EC Karten: Neue Bank macht jetzt Schluss damit!

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Ein Gegenstand, den fast jeder im Portemonnaie trägt, soll bei einer neuen Bank bald keine Rolle mehr spielen. Wer an sein Geld will, braucht dafür künftig etwas anderes – und genau das sorgt jetzt für Gesprächsstoff.

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Die Pläne wurden erst in dieser Woche bekannt. Sie betreffen den Alltag am Geldautomaten, den Schutz vor Online-Betrügern und die Frage, wie viel wir künftig von unserem Smartphone abhängig machen wollen. Was genau geplant ist, wer dahintersteckt und wo die Neuerung zuerst ausprobiert wird, lesen Sie auf den nächsten Seiten.

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Plötzlich fällt die Karte weg

Smartphone, Bankkarte und Bargeld auf einem Holztisch (Symbolbild). Bild: KI-generiert
Smartphone, Bankkarte und Bargeld auf einem Holztisch (Symbolbild). Bild: KI-generiert

Eine neue Bank will etwas abschaffen, das für viele Kunden zum Alltag gehört: die Karte, mit der man am Automaten Bargeld holt. Stattdessen setzt das Institut auf ein einziges Gerät, das ohnehin fast jeder ständig dabei hat. Die Entscheidung ist ungewöhnlich, denn bisher gehört die Plastikkarte bei Banken ganz selbstverständlich dazu.

Mit dieser Karte lassen sich am Automaten bislang verschiedene Bankgeschäfte erledigen: Geld abheben, Geld einzahlen oder den Kontostand abfragen. Genau diese Rolle soll künftig vollständig das Smartphone übernehmen. Eine Karte, die im Geldbeutel verloren gehen, gestohlen oder kopiert werden kann, gäbe es für die Kunden dann gar nicht mehr.

So soll das Abheben künftig laufen

Hand mit Smartphone und QR-Code vor einem Geldautomaten (Symbolbild). Bild: KI-generiert
Hand mit Smartphone und QR-Code vor einem Geldautomaten (Symbolbild). Bild: KI-generiert

Am Automaten ersetzt ein QR-Code in Verbindung mit der Bank-App die bisherige Karte. Laut den Berichten sollen Kunden dabei mehrere Schritte durchlaufen:

– Das Smartphone entsperren.

– Sich in der Bank-App anmelden.

– Den QR-Code am Automaten scannen.

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– Die persönliche Konto-PIN eingeben.

Auch Einzahlungen sollen per QR-Code möglich sein. Gegenüber der Kombination aus Plastikkarte und PIN kommen damit zusätzliche Hürden dazu. Das ist Absicht: Mehrere Authentifizierungsmethoden sollen verhindern, dass Unbefugte an das Geld kommen.

Doch damit nicht genug. Auch die Verwaltung der Einlagen soll ausschließlich über die Smartphone-App laufen. Ein Login über die Internetseite am Computer ist laut dem Bericht von „watson“ nicht vorgesehen. Ohne Handy läuft bei diesem Konto also nichts.

Der Grund: Schutz vor Online-Betrügern

Smartphone mit Schloss-Symbol als Zeichen für Cybersicherheit (Symbolbild). Bild: KI-generiert
Smartphone mit Schloss-Symbol als Zeichen für Cybersicherheit (Symbolbild). Bild: KI-generiert

Die Bank begründet den Schritt vor allem mit Sicherheit. Hintergrund sind laut „watson“ zunehmende Cyberangriffe und Phishing-Versuche. Das Technikportal Gadget Review schreibt, das Institut halte das Verfahren für sicherer als die Kombination aus Karte und PIN und verweise dabei auch auf KI-gestützte Angriffe. Dabei handelt es sich um eine Wiedergabe der Begründung durch das Portal, nicht um ein wörtliches Zitat.

Hinzu kommt ein weiterer Gedanke: Weil das Konto nur über die App erreichbar ist, sollen bei einem Datenleck gestohlene Informationen nicht für einen Zugang über andere Geräte genutzt werden können. So heißt es in der Berichterstattung.

