungen einstellen.