Was das Kabinett jetzt beschlossen hat

Am 1. Juli 2026 hat das Bundeskabinett den Entwurf des Reservestärkungsgesetzes durchgewinkt. Offiziell soll damit eine „schlagkräftige Bundeswehr-Reserve“ aufgebaut werden – mindestens 200 000 Kräfte bis 2033. Klingt nach Verteidigungspolitik, betrifft aber auch Menschen, die morgens das Hemd statt die Feldbluse überziehen. Der Entwurf greift nämlich tief in das Arbeitsplatzschutzgesetz ein: Wer in der Reserve gemeldet ist, kann künftig mit deutlich kürzeren Vorlaufzeiten zu Übungen einberufen werden.
Parallel dazu will die Regierung Arbeitgebern mehr Geld für Ersatzkräfte erstatten. Doch der finanzielle Ausgleich kommt nur, wenn wirklich Personal gefunden wird. Gerade in Mangelberufen dürfte das schwierig bleiben – und hier lauert der Punkt, der für Ihr Büro, Ihren Supermarkt oder Ihre Werkhalle richtig teuer werden könnte.