Sterbehilfe nach Krebs-Diagnose: Berühmte Prominente ist tot!

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Trauer um eine große Künstlerin: Eine berühmte Prominente ist gestorben. Nach einer unheilbaren Krebs-Diagnose hat sie selbst entschieden, wann ihr Leben endet. Ihre Familie bestätigte den Tod. Mehr als sechs Jahrzehnte lang hatte sie ihr Publikum begeistert.

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Ein bewusster Abschied nach schwerer Diagnose

Eine brennende Kerze als Symbol für Trauer und Gedenken. Foto: IMAGO / Zoonar (Mziya Kashakhi)
Eine brennende Kerze als Symbol für Trauer und Gedenken. Foto: IMAGO / Zoonar (Mziya Kashakhi)

Sie war über Jahrzehnte ein vertrautes Gesicht für ein großes Publikum. Jetzt ist die Prominente gestorben – und zwar auf eigenen Wunsch, mit ärztlicher Hilfe. Sie hatte zuvor erfahren, dass ihre Krebserkrankung nicht mehr heilbar war.

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Ihre Tochter bestätigte den Tod gegenüber einer großen Tageszeitung. Demnach starb die Künstlerin am Mittwoch, dem 28. Oktober 2026, in ihrem Zuhause. Nach der tödlichen Diagnose hatte sie sich für eine ärztlich begleitete Sterbehilfe entschieden – ein Weg, der dort, wo sie lebte, erst seit wenigen Wochen gesetzlich erlaubt ist.

Wer die Verstorbene war

Eine leere Theaterbühne mit rotem Vorhang im Scheinwerferlicht. Symbolbild. Foto: KI-generiert
Eine leere Theaterbühne mit rotem Vorhang im Scheinwerferlicht. Symbolbild. Foto: KI-generiert

Bei der Verstorbenen handelt es sich um die Schauspielerin Barbara Barrie. Sie stand mehr als 60 Jahre lang auf der Bühne und vor der Kamera und wirkte in über 120 Film- und Fernsehproduktionen mit.

Barrie gehörte zu den wenigen Darstellerinnen, die für die drei wichtigsten Preise ihrer Branche nominiert waren: für den Oscar, den Emmy und den Tony Award, die wichtigste Auszeichnung des Theaters. Ihren internationalen Durchbruch feierte sie 1964 mit dem Drama „One Potato, Two Potato“ – dafür wurde sie bei den Filmfestspielen von Cannes als beste Darstellerin ausgezeichnet.

Oscar-Nominierung und Kultrollen: Ihre Karriere

Schauspielerin Barbara Barrie beim Fototermin zum Theaterstück „Significant Other“, 17.01.2017. Foto: IMAGO / MediaPunch (Joseph Marzullo)
Schauspielerin Barbara Barrie beim Fototermin zum Theaterstück „Significant Other“, 17.01.2017. Foto: IMAGO / MediaPunch (Joseph Marzullo)

Barbara Barrie wurde 95 Jahre alt. Ihre bekannteste Kinorolle spielte sie 1979 in „Breaking Away“ (deutscher Titel: „Vier irre Typen – Wir schaffen alle, uns schafft keiner“): Als Mutter eines jungen Radrennfahrers wurde sie für den Oscar als beste Nebendarstellerin nominiert.

Zu ihren bekanntesten Rollen zählen:

– „One Potato, Two Potato“ (1964): Durchbruch, Preis als beste Darstellerin in Cannes

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– „Company“ (1970): Sarah in Stephen Sondheims Musical, Tony-Nominierung

– „Barney Miller“ (ab 1975): Ehefrau der Titelfigur in der Kult-Sitcom

– „Breaking Away“ (1979): Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin

– „Schütze Benjamin“ (1980): Mutter der Hauptfigur, gespielt von Goldie Hawn

– „Suddenly Susan“ (ab 1997): Großmutter der Figur von Brooke Shields

Bis ins hohe Alter blieb sie aktiv, 2017 stand sie noch am Broadway auf der Bühne. Bescheiden blickte sie 2024 im Gespräch mit dem Portal „West Side Rag“ auf ihr Handwerk zurück:

> „Ich glaube, es hat 45 Jahre gedauert, bis ich eine gute Schauspielerin geworden bin.“ – Barbara Barrie (2024, übersetzt aus dem Englischen)

Krebs, ein mutiges Buch und ihre Familie

John Slattery, Barbara Barrie und ihr Ehemann Jay Harnick, New York, Oktober 1993. Foto: IMAGO / MediaPunch (Henry McGee)
John Slattery, Barbara Barrie und ihr Ehemann Jay Harnick, New York, Oktober 1993. Foto: IMAGO / MediaPunch (Henry McGee)

Barbara Barrie starb in ihrem Zuhause in New York. Die Stadt war über Jahrzehnte ihr Lebensmittelpunkt. Geboren wurde sie 1931 in Chicago.

Gegen den Krebs hatte sie schon einmal gekämpft: 1994 wurde bei ihr Darmkrebs festgestellt und erfolgreich behandelt. Offen schrieb sie darüber in ihrem Buch „Second Act: Life After Colostomy and Other Adventures“ (1997) – damals ein Tabuthema. Verheiratet war sie seit 1964 mit dem Regisseur und Produzenten Jay Harnick, der 2007 starb. Das Paar bekam zwei Kinder, Jane und Aaron.

| Steckbrief | Barbara Barrie |

|—|—|

| Geburtsname | Barbara Ann Berman |

| Geboren | 23. Mai 1931 in Chicago |

| Gestorben | 28. Oktober 2026 in New York |

| Alter | 95 Jahre |

| Ehemann | Jay Harnick (1964 bis zu seinem Tod 2007) |

| Kinder | Jane und Aaron |

| Größte Erfolge | Preis in Cannes (1964), Oscar-, Emmy- und Tony-Nominierung |

So ist Sterbehilfe in New York geregelt

New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul bei einer Pressekonferenz, New York City, 28.10.2026. Foto: IMAGO / ZUMA Press (Michael Brochstein)
New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul bei einer Pressekonferenz, New York City, 28.10.2026. Foto: IMAGO / ZUMA Press (Michael Brochstein)

Möglich wurde der selbstbestimmte Tod durch ein neues Gesetz im US-Bundesstaat New York. Gouverneurin Kathy Hochul unterzeichnete den „Medical Aid in Dying Act“ am 6. Februar 2026, seit dem 5. August 2026 ist er in Kraft. Laut dem Gesundheitsministerium des Bundesstaats gelten strenge Voraussetzungen:

– Die Person muss unheilbar krank sein und eine Lebenserwartung von weniger als sechs Monaten haben.

– Ein behandelnder und ein weiterer Arzt müssen Diagnose und Entscheidungsfähigkeit bestätigen.

– Ein Psychologe oder Psychiater muss die Entscheidungsfähigkeit verpflichtend prüfen.

– Der Wunsch muss mündlich (per Video oder Audio aufgezeichnet) und schriftlich vor zwei Zeugen erklärt werden.

– Zwischen Verschreibung und Einlösung des Rezepts liegen mindestens fünf Tage.

– Das Medikament muss die Person selbst einnehmen.

– Der Arzt muss über Alternativen wie Palliativ- und Hospizversorgung aufklären.

Und wie ist die Lage in Deutschland?

Außenansicht des Bundesverfassungsgerichts, Karlsruhe, 01.05.2026. Foto: IMAGO / Arnulf Hettrich
Außenansicht des Bundesverfassungsgerichts, Karlsruhe, 01.05.2026. Foto: IMAGO / Arnulf Hettrich

In Deutschland ist der assistierte Suizid seit einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Februar 2020 erlaubt. Die Richter kippten damals das Verbot der geschäftsmäßigen Suizidhilfe (Paragraf 217 Strafgesetzbuch) und stellten ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben fest. Ein Gesetz, das die Sterbehilfe genau regelt, gibt es aber bis heute nicht: 2023 fanden zwei fraktionsübergreifende Gesetzentwürfe im Bundestag keine Mehrheit.

Aktive Sterbehilfe, also die Tötung auf Verlangen, bleibt strafbar. Neu entfacht wurde die Debatte im November 2025, als die Kessler-Zwillinge Alice und Ellen mit 89 Jahren gemeinsam mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben aus dem Leben schieden. Inzwischen arbeitet eine neue fraktionsübergreifende Gruppe an einem Gesetzentwurf – einen Zeitplan gibt es noch nicht.

Hinweis der Redaktion: Wenn Sie sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden oder an Suizid denken, finden Sie rund um die Uhr Hilfe bei der Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (kostenlos und anonym) sowie online unter telefonseelsorge.de.

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