Ab Sonntag: Neues Dauer-Angebot spart Familien richtig Geld!

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Was im Sommer als befristete Aktion begann, wird jetzt fest ins Programm aufgenommen: Ab Sonntag können Familien dauerhaft ein Angebot nutzen, das bei längeren Reisen spürbar Geld spart. Der Verkauf läuft bereits. Doch es gibt Bedingungen, die man vor der Buchung kennen sollte.

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Eltern, Großeltern und Patchwork-Familien dürfen sich freuen – denn ein beliebtes Spar-Angebot verschwindet nicht wieder in der Schublade. Wer mit Kindern quer durch Deutschland unterwegs ist, kann künftig zum Festpreis reisen. Was genau dahintersteckt, wer mitfahren darf und wann sich das Angebot wirklich rechnet.

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Was sich ab Sonntag für Familien ändert

Mutter und Sohn auf einer Zugfahrt am Fenster (Symbolbild). Foto: IMAGO / imageBROKER (Danil Roudenko)
Mutter und Sohn auf einer Zugfahrt am Fenster (Symbolbild). Foto: IMAGO / imageBROKER (Danil Roudenko)

Für Familien, die gerne gemeinsam verreisen, gibt es eine gute Nachricht: Ein Angebot, das bisher nur zeitlich begrenzt zu haben war, bleibt ab dem 1. November dauerhaft bestehen. Wer mit Kindern unterwegs ist, kann damit die Reisekasse deutlich schonen.

Die Rede ist vom Familienticket der Deutschen Bahn. Gebucht werden kann es bereits seit dem 26. Oktober 2026, erster Reisetag ist Sonntag, der 1. November 2026. Anders als im Sommer gibt es diesmal kein Enddatum – die Bahn bietet das Ticket ab sofort als Dauerangebot an.

Das Ticket gilt in den Fernverkehrszügen ICE, IC und EC in der 2. Klasse innerhalb Deutschlands. Die Sitzplatzreservierung für die ganze Gruppe ist bereits im Preis enthalten.

Das kostet das Familienticket

Digitale Fahrkarte in einer Bahn-App auf dem Smartphone (Symbolbild), 11.03.2026. Foto: IMAGO / W2Art (Thorsten Wagner)
Digitale Fahrkarte in einer Bahn-App auf dem Smartphone (Symbolbild), 11.03.2026. Foto: IMAGO / W2Art (Thorsten Wagner)

Das Besondere: Der Preis ist fix – egal, ob die Familie von Hamburg nach München oder nur ein paar Stationen weit fährt. Bezahlt wird pro Ticket, nicht pro Person.

| Variante | Preis für bis zu fünf Personen |

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| Einfache Fahrt (nur Fernverkehr) | 59,99 Euro |

| Hin- und Rückfahrt (nur Fernverkehr) | 99,99 Euro |

| Einfache Fahrt mit Nahverkehrs-Anteil | 81,99 Euro |

| Hin- und Rückfahrt mit Nahverkehrs-Anteil | 143,99 Euro |

Wer einen Teil der Strecke mit dem Regionalzug zurücklegt, zahlt laut Bahn also einen Aufschlag. Voraussetzung ist dann, dass der Hauptteil der Reise im Fernverkehr stattfindet.

Wer mit dem Ticket mitfahren darf

Vater und Sohn auf dem Bahnsteig vor einem Zug (Symbolbild). Foto: IMAGO / Westend61 (Nina Janeckova)
Vater und Sohn auf dem Bahnsteig vor einem Zug (Symbolbild). Foto: IMAGO / Westend61 (Nina Janeckova)

Trotz des Namens ist keine Verwandtschaft nötig. Auch Großeltern mit Enkeln, Patchwork-Familien oder befreundete Eltern mit Kindern können das Ticket nutzen. Diese Regeln gelten laut Bahn:

– Insgesamt reisen höchstens fünf Personen mit einem Ticket.

– Erlaubt sind eine oder zwei Personen ab 15 Jahren – also ein Erwachsener mit bis zu vier Kindern oder zwei Erwachsene mit bis zu drei Kindern.

– Mindestens ein Kind muss tatsächlich mitfahren.

– Als Kinder gelten junge Reisende bis 14 Jahre.

– Kinder unter sechs Jahren sollten bei der Suche trotzdem angegeben werden, damit auch für sie ein Sitzplatz reserviert wird.

Bei der Reservierung können Familien laut Bahn Plätze im Familienbereich oder im Kleinkindabteil wählen.

Die Haken: Zugbindung, Frist und Stornierung

ICE fährt in einen Hauptbahnhof ein, August 2026. Foto: IMAGO / Wolfgang Maria Weber
ICE fährt in einen Hauptbahnhof ein, August 2026. Foto: IMAGO / Wolfgang Maria Weber

So attraktiv der Festpreis ist – ein paar Einschränkungen gibt es. Wer sie kennt, erlebt keine böse Überraschung:

– Zugbindung: Das Ticket gilt nur für die gebuchten Verbindungen. Einen anderen Zug darf man laut Bahndampf.de nur nehmen, wenn sich die Ankunft am Ziel um mindestens 20 Minuten verspätet.

– Buchungsfrist: Spontan geht nicht – das Ticket muss spätestens zwei Tage vor Reiseantritt gekauft werden.

– Verfügbarkeit: Feste Stückzahlen gibt es laut einer Bahnsprecherin nicht. Auf stark gebuchten Verbindungen kann das Ticket aber ausverkauft sein.

– Stornierung: Bis einen Tag vor dem ersten Geltungstag möglich – gegen 10 Euro Gebühr, erstattet wird als Gutschein.

– Keine Auslandsfahrten: Das Angebot gilt nur innerhalb Deutschlands, eine 1. Klasse gibt es nicht.

– BahnCard: Einen zusätzlichen BahnCard-Rabatt auf den Festpreis führt die Bahn nach Angaben von Bahndampf.de nicht auf.

Rechenbeispiel: Wann sich das Ticket wirklich lohnt

Mutter und Tochter mit Koffer am Bahnhof (Symbolbild). Foto: IMAGO / Westend61 (Josu Acosta)
Mutter und Tochter mit Koffer am Bahnhof (Symbolbild). Foto: IMAGO / Westend61 (Josu Acosta)

Wichtig zu wissen: Kinder bis 14 Jahre fahren in Begleitung ihrer Eltern oder Großeltern im Fernverkehr ohnehin kostenlos. Bezahlt werden müssen bei einer normalen Buchung also vor allem die Erwachsenen – und die Sitzplätze. Seit Mitte 2025 gibt es die günstige Familienreservierung nicht mehr, jede Reservierung kostet in der 2. Klasse einzeln 5,50 Euro.

Ein Beispiel für zwei Erwachsene und zwei Schulkinder, Hin- und Rückfahrt mit Reservierung für alle vier (eigene Beispielrechnung, angenommene Sparpreise):

| Sparpreis pro Erwachsenem und Richtung | Normale Buchung inkl. 4 Reservierungen | Familienticket | Ersparnis |

|—|—|—|—|

| 14 Euro | 100,00 Euro | 99,99 Euro | praktisch keine |

| 30 Euro | 164,00 Euro | 99,99 Euro | rund 64 Euro |

| 60 Euro | 284,00 Euro | 99,99 Euro | rund 184 Euro |

Die Faustregel: Auf langen Strecken und bei kurzfristigeren Buchungen, wenn die Sparpreise steigen, spart das Familienticket viel Geld. Auf kurzen Strecken oder bei sehr früh gebuchten Super-Sparpreisen kann die normale Buchung dagegen günstiger sein. Ein Preisvergleich vor der Buchung lohnt sich also immer.

Vom Sommer-Test zum Dauerangebot

Der 2026 neu eingeführte ICE L, der unter anderem zwischen Hamburg und Berlin verkehrt, 23.05.2026. Foto: IMAGO / Chris Emil Janßen
Der 2026 neu eingeführte ICE L, der unter anderem zwischen Hamburg und Berlin verkehrt, 23.05.2026. Foto: IMAGO / Chris Emil Janßen

Eingeführt hatte die Bahn das Familienticket zunächst nur für die Sommerferien 2026. Hintergrund war unter anderem die Kritik an der Abschaffung der Familienreservierung im Jahr 2025: Bis dahin konnten Familien bis zu fünf Plätze gemeinsam für 10,40 Euro reservieren. Begründet wurde das Sommerangebot auch mit hohen Benzin- und Flugpreisen.

Die Bilanz fiel aus Sicht des Konzerns positiv aus. Laut Bahn nutzten im Sommer mehr als 800.000 Menschen das Ticket. Bahnchefin Evelyn Palla kündigte Anfang Oktober in der „Bild am Sonntag“ an, das Angebot dauerhaft fortzuführen:

> „Wir haben 100.000 Familien mehr als im vergangenen Jahr an Bord unserer Züge begrüßen dürfen.“

> – Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, laut „Bild am Sonntag“

Die Konditionen sollen laut Palla die gleichen bleiben wie im Sommer.

Kritik und offene Fragen

ICE der Deutschen Bahn auf einer Schnellfahrstrecke, 22.10.2026. Foto: IMAGO / Ardan Fuessmann
ICE der Deutschen Bahn auf einer Schnellfahrstrecke, 22.10.2026. Foto: IMAGO / Ardan Fuessmann

Ganz ohne Kritik ist das Angebot nicht. Der Fahrgastverband Pro Bahn hatte bereits bei der Sommer-Version Nachbesserungen angemahnt. Verbandschef Lukas Iffländer forderte im Mai laut Nachrichtenagentur dts ein vergleichbares Angebot auch für Fahrten ins Ausland – denn viele Familien verreisen gerade in den Ferien über die Grenze. Daran ändert sich auch mit dem Dauerangebot nichts.

Ein weiteres Problem bleibt die Pünktlichkeit: Im September erreichten laut Bahn nur 52,4 Prozent der Fernzüge pünktlich ihr Ziel. Palla selbst dämpfte die Erwartungen – einen schnellen Sprung bei der Pünktlichkeit werde es nicht geben, die Sanierung des Netzes dauere mindestens zehn Jahre. Familien mit Zugbindung und Umstiegen sollten deshalb großzügige Zeitpuffer einplanen.

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