Zusätzlich verspricht sich die Bank wirtschaftliche Vorteile. Ohne die Kosten für Herstellung und Versand der Karten sollen laut der Nachrichtenagentur Jiji Press Mittel für bessere Angebote frei werden – etwa für Einlagenzinsen. Die Zinsen sollen demnach täglich gutgeschrieben werden.

Jetzt wird es konkret: Diese Bank macht den Anfang

Geldautomaten in Tokio, 04.06.2026. Foto: IMAGO / Bihlmayerfotografie (Michael Bihlmayer)
Geldautomaten in Tokio, 04.06.2026. Foto: IMAGO / Bihlmayerfotografie (Michael Bihlmayer)

Die Pläne stammen aus Japan. Dort will die MUFG Emut Bank im ersten Quartal 2027 starten, eine digitale Bank der Mitsubishi UFJ Financial Group, der laut „watson“ größten Finanzgruppe des Landes. Es soll die erste Bank aus dem Umfeld einer der großen japanischen Finanzgruppen sein, die keine Karten für den Geldautomaten mehr ausgibt. Die Nachrichtenagentur Jiji Press berichtete am 4. November darüber.

Für Bargeld greift die Bank zum Start auf das Netz der Seven Bank zurück. Je nach Quelle geht es um rund 28.000 bis 29.000 Geldautomaten im ganzen Land. Später soll das Angebot laut „watson“ um etwa 16.000 Automaten in FamilyMart-Filialen erweitert werden. Bei einer reinen Abhebekarte, wie es sie in Japan bislang gibt, kommt hinzu: Sie hat laut „watson“ keine Bezahlfunktion wie eine Debitkarte.

Das neue Angebot im Überblick
NameMUFG Emut Bank, Ltd.
GesellschafterMUFG Bank (100 Prozent), Teil der Mitsubishi UFJ Financial Group
BanklizenzLaut Pressemitteilung vom 24. September 2026 erteilt
StartJanuar bis März 2027
BargeldPer Smartphone, QR-Code, App und Konto-PIN
GeldautomatenRund 28.000 bis 29.000 Geräte der Seven Bank (je nach Quelle)
KarteKeine Cash Card

Die Kehrseite: Was passiert bei leerem Akku?

Smartphone mit fast leerem Akku vor einem Geldautomaten (Symbolbild). Bild: KI-generiert
Smartphone mit fast leerem Akku vor einem Geldautomaten (Symbolbild). Bild: KI-generiert

So modern das Konzept klingt, es wirft auch Fragen auf. Gadget Review weist darauf hin, dass ein Handy-Modell Phishing, Schadsoftware, Social Engineering und die Übernahme von Konten nicht vollständig verhindert. Als Risiko nennt das Portal außerdem, dass ein Smartphone verloren gehen oder der Akku leer sein kann.

Ob und wie die Bank solche Fälle löst, ist nach den vorliegenden Berichten offen. Nicht bestätigt sind laut Gadget Review:

– Genaue Zinssätze und Voraussetzungen für die Kontoeröffnung.

– Mögliche Gebühren.

– Das Vorgehen, wenn das Handy verloren geht.

Auch für Menschen ohne kompatibles Smartphone nennen die ausgewerteten Quellen keine Lösung. „watson“ erwähnt weder Kritik noch Alternativen für Kunden.

Kommt die kartenlose Bank auch zu uns?

Älterer Mensch mit Smartphone vor einem Geldautomaten, Rückenansicht (Symbolbild). Bild: KI-generiert
Älterer Mensch mit Smartphone vor einem Geldautomaten, Rückenansicht (Symbolbild). Bild: KI-generiert

Für Deutschland und Europa nennen die ausgewerteten Berichte keine vergleichbaren Pläne. Die Meldung betrifft ausschließlich Japan. Gadget Review spekuliert lediglich, dass ein Erfolg andere große japanische Banken zu ähnlichen Modellen drängen könnte. Das ist eine Einschätzung des Autors, keine Ankündigung eines Instituts.

Ob sich das Konzept durchsetzt, wird sich frühestens nach dem Start im kommenden Jahr zeigen. Bis dahin bleibt die Frage, wie viel Bequemlichkeit und Sicherheit Kunden bereit sind, gegen die Abhängigkeit vom Smartphone zu tauschen.

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