Merz spricht von einer „Wohlstandsillusion“

Der CDU-Politiker findet drastische Worte für die wirtschaftliche Lage. Deutschland habe sich in einer komfortablen Umgebung eingerichtet, erklärt er. Doch diese Phase könne nicht einfach fortgesetzt werden.
„Bitte nehmen Sie es nicht als Vorwurf, aber wir haben uns in einer Wohlstandsumgebung eingerichtet.“ Für Merz war dieser Zustand bequem, aber trügerisch. Nun müsse das Land erkennen, dass alte Sicherheiten bröckeln.
Besonders aufhorchen lässt sein nächster Satz: „Ich bin seit 20 Jahren der erste Kanzler, der den Deutschen sagt: Unsere Wohlstandsillusion wird nicht halten.“ Damit grenzt er sich bewusst von seinen Vorgängern ab.
Stattdessen fordert er mehr Einsatz, mehr Tempo und mehr Bereitschaft zur Veränderung. Doch der Kanzler weiß offenbar auch, dass seine direkte Art nicht überall gut ankommt. Deshalb zeigte er überraschend Selbstkritik.