Warum die nächste Stufe alle Beschäftigten betrifft

Demografen rechnen vor, dass allein bis 2035 rund fünf Millionen Babyboomer in Rente gehen. Ohne Gegensteuerung könnte das Rentenniveau deshalb unter 45 Prozent sinken – ein Wert, der politisch nicht durchsetzbar wäre. Finanzministerin und Arbeitsminister haben deshalb gemeinsame Spielräume abgesteckt: Mehr Bundeszuschüsse, ein stärkerer Kapitalpuffer und – zentral – ein höheres Renteneintrittsalter.
Die Pläne treffen damit nicht nur künftige Rentner, sondern auch Unternehmen. Personalabteilungen müssen verstärkt in altersgerechte Arbeitsplätze investieren, während Tarifparteien über neue Flexi-Modelle für den gleitenden Ausstieg verhandeln. Besonders umstritten: Wer vorzeitig in Ruhestand gehen will, soll höhere Abschläge in Kauf nehmen müssen